Gesamtwertung84%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Noch vor dem zweiten Kinofilm von Herr der Ringe haben wir von Electronic Arts das Actionspiel getestet. Ob das Phantasieabenteuer auch auf Spielkonsolen überzeugen kann, werden wir in diesem Bericht aufdecken...
Herr der Ringe: Die zwei Türme für die PlayStation 2 wurde schon nach den ersten Bildern als eines der großen Highlights in diesem Jahr abgestempelt. Wir hatten das Glück, den Titel schon im Sommer als Preview-Version anspielen zu können, um heute den absoluten Vergleich ziehen zu können.
Die Geschichte geht weiter...
Electronic Arts hat sich entschieden, auch einige Spielzüge aus dem ersten Teil zu übernehmen, damit der Spieler die Möglichkeit hat, sich nochmals in die Materie einleben zu können. Der Beginn der Geschichte ist ein spannungsgeladenes Intro, das direkt aus dem Kinofilm genommen wurde. Noch während dem Einführungsfilm, bei dem sich der Spieler entspannt zurücklehnt, wird er plötzlich mitten rein in den Kampf versetzt und darf direkt mit schlagkräftigen Attacken überzeugen. Als wir das erste Mal die Szene spielten, mussten wir doch ein wenig verdutzt rein schauen, dass es so schnell und vor allem ohne langes Einüben oder Tutorial an die Sache ging.
Der Spieler hat die Möglichkeit, zwischen drei Figuren auszuwählen. Dabei kann er mit dem kleinen, jedoch sehr durchschlagskräftigen Zwerg Gimli, dem Bogenschütze Legolas sowie dem tapferen Waldläufer Aragorn spielen. Jeder Charakter hat seine individuellen Eigenschaften und kann in verschiedenen Levels je nach Spezialattacke besser auftrumpfen.
Generell sind die Bewegungen der Spielfiguren ziemlich gleich und stellen nur sehr wenig Unterschiede dar. Im Laufe der Geschichte wird eure Spielfigur immer stärker und erhält unterschiedliche Goodies. Falls ihr während dem Spiel bemerkt, dass der ausgewählte Charakter nicht euren Erwartungen entspricht, könnt ihr ihn einfach gegen ein anderes Teammitglied austauschen.
Und genau jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, an dem Herr der Ringe: Die zwei Türme den größten Kritikpunkt von uns erhält: die Linearität! So hat der Spieler nur eines zu tun: Kämpfen, Kämpfen und nochmals Kämpfen. Das Gameplay kann lediglich durch die geniale Story sowie der grafischen Leistung überzeugen. Denn falls der Titel nicht die hohe Priorität hätte, die Electronic Arts dem Spiel durch Werbekampagnen und Aktionen verlieh, wäre er ziemlich langweilig gestaltet und erinnert an sture Metzel-Games wie beispielsweise Dynasty Warriors. Schon damals auf der Spielvorstellung in Leipzig, fiel uns die Linearität beim Probespielen auf.
Einzig und allein kleine Aufgaben, die jedoch nicht zu schwer sind und kaum anspruchsvoll wirken, muss der Spieler im Laufe der Story lösen. Ansonsten gilt es, die geniale Geschichte nach zu spielen, die demnächst auch als Kinofilm anlaufen wird.
Atemberaubende Grafikeffekte!
Wahnsinnige Grafik, geniale Effekte... meinte unsere Redaktion, als wir den Titel anspielten. Und in der Tat, Electronic Arts gab sich sehr viel Mühe und holte aus der PlayStation 2 eine Qualität raus, die wir nur in den wenigsten Spielen bis dato sahen. Erstmals in der Geschichte der Konsolenspiele hat man es erfolgreich geschafft, Filmszenen und Spielszenen zu vereinen.
So sieht der Spieler einem Filmabspann zu und direkt danach oder gar zeitgleich springt die Filmgrafik in die Echtzeit-Spielgrafik um und der Konsument steuert seine ausgewählte Figur.
Dieser Umsprungeffekt ist einmalig und wir haben im gesamten Spiel nur riesige Augen gemacht. Auch die Echtzeitdarstellung wirkt absolut detailliert und kann überzeugen. Die Charaktere wurden teilweise so gut in Szene gesetzt, dass es manchmal vorkommt, dass der Beobachter kaum unterscheiden kann, ob es nun Film- oder Spielgrafik ist. Auch die Gegner sind dem Kinofilm nachgeahmt und vermitteln nicht nur für Kenner des Buchs die Einbindung zur Story.
Der Hintergrund wirkt der jeweiligen Szene angepasst, wobei es doch bei den hitzigen Gefechten zu leichten Grafikfehlern kommen kann. So verschwindet das Schwert von Legolas in der Steinmauer oder Pfeile stecken physikalisch unkorrekt auf dem Boden, beziehungsweise an Wänden. Da diese Fehler, sofern man diese so betiteln darf, kaum das Spiel beeinträchtigen, fällt die Bewertung für die technische Leistung natürlich sehr gut aus.
Soundtechnisch bietet Electronic Arts bewährte Adventure-Klänge, die auch im ersten Kinofilm eingesetzt wurden. Die Effekte beim Kampf wirken souverän und der Spieler fühlt sich mittendrin, statt nur dabei. Letztendlich bietet die musikalische Untermalung nur positives, so dass wir ein Ausnutzen einer guten Musikanlage empfehlen können.
Herr der Ringe: Die zwei Türme im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Stormfront Studios?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.