Gesamtwertung72%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungAusreichend |
Wer hat sich nicht schon einmal vorgestellt, wie die Zukunft so aussehen könnte? Nachdem der Lieferantenjunge Fry für 1000 Jahre in einer cryogenischen Kammer tiefgefroren war, braucht er sich eine solche Frage nicht mehr zu stellen, denn er erlebt die Zukunft am eigenen Leibe mit.
Zusammen mit dem Roboter Bender und der einäugigen Leela hat er im Jahre 3000 bereits die wildesten Abenteuer erlebt und es unter anderem sogar vollbracht, sein eigener Großvater zu werden. In dem Videospiel zur Fernsehserie Futurama muss er zwar nicht das Universum, aber immerhin die Erde vor der Geschäftsfrau Mom retten.
Manchmal merkt man Prof. Farnsworth leider an, dass er der später Nachfahre von Fry ist. In einem Akt altersbedingter Verwirrtheit - was mit 162 Jahren nicht wirklich ein Wunder darstellt - hat er Planet Express an seine frühere Geliebte Mom verkauft. Prinzipiell wäre dies nicht weiter tragisch, denn schließlich ist der Kurierdienst seit jeher ein sehr chaotisches Unternehmen.
In diesem Fall ist das Resultat jedoch fatal, denn durch den Kauf gehören der Multimilliardärin nun über 50% der Erde. Als neue Herrscherin benennt sie Mutter Erde in Mom Erde um und versklavt zusätzlich die gesamte Menschheit - die Verfassung des Jahres 3000 macht es möglich. Nun liegt es an Fry, Leela und Bender, den entstandenen Schaden wieder zu reparieren.
Das Spielprinzip von Futurama ist leider nicht mehr sehr zeitgemäß. Ihr steuert einen der drei Charaktere durch wenig abwechslungsreiche Level, erledigt mit den gängigen Waffen des Jahres 3000 angreifende Mutanten oder Roboter und löst ab und an simple Schalterrätsel. Ähnlich einfach wie die Rätsel sind auch die Gegner und deren künstliche Intelligenz gestrickt, denn von geschickten Aktionen wie Ausweichen fehlt jede Spur. Die Gegner rennen lediglich auf euch zu und haben zudem manch unfaire Angriffsattacke auf Lager. Glücklicherweise hat die Slurm-Corporation aber etliche Getränkeautomaten auf der Erde postiert, denn immerhin dient das neongrüne Wurmsekret Fry als Energielieferant. Diese Energie können die Helden durchaus gut gebrauchen, denn wegen der etwas unpräzisen Steuerung hat man oft erhebliche Mühen, gezielte Aktionen auszuführen. Dadurch kommt es nicht selten vor, dass man unverschuldet wertvolle Lebenskraft verliert.
Die Levels sind leider sehr langatmig und man wünscht sich oft schon nach der Hälfte des Abschnittes, das Ende erreicht zu haben. Belohnt wird das Durchhaltevermögen allerdings mit sehr gelungenen Zwischensequenzen, die dank eines Originaldrehbuchautors das Gag-Niveau des Serien-Vorbildes erreichen.
So veraltet wie das Spielprinzip ist die Grafik glücklicherweise nicht. Niemand erwartet von einem Futurama-Spiel eine grafische Höchstleistung, da man einfach seine Lieblingsserie möglichst glaubhaft und authentisch auf der Konsole sehen möchte. Und dies gelingt dank des Cel-Shading-Stils auch weitestgehend. Die Framerate könnte zwar an manchen Stellen höher sein und detailliertere Areale wären schön, jedoch stören diese kleinen Mängel nicht. Was schon eher negativ auffällt ist die schlechte Kameraführung. Man ist sehr oft gezwungen die Perspektive manuell zu justieren und selbst dann wird man nur selten glücklich mit der Kameraansicht.
Besonders hervorzuheben bei Futurama ist aber die Sprachausgabe. Sämtliche Originalsprecher und Synchronsprecher konnten verpflichtet werden und lassen das Fan-Herz definitiv höher schlagen. Es wirkt eben einfach authentischer, wenn sich Fry wie in der bekannten Serie anhört. So gut die deutsche Vertonung sein mag, sollten sich englisch sprechende Spieler trotzdem die originale Sprachausgabe gönnen. Viele Gags werden eben nur in der Originalsprache gut vermittelt und zudem passen die englischen Stimmen deutlich besser zu den spezifischen Charakteren, als ihre deutschen Kollegen. Neben den Originalsprechern ertönt natürlich auch das beliebte Futurama-Theme. Für die Levels wurde zudem eine Musik komponiert, die sich leicht an das Thema anlehnt und in dieser Form durchaus in der Serie hätte erklingen können.
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