Gesamtwertung67%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Pünktlich zu Weihnachten, kommt mit dem Film Harry Potter und die Kammer des Schreckens auch die Game-Umsetzung auf den Markt. Ob das Action-Adventure von EA-Games und Warner Bros auch so beliebt wird, wie der Film und ob sich ein Kauf lohnt, wird sich in unserem Test zeigen.
Das Abenteuer geht in die zweite Runde...
Harry ignoriert die Warnungen von Dobby dem Hauself von Hogwarts, dass es bei seiner Rückkehr nach Hogwarts zu einer Katastrophe kommen würde, und wird in seinem nunmehr zweiten Jahr an der Zaubererschule schnell eines Besseren belehrt. Harry befindet sich schon bald inmitten einer dunklen Verschwörung gegen seine 'Schlammblüter'-Kameraden. Steckt Draco Malfoy, der blonde Bengel, der ja schon Harrys Wiedersacher aus dem ersten Teil war, hinter der Sache, oder treibt etwas viel Schlimmeres hier sein Unwesen? Mit Hilfe seiner alten Freunde Hermine, Ron, Hagrid und seiner Eule Hedwig, schlüpft der Spieler in die Rolle von Harry Potter und lernt neue Zaubersprüche, die ihm bei seinem Bestreben, den 'Erben der Slytherin' zu entlarven, nützlich sein werden.
Zum Start des Spieles muss man einige leichte Einübungsarbeiten machen, wie den Garten von Gnomen säubern, was auch ziemlich viel Spaß macht oder sich mit einer verzauberten Waschmaschine, die mit Schaumkugeln auf Harry feuert ein Gefecht liefern. Nach der ersten Nacht geht es gleich durch den Kamin in die Stadt, um Sachen für die Hogwarts-Schule zu kaufen, die Harry zum lernen braucht und nebenbei andere Dinge zu erledigen.
Weiter gehts im fliegenden Auto zu der Schule der Zauberer, wo man gleich einen Test im Fliegen mit dem Besen ablegen muss, der allerdings mehr als leicht ist. Wie es in Adventure-Games üblich ist, sollte man im Spiel alles untersuchen und betrachten, was einem in den Weg kommt.
Bei Harry Potter, gibt es viele interessante und vor allem nützliche Utensilien, wie zum Beispiel Bertie Botts Bohnen, Zauberergeld, Schokofrösche und Bildkarten zu finden und,natürlich auch zu nutzen. Die Bohnen, die es in allen Geschmacksrichtungen gibt, kann man in Fred´s und Georges Laden, in allerlei Gegenstände wie Stinkbomben und Zaubertrankzutaten einwechseln.
Schokofrösche die man oft in Kisten findet, laden wieder Eure Kraftanzeige auf. Die Bilderkarten, auf denen verschiedene Magier abgebildet sind, kann man mit den anderen Hogwartsschülern tauschen. Hat man 10 Karten zusammen, wird die Kraftanzeige ebenfalls erneuert. Das Zauberergeld, auch Sickel genannt, braucht man in der Winkelgasse, um in den jeweiligen Geschäften einzukaufen.
Dabei sind 29 Knuts ein Sickel, und 17 Sickel ergeben wiederum eine Galleone. Mr. Potter muss jeden Tag neue Aufgaben lösen, diese kann man unter dem Erriner-Mich durch drücken der Select-Taste einsehen. Sind alle Tagesaufgaben geschafft, kann man noch nach Lust und Laune die Gegend erkunden und weiterforschen, oder seine gesammelten Bohnen in Utensilien umtauschen. Aber auch der stärkste Held wird irgendwann einmal Müde und muss Schlafen gehen. Sollte er das nicht tun, wird er am nächsten Tag nicht fit genug sein, um neue Aufgaben lösen zu können. Aber auch das Zaubern will gelernt sein, und hat seine eigenen Regeln.
Beim Zaubern ist nämlich die richtige Wahl der Dosierung der Zauberkraft sehr wichtig. Sollte man den Zauberspruch durch betätigen der jeweiligen Taste zu lange anwenden, wirkt sich das Abrakadabra rückwirkend auf unseren Held aus. Harry wird dann selbst getroffen und seine Kraftanzeige verringert sich. Harry Potter-Fans werden das Hogwartsgelände sofort wieder erkennen, daran hat sich nämlich nichts geändert. Bei der Grafik haben die Entwickler respektvolle Arbeit geleistet, denn die Umgebungen mit Häusern und Bäumen, rund um Hogwarts sind gut gestaltet und man fühlt sich mitten ins Geschehen hineinversetzt. Beim Sound kommt die Hintergrundmusik richtig gut an, denn bei den entsprechenden Situationen, wenn zum Beispiel Gefahr droht, bekommt man eine Gänsehaut und es wird einem ganz schön gruselig.
Die,deutsche Sprachausgabe wartet desweiteren zwar mit deutschen Untertiteln auf, diese werden aber nicht wirklich benötigt. Die Steuerung ist recht einfach zu bedienen und man dürfte keine Probleme damit haben, Harry sicher durch dass Spielgeschehen zu führen.
Der Zauberlehrling wird mit dem linken Analog-Stick über den Bildschirm bewegt, wobei eine richtige Dosierung den gewünschten Effekt bringt. Drückt man den Stick z.B. langsam und vorsichtig in eine Richtung, schleicht Harry geräuschlos umher, drückt man hingegen etwas fester, geht Harry mit Schrittgeschwindigkeit.
Wenn Ihr es aber eilig haben solltet, dann muss nur der Stick bis zum Anschlag bewegt werden und der kleine Zauberschüler fängt an zu laufen. Die einzelnen Tasten wie Kreis, Dreieck und Quadrat lassen sich mit den verschieden Zaubersprüchen und anderen Funktionen individuell nach Wunsch des Spielers belegen.
So kann sich jeder seine eigene Tastenkombination selbst festlegen. Sollte mal ein schmaler Vorsprung kommen - kein Problem, man muss sich einfach an die Mauer drücken und weiter gehts. Diese Variante hat auch noch einen Vorteil, man kann mit Hilfe der L1 Taste um die Ecken schauen, was sehr hilfreich sein kann, wenn man unentdeckt bleiben will. Um ein Ziel anzuvisieren, benutzt man die R1 Taste, wobei dann eine Markierung am Ziel erscheint und es zum Abschuss freigegeben ist.
Auch sonst ist der Spielverlauf recht einfach. Um zum Beispiel Abgründe zu überwinden, braucht man einfach darauf zuzulaufen, den Rest übernimmt dann schon der CPU. Ziemlich nervenaufreibend sind allerdings die langen Ladezeiten, die oft bei betreten neuer Räume und zwischen den Video-Sequenzen auftreten. Das trübt den Spielspass ungemein. Wer also Harry Potter Fan ist, und etwas leichtere Adventures mag, sollte sich trotzdem das Spiel holen, den Harry Potter Fans werden mit Sicherheit auch (wie im Film) mit in den Zauberbann gezogen.
Harry Potter 2 im Test.
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