Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Lange ist es her, da brachte Contrail auf der PSOne 'The Legend of Legaia', das Spiel war ein ganz brauchbares RPG und fand seine Fans vor allem in Japan. Jetzt ist der zweite Teil für die PS2 mit besserer Grafik für die Fans erschienen .
In 'Legaia 2:Duel Saga' schlüpft man in die Rolle des jungen Helden Lang und begleitet ihn in einer spannenden Story im Kampf gegen Monster und Dämonen. Lang wurde als Findelkind an einem Seeufer nahe des Dörfchens Nohl gefunden und von den dortigen Bewohnern aufgezogen. Nohl liegt inmitten von Wäldern und Bergen, mit einem kleinen See. Es existieren nur wenige Menschen in Nohl und alle leben in einer sehr familiären Atmosphäre. Sie alle beziehen ihre Energie aus dem kleinen See, über dem ein geheimnisvoller Stein schwebt, der das Wasser rein hält und den Menschen das Leben ermöglicht. Doch als eines nachts dieser Stein von einem Furcht einflößenden Dämon gestohlen wird, droht den Bewohnern von Nohl der Untergang. Ein Grund mehr für Lang, sich auf den beschwerlichen Weg zu begeben, um den Stein zurückzuerobern und seine wahre Herkunft zu ergründen. Zu den Besonderheiten des Spiels gehört unter anderem, dass man sich bei Diskussionen oftmals zwischen verschiedenen Antworten und Reaktionen entscheiden kann und damit teilweise den Spielverlauf und die Story entscheidend beeinflusst, es handelt sich nämlich um RPG-Standardkost. Das bedeutet, dass der Held namens 'Lang' in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, in ihm allerdings viel mehr Fähigkeiten schlummern als man anfangs vermuten mag. Ein feindlich gesinnter Fremder mit unglaublichen magischen Fähigkeiten, der eines Tages in unserem Heimatdorf erscheint, soll schon bald Licht ins Dunkel der Vergangenheit bringen. Man schwört also Rache und macht sich auf, um Antworten zu suchen und auch die Herkunft des mystischen Zeichens auf der Brust des Helden zu erforschen....
Auch anno 2002 kann Legaia 2 technisch nicht mit Genregrößen wie Final Fantasy 10 mithalten. Was allerdings nicht bedeutet, dass die Welt des jungen Starshapers Lang unansehnlich wäre. Im Gegenteil: Die fantastisch animierten Kämpfe im John-Woo-Stil wissen ebenso wie die liebevoll gestalteten Figuren zu gefallen; nur fehlt eben der gewisse Wow-Effekt. Die Geschichte ist schlicht, aber effektvoll inszeniert und weckt durch die ausführlichen englischen Dialoge sowie das symphatische Charakterdesign schnell das Interesse des Spielers.
Im Gegensatz zu Final Fantasy 10 hat man es hier jedoch mit einem klassischen Rollenspiel alter Nippon-Schule zu tun. Das heißt: riesige Dungeons, harte Kämpfe, viele Geheimnisse und ein ausgefuchstes Kampfsystem, das selbst nach dem tausendsten Zufallskampf noch Spaß macht.
Das Tactical Arts-System des Vorgängers ist auch hier zu finden und um einige Features erweitert worden. Immer noch gilt es, mittels der richtigen Kombination der Gamepad- Buttons innerhalb der strikt rundenbasierten Kämpfe Martial- Arts-Kombos herauszufinden. Diese sind ein wahrer Augenschmaus und können zu machtvollen Super-Kombos verknüpft werden, was in Bildschirm-erschütternden Kampfszenen mündet. Natürlich darf auch Magie nicht fehlen, die ähnlich wie die Aufrufzauber der Final Fantasy-Serie gehandhabt wird.
Legaia 2 erfindet also das Rad nicht neu, sondern stützt sich auf altbewährte RPG-Elemente und Techniken. Dieser Mangel an Innovation wird aber von der sehr guten Story wieder ausgeglichen, auch wenn man ähnliche Geschichten schon hundertmal in verschiedenen Rollenspielen durchlebt hat. Die Charaktere wachsen einem auf anhieb ans Herz und man möchte einfach wissen wie die Geschichte des Helden weitergeht.
Legaia 2:Duel Saga im Test.
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