Gesamtwertung79%/10 |
GrafikBefriedigend SoundAusreichend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
In den 90er Jahren erschienen zahlreiche Beat´em-Ups für SNKs Edelkonsole Neo Geo, die die Fans mit für damalige Verhältnisse bombastischer Grafik begeisterten. 1994 kam der erste Teil einer Serie auf den Markt, die inzwischen Kultstatus genießt und von einer treuen Anhängerschar am Leben gehalten wird: The King of Fighters, kurz KoF. Vor einigen Monaten wagte man mit KoF: Maximum Impact den Sprung in die dritte Dimension, jetzt legt Ignition Entertainment mit einer PS2-Umsetzung von KoF 2002 nach.
King of Fighters 2002 (10 Bilder)
Schon der Auswahlscreen macht klar, dass sich KoF 2002 zumindest was die Zahl der spielbaren Charaktere betrifft kaum hinter aktuellen Prüglern verstecken muss: Zu Anfang stehen 13 Teams mit jeweils 3 Kämpfern aus allen Teilen der Welt zur Verfügung, ein weiteres Team lässt sich im Laufe des Spiels ebenso freischalten wie eine kleine Galerie. Das macht also unterm Strich 42 verschiedene Fighter, alle mit eigenen Specials, Outfits und Sprachsamples. Leider bleiben sie alle etwas blass, denn eine wirkliche Hintergrundgeschichte sucht man vergebens. Auch bei den Spielmodi sieht es im Vergleich zu aktuellen Genrevertretern eher mager aus: Neben einem Singleplayer-Mode, einem Practice-Mode und Challenges wie Time Attack und Survival gibt es nur noch den für die Serie obligatorischen Teamplay-Mode. Darin stellt ihr eine Gruppe von drei Kämpfern zusammen, die dann gegen drei Computergegner antreten. Geht euer erster Fighter zu Boden, wird mit dem zweiten weitergezockt, bis alle Mitglieder eines Teams geschlagen sind. Ein weiterer Unterschied zu anderen Beat´em-Ups ist, dass ihr vor die Wahl gestellt werdet, welches von zwei Teams ihr im nächsten Match bekämpfen wollt. Auf diese Weise könnt ihr besonders unangenehmen Gegnern einfach aus dem Weg gehen.
Damit ihr euch nicht alle Specials merken müsst, könnt ihr jederzeit eine Liste aller Moves für euren jeweiligen Recken einblenden. Zwischen dem Schwierigkeitsgrad bei der Ausführung der Bewegungen und deren Anzahl gibt es von Fighter zu Fighter große Unterschiede, weshalb sowohl Einsteiger als auch echte Profis auf ihre Kosten kommen dürften. Denn während einige Kämpfer schon bei relativ simplen Joypadkommandos mit Feuerbällen um sich werfen, sind andere deutlich schwerer zu beherrschen und benötigen viel Geduld und Können, um die richtigen Combos im richtigen Moment zu verlinken. Das gilt insbesondere für die alles vernichtenden Super Special Moves und die Maximum Super Special Moves: Um sie ausführen zu können, muss euer Held zunächst mit einigen gelungenen Treffern einen Balken auffüllen, der in der unteren linken Ecke eingeblendet wird. Reiht ihr dann die richtigen Viertel- und Halbkreisbewegungen aneinander, könnt ihr euren Gegner mit einer nett animierten Combo ungespitzt in den Boden rammen. An dieser Stelle gibt es allerdings auch einen kleinen Kritikpunkt: Die Moves lassen sich mit dem PS 2-Pad zwar mit einiger Übung ausführen, an die hervorragende Spielbarkeit mit den Joyboards des Neo Geo reicht das Digipad aber nicht ganz heran. Eine Rolle dabei spielt sicher auch, dass KoF 2002 leider nur mit dem Steuerkreuz gespielt werden kann, nicht mit den Analogsticks.