Iron Aces 2 - Birds of Prey

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
THQ
Entwickler
Xicat Interactive
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
12
Iron Aces 2 - Birds of Prey [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

62%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Iron Aces 2 - Birds of Prey

„Wir lassen einen fliegen“, dachte sich THQ und brachte für die „Playstation 2“ Iron Aces 2: Birds of Prey an den Start, um den Gegnern das Fürchten zu lehren.

Die Story ist schnell erzählt

Als Spieler klemmt man sich hinter den Steuerknüppel eines „stählernen Adlers“ und bekommt die Möglichkeit in diversen Missionen dem Gegner zu zeigen, aus was für einem Holz man geschnitzt ist. Man beginnt im 2. Weltkrieg und kämpft sich durch 35 Missionen, bis in die heutige Zeit. Hierbei stehen einem auch 35 Flugzeuge zur Verfügung. Dabei fliegt man nicht nur für ein Land, sondern wechselt die Fronten. Mal ist man Amerikaner, dann Japaner, Engländer und manchmal sogar Deutscher. So gesehen, ein „Multi-Kulti“ Game.

Im Hauptspiel (Easy, Normal oder Hard) geht es eigentlich immer nur um das Eine: Die Mission erfüllen. Das kann auch bedeuten, dass man noch nicht alle Gegner „runtergeholt“ hat, aber trotzdem die Mission an sich schon geschafft hat. Man wird dann vor die Wahl gestellt, ob man weitermachen möchte oder doch lieber zum Hangar zurückkehren möchte.

Um den Feind immer im Auge zu haben, dient das Radar, welches sich links oben im Bild platziert. Wenn man einen größeren Überblick über das Kampfgeschehen haben möchte, sollte man kurz auf „Start“ drücken und auf das „Second Radar“ gehen. Die Gegner stellen sich nicht gerade intelligent an und sind einfach zu bezwingen. Hilfreich ist das Seitenruder, welches der Spieler mit „R2“ und „L2“ bedienen kann.

Aber schon hier lässt der „eiserne Vogel“ ganz schön Federn. Zwar sagt man, wenn das Spiel beginnt: „Es sieht ja eigentlich ganz nett aus.“, aber das wird sich sehr schnell ändern. Spätestens, wenn man den ersten Gegner abgeschossen hat.

Er beginnt zu qualmen, die Maschine geht in einen Sinkflug und dann kommt eine unansehnliche Explosion, gefolgt von einem Ruckeln. Schlimmer wird es, wenn man Missionen am Boden hat. Attacken gegen Panzer. Schon im Anflug, merkt man, dass die Framerate schon stark in die Knie geht.

Eröffnet man allerdings das Feuer auf einen „Tank“ und er explodiert, reichen sich in diesem Augenblick Grafikfehler und extremes Ruckeln die Hände.

Die Bodentexturen wirken aus der Luft schon etwas trist. Der Eindruck ändert sich auch dann nicht, wenn man die Flughöhe senkt. Verwaschen und lieblos fällt mir da ein. Was dagegen akzeptabel wirkt, ist der Himmel, Lichteffekte und die Flugzeuge. Es sieht schon gut aus, wenn man durch die Wolkendecke nach oben bricht und sich die Lensflares in der Cockpitscheibe brechen. Die Flieger sind gut modelliert und haben den originalen Anstrich. Der Ton ist genauso wichtig. Allerdings darf man hier auch keine Glanzleistung erwarten. Die Musik hört sich eigentlich recht gut an. Halt eben recht militärisch. Aber nach der zwanzigsten Mission ist es schon ein wenig öde und der Spieler hat nicht das Gefühl, in neue Musikdimensionen zu fliegen.

Eine Sprachausgabe gibt es nur begrenzt. Zwar sind in den Menüs viele Texte, davon wird aber nichts vorgelesen. Wäre aber auch nicht schlimm. Wir können ja alle lesen. Allerdings ist das Game komplett in Englisch gehalten. Ist aber auch kein Problem, da wir ja alle englisch sprechen und lesen können. Oder etwa nicht? Ich habe ja gesagt, dass es eine Sprachausgabe gibt.

Diese spielt sich nur im Kampf ab und begrenzt sich auf folgende Worte: „Target Hit“, „Huaha“, „Move on to the next target“, „Mission Complete“. Was bin ich froh, daß ich “Dolby Surround” habe. Free Battle? Was ist das? Nun, hier kann man in irgendeine Maschine steigen und gegen irgendeine Maschine, die man vorher ausgesucht hat, antreten. Dabei spielt das Zeitalter keine Rolle. Der Spieler kann mit einem alten Huhn, gegen einen jungen Habicht antreten.

Einstellbar sind hierbei die Zeit und die Anzahl der Gegner (bis zu acht Stück), den Schwierigkeitsgrad (Easy, Normal, Hard) und die Spielzeit (von 1 bis zu 20 Minuten). So gesehen eigentlich eine sehr lustige Idee. Hätte dieses Spiel einen 2-Spieler-Modus, wäre es noch lustiger.

Allerdings empfehle ich erst mal das Spiel durchzuspielen, ansonsten hat man hier nicht gerade die große Auswahl an Gegnern. Die Steuerung ist ganz gut. Wenn man andere Maschinen bekommt, merkt man schon ein verändertes Flugverhalten. Wäre ja schlimm, wenn sich eine „Spitfire“ genauso lenken lassen würde, wie ein „Tornado“. Die Optionen sind äusserst mager. Lediglich die Steuerung (2 Varianten möglich) und „Vibration´s On/Off“ lassen sich einstellen.

Fazit

Nun, eines ist klar: Der Thron von „Ace Combat 4: Distant Thunder“ wackelt in keinster Art und Weise. Vielmehr bemüht sich Iron Aces 2 den Anschluss zum Mittelfeld nicht zu verlieren, was sich selbst bei näherer Betrachtung des Games als schwierig erweisen dürfte. Grafik, Sound, Optionen, geringe Gegnerintelligenz und die fehlende deutsche Übersetzung runden den bitteren Nachgeschmack ab. Einzig Fans von klassischen Flugzeugen, wie der berühmten „Spitfire“, dürften ihr Herz für dieses Spiel erwärmen können. Anderen „Luftikussen“ und „Himmelsakrobaten“ empfehle ich dringend ein Probespielen im Gameshop des Vertrauens, bevor ein Kauf getätigt wird.

Iron Aces 2 - Birds of Prey [PS2 , looki.de]

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