Gunfighter II :Revenge of Jesse James
Story
Die Geschichte spielt sich im Wilden Westen ab. Ein Wagen der mit Goldbarren beladen ist, sollte nach Fort Knox geliefert werden, dieser hat jedoch sein Ziel niemals erreicht. Der berüchtigte General Deadeye Jameson hat mit seinen abtrünnigen Soldaten das ganze Gold geklaut. Zur Hilfe stand ihm dabei der korrupte Sheriff Barnes, der das gestohlene Gold in der Stadtbank sicher deponieren lässt, um es vor der Regierung zu verstecken. Jesse James hörte von dem Vorfall, und wollte das Verbrechen sühnen. Zur Seite stehen im dabei seine Frau Zee und sein Gaunerkollege Bad Bob Younger. Jesse hatte Bob nur mitgenommen, weil er dachte, ihm etwas schuldig zu sein. Bob beschuldigte nämlich Jesse, schuld an dem Tod seines Bruders zu sein. Jesse war allerdings unschuldig, denn eigentlich hatte die Carson Gang das Leben von Bob´s Bruder auf dem Gewissen. Jesse versuchte sogar dass Leben von ihm zu retten. Es stellte sich bald als großer Fehler heraus, dass er Bob mit auf die Tour nahm. Bob entführte das gerettete Gold und mit obendrein Jesse´s Frau Zee.
Wild, Wild, West
Der Spieler schlüpft in die Rolle von der Gauner-Legende Jesse James, der in einem packenden und actionreichen Abenteuer versuchen muss, dass gestohlene Gold wiederzubeschaffen und seine Braut zu retten. Drei verschiedene Spielmodi sind in dem Lightgun-Shooter vorhanden. Bonus-Spiele, der Arcade-Modus und der Story-Modus. Bei den Bonus-Spielen handelt es sich um Mini-Games, die erst frei gespielt werden müssen. Drei solcher Bonus-Spiele sind hier vorhanden. Diese Spiele eignen sich gut zum Schiesstraining. Hier wird auf Whiskey-Flaschen, die sich in einer um die eigene Achse drehenden Bar befinden, oder auf bewegende Metallscheiben geballert. Dieses kann ganz schön schwierig werden, denn zum einen sind dort auch Gift Flaschen vorhanden, die einem die Lebensenergie kostet sobald diese getroffen werden, zum anderen läuft Jesse die kostbare Zeit davon. Frei geschaltet werden die Bonusspiele, wenn erfolgreich einzelne Level im Geschichte-Modus abgeschlossen worden sind. Wie es bei solchen Titeln üblich ist, gelangt der Spieler innerhalb eines Levels automatisch von Position zu Position. Um jeweils die nächste Position zu erreichen, muss man alle Gegner erledigen, die einen angegriffen haben. Der Story-Modus ist eigentlich der wichtigste Teil des Spieles, ohne den läuft nämlich gar nichts. Benötigt wird dieser, um im Arcade-Modus die Level freizuschalten. Es kann solange im Story-Modus gespielt werden, bis alle Credits oder Leben verbraucht sind. Ist der Story Modus beendet, findet eine automatische Speicherung statt. Die Speicherung dient dem Arcade-Modus und sichert die bereits frei geschalteten Levels. Im Story Modus muss hingegen jedes Mal von neu begonnen werden. Die Lebensenergie wird in Form von vier Spielkarten, die Asse zeigen, dargestellt. Wird Jesse von einer Flasche, einer zuschlagender Faust, einer Kugel, einem Messer oder einer explodierenden Dynamitstange getroffen, verliert er einen Lebenspunkt. Selbstverständlich lassen sich die Lebenspunkte wieder auffrischen. Dazu steht die Lieblingsspeise der Cowboys zu Verfügung. Und was ist die Lieblingsspeise der Cowboys? Richtig, Dosenbohnen! Solche Konserven stehen im Spielfeld verteilt bereit. Einfach auf die Büchse schießen und schon hat der Revolverheld wieder ein Ass mehr auf seinem Konto. Es kann auch mal sein, dass diese Konserven ab und an unter Kisten versteckt sind, darum sollte man auch die Holzkisten in sein Visier nehmen.
Gegner, Waffen und Goodies
Jede Menge Gegner machen unserem Gauner dass Leben schwer. Von Kopfgeldjägern, über Schläger, bis hin zu Hilfssheriffs ist hier alles vertreten. Die meisten davon sind mit einem Schuss erledigt, Bosse und Gatling-Schützen (Eine Gatling ist die erste automatische Schnellfeuerwaffe, die nach ihrem Erfinder Richard J. Gatlings benannt wurde) benötigen hier mehrere Treffer. Außerdem zielen und schießen Bosse genauer und handeln überlegter. Zur Verteidigung stehen hier drei verschiedene Waffen zur Auswahl an. Da wäre Jesses Lieblingswaffe, der Sechsschüssige Revolver, eine Schrotflinte und wenn es mal eng wird, ein Maschinengewehr. Um es den Spieler nicht allzu leicht machen, müssen die beiden letzteren Waffen erst wieder frei gespielt werden. Diese stehen einem ab einem bestimmten Punktkonto dann zur Verfügung. Die benötigten Punkte erhält man für jeden erledigten Bösewicht. Natürlich fallen für einen Kopfschuss mehr Punkte an, als wie für einen Körpertreffer oder Beinschuss. So richtig absahnen kann man bei mehrmaligen Treffern der Gegner. Jesse kann so bei einem einzigen Kontrahenten bis zu eintausend Punkte einsacken. Allerdings muss man dabei fünf Mal den Kopf treffen. Aber nicht alles was über den Bildschirm läuft, ist automatisch ein Feind. So laufen auch mal unbescholtene Bürger, wie Damen oder Hotelgäste, durchs Spielfeld. Ihr Leben sollte man daher verschonen. Werden diese Opfer einer verirrten Kugel, gibt es einen Zeitabzug von einigen Sekunden, und Zeit ist hier sehr kostbar, da die übrig gebliebene Zeit wieder den Punktestand erhöht. Langweilig wird es auch weiterhin nicht. Für Abwechslungen sorgen zum Beispiel unterschiedliche Routen bei Verfolgungsrennen durch die Wüsten und Goldminen. Zusätzliche Dollars lassen sich mit den so genannten Geld-Pick-Ups einheimsen. Diese Pick Ups sind Goldbarren, Münzen, Registrierkassen und Goldbeutel. Einfach solange auf die Goddies ballern, bis diese weg sind. Für Goldbarren gibt es 4.000 Dollar, für jede Münze allerdings nur 100 Dollar. Weitere wichtige Utensilien sind die Uhren. Einmal abgeschossen und der Timer, der die ablaufende Zeit anzeigt, wird zwischen zwei und zwölf Sekunden nach oben gesetzt. Das kann dem einen oder anderem Revolverhelden schon mal dass Leben retten, denn sobald der Timer abgelaufen ist, ist das Spiel aus. Zeitbonus gibt es auch für jedes abgeschossene Wanted-Plakat, auf dem Jesses Kopf prangert.
Rauchende Colts, coole Westernmusik und simple Steuerung
Hier herrscht die typische Bedienung des Controllers, wie wir sie von anderen Lightgun-Shootern her kennen. Die Steuerung ist einfach gehalten und man hat sich schnell eingespielt. Das Fadenkreuz dient zum zielen und wird mit dem linken Stick gesteuert. Geschossen wird mit der R1-Taste oder der X-Taste. Um aus der Deckung zu gehen, wird der Kreis Button oder die L1-Taste betätigt. Beim letzteren, lässt sich im Menü dies auch umkehren, was soviel heißt, um in Deckung zu gehen, wird der Kreis Button benutzt. Sobald Jesse in Deckung geht, ist er geschützt und kann in Ruhe seine Waffe nachladen. Während dieser Zeit, kann er nicht getroffen werden, im Gegenzug kann er aber auch nicht Schiessen. Um sein Fadenkreuz mittig im Bildschirm wieder zu zentrieren wird einfach die L2-Taste angetippt. Im Hintergrund läuft eine schöne Westernmusik, die eine richtige Cowboy-Atmosphäre aufkommen lässt. Feinste Gitarrenklänge bekommt der Spieler hier zu hören. Die Grafik ist auch nicht zu verachten. Hier gibt es eine Menge netter Animationen. So rollen mal Strauchbündel über das Spielfeld oder ein Klavierspieler klimpert eine schwungvolle Melodie in der Bar. Es ist mal was völlig anderes sich im Wilden Westen durchzuballern, als nur immer gegen Polizisten und dergleichen zu kämpfen. Im Spiel lässt sich alles Mögliche mit dem Revolver zerschießen. Kisten, Schnapsflaschen, Aschenbecher, Tassen und jede Menge anderer Dinge. Sogar die Hüte von den Cowboys lassen sich von deren Kopf mit etwas Zielwasser wegblasen.
Fazit
Mit 'Gunfighter 2: Revenge of Jesse James' ist endlich ein gelungener Lightgun-Shooter auf dem ohnehin schwachbesetzten Shooter-Markt angekommen. Die Steuerung lässt sich mit dem Controller gut bewältigen, was aber mit einer passenden Lightgun bestimmt noch leichter und realistischer umgesetzt hätte können. Beeindruckend ist auch die Westernkulisse mit ihrer dazu passenden Musik.
Mit 'Gunfighter 2: Revenge of Jesse James' hat Namco, die die bekannte Shooter-Serie Time Crisis veröffentlicht, ernsthafte Konkurrenz bekommen, denn die Entwickler haben mit dem Titel bewiesen, dass es auch andere gute Spiele des Genres gibt. Fans von Lightgun-Shootern sollten jetzt schnellstens zugreifen und die virtuellen Colts dampfen lassen.
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