Looney Tunes: Back in Action

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Warthog PLC
Erscheinungsdatum
-
Genre
Action
USK
0
Looney Tunes: Back in Action [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

67%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Mangelhaft

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Befriedigend

Looney Tunes: Back in Action

Mit einem vermeintlich wertlosen blauen Diamanten versucht Duffy Duck seinen Chef, welcher kein geringer als der ACME-Präsident ist, zu überreden ihm endlich die gewünschte Superheldenrolle zu geben. Dieser zeigt jedoch sein wahres Gesicht und nimmt Duffy’s Geschenk dankend an, indem er sich den Diamanten schnappt und durchs Fenster türmt. Wie sich herausstellt, ist der irrtümlich wertlose Edelstein alles andere als unnütz und hat die besondere Fähigkeit, Menschen in kleine, lila Affen zu verwandeln. Und die Rolle als Superheld? Die schreibt Duffy jetzt selbst, in dem er sich mit seinem langohrigen Freund Bugs Bunny auf die Suche nach dem wertvollen Diamanten macht. Folgend zieht es den Akteur in fünf verschiedene Welten, deren Vielfalt von den ACME Studios über Paris bis hin zur Area 52 reicht.

In den einzelnen Abschnitten warten Äffchen, die gefangen werden müssen. Bis dorthin ist es jedoch meist ein langer Weg, der glücklicherweise nicht allein bestritten werden muss. Wahlweise agiert der Spieler mit Duffy oder Bugs durch die dreidimensionalen Welten. Ähnlich wie bei Resident Evil Zero genügt ein einfacher Tastendruck aus, um in die Rolle des Begleiters zu schlüpfen. Der größte Unterschied besteht jedoch darin, dass der zweite im Bunde nicht immer nachgezogen werden muss. Dafür zuständig sind große blaue Briefkästen, die neben ihrer Checkpointfunktion auch den anderen Charakter ausspucken, wenn sie geschlagen werden.

Spielerisch unterscheiden sich beide Protagonisten in ihren Kostümen, als auch in ihren Aktionen. Um in einem Level weiter zukommen, müssen sich Duffy und Bugs nicht selten verkleiden.

Während sich Duffy Duck gern in ein Heldenkostüm wirft, um für eine Weile unbesiegbar zu werden, zieht Bugs Bunny beispielsweise Spionagekostüme vor, mit deren Hilfe er versteckte Plattformen ausfindig machen kann. Im gesamten Spielverlauf warten noch weitere Kostüme darauf, von den beiden Helden angezogen zu werden.

Die unterschiedlichen, spielerischen Aspekte beziehen sich auf das Sprungvermögen und die eingesetzten Waffen. Auf der einen Seite kann Duffy einen normalen Sprung ausführen und folgend den einen oder anderen Meter flatternd in der Luft überwinden, auf der anderen Seite wurde Bugs ein Doppelsprung sowie die Fähigkeit des Grabens in die Wiege gelegt. Somit kann keiner auf den anderen verzichten und auch ein Hauch Taktik lässt sich nicht abstreiten. Leider unterscheiden sich die Waffen der beiden Charaktere nur optisch, so hat ein Schlag mit der Pfanne den gleichen Effekt wie der Einsatz des hölzernen Vorschlaghammers.

Die bereits erwähnte Affenjagd ist das Hauptziel in den einzelnen Locations, des Weiteren bieten Pokale, Vogelfuttertüten und andere Gimmicks Unterhaltung für Sammelbegeisterte. Und nebenbei? Da wird fleißig Geld einkassiert. Wer bisher dachte, das Geld lege nicht auf der Straße, muss sich hier eines besseren belehren lassen. Ausserdem springt beim Hüpfen auf Autos und beim Zerschlagen von kostbaren Statuen Bares für den Akteur raus. Hat der Spieler ein beachtliches Sümmchen auf dem virtuellen Konto und sämtliche Affen der aktuellen Welt gefangen, so kann er eine teure Taxireise in Kauf nehmen, um zum nächsten Einsatzort zu reisen.

Ein nennenswerter Pluspunkt ist die intuitive Steuerung, die leicht von der Hand geht. Mit einem Stick wird der Charakter gelenkt, mit dem anderen die Kamera positioniert, welche jedoch einige Probleme mit sich bringt. So lassen sich einige Ecken im Level nur in der Ego-Perspektive betrachten. Auch kann es vorkommen, dass die Kameraposition in einigen Passagen nicht veränderbar ist, was jedoch durch ein kleines Symbol angezeigt wird. Das Übersehen von wichtigen Objekten gehört durch die genannten Punkte zu keinem Seltenheitsfall.

Neben der gelungenen Musikuntermalung die das Spielgeschehen begleitet, lockern freche Sprüche und Dialoge der beiden Hauptdarsteller die Abenteuer auf. Die überdurchschnittliche Menge an Sprachsamples kann auch während des fünften Auftretens eines Spruches das ein oder andere Schmunzeln im Gesicht des Spielers hervorrufen. Somit kann das komplett in Deutsch gehaltene und mit originalen Stimmen bestückte Spiel akustisch trotz durchschnittlicher Sounds überzeugen. Auch die Grafik weist ein zweiseitiges Bild auf. Sämtliche Charaktere sind liebevoll gestaltet und schön anzusehen, während das gesamte Umfeld in den Videosequenzen eher mager aussieht.Bunt gestaltete Level und gelungene Wassereffekte ähnlich wie bei „Super Mario Sunshine“ wissen zu überzeugen. Ein paar detailiertere Texturen hätten der Optik das Prädikat „Gut“ verliehen, so bleibt ein Jump’n’Run mit leicht überdurchschnittlicher Grafik.

Fazit

„Looney Tunes: Back in Action“ empfiehlt sich für jüngere Gamepad-Akrobaten sowie Fans der Comicvorlage. Ein etwas zu leicht geratener Schwierigkeitsgrad sowie eine mit fünf Stunden sehr zu kurz gekommene Spieldauer fallen beim eigentlich gelungenen Spiel schwer ins Gewicht. Desweiteren stürzte die GameCube-Fassung zweimal beim Laden ab und auch ein ungewollter, durch einen Bug verursachter Leverneustart, kam in der kurzen Zeit vor. Die genannten Gründe tragen Sorge dafür, dass Looney Tunes: Back in Action, wie die meisten Film-Versoftungen, sich unerkannt im Mittelfeld des Jump’n’Run Genres einreiht.

Looney Tunes: Back in Action [PS2 , Justgamers]

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