Gesamtwertung85%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Amerikanische Mitbürger kaufen Unmengen an Fast Food und Popcorn, das Interesse von vielen Millionen Menschen richtet sich auf ein Football Stadion in den USA. Dieses Verhalten lässt sich jedes Jahr einmal beobachten und zwar beim Superbowl, dem wichtigsten Sportereignis in den USA. Doch nicht nur die Amis sind verrückt nach dem Sport, auch bei uns wurde Football in den letzen Jahren immer populärer. Wie gut EA Sports den Kultsport auf der Playstation 2 simuliert, erfahrt Ihr in unserem Review.
Was ist neu?
Jedes Jahr präsentiert uns EA die neuesten Ableger ihrer Sportspielserie, auch Football ist dieses Jahr in Form von Madden 2003 wieder dabei. Es stellt sich natürlich die Frage nach den Neuerungen zum Vorgänger aus dem letzten Jahr. Auffallend ist zunächst ein deutlich erweiterter Franchise Modus, der die Möglichkeit bietet, das Team nach den eigenen Vorstellungen zu managen. Kaum eine Option wird dabei vermisst, vom Einkauf von neuen Spielern bis hin zur Mannschaftsaufstellung ist alles dabei. Logisch dass EA auch dieses Mal wieder die aktuellen NFL Kader bietet.
Weitere Verbesserungen sind flüssigere Animationen und ein etwas schnelleres Gameplay sowie die Möglichkeit, das Training differenzierter zu gestalten. EA hat es zudem geschafft, das Spiel auch für Einsteiger zugänglich zu machen. Durch den Easy Play Modus und umfassende Strategietipps von Altmeister John Madden kommen auch Einsteiger schnell zu Touchdowns und Field Goals. Denn Easy Play ermöglicht das Passen mittels angezeigter Hotkeys, außerdem wird dargestellt, ob die Anspielstation frei oder gedeckt ist.
Was ist negativ?
Fumble, Shotgun, Two Point Conversion und noch massenhaft andere Fachbegriffe mögen den Leuten in den USA schon in die Wiege gelegt sein. Hierzulande braucht man aber schon ein NFL Regelbuch, um wirklich alles nachschlagen zu können. Einsteiger werden in diesem Punkt im Stich gelassen, denn es gibt keine Regelkunde oder ähnliches im Spiel. Dies hat zur Folge, dass man immer wieder dieselben Spielzüge auswählt, so dass sich das Gameplay dann etwas eintönig gestaltet. Probiert man es dann doch mal mit einem anderen Spielzug, ist die Überraschung oft groß: Was macht denn der Quarterback da?. Schade daran ist, dass EA auch keinerlei Hinweise im Handbuch bietet, so spielt man vor sich hin, ohne dass sich einem die taktischen Finessen des Sports auch nur ansatzweise erschließen.
Was ist positiv?
Eigentlich der ganze Rest, denn sowohl die Trainingsmodi als auch das eigentliche Spiel sind einfach klasse umgesetzt. Die Atmosphäre des American Football wird einfach optimal vermittelt, besonders die absolut lebensechten und flüssigen Animationen der Spieler tragen hierzu einen großen Teil bei. Nicht zu unterschätzen ist auch der Sound, neben der fetzigen Menümusik ist auch der Stadionsound einfach nur fantastisch, grölende Fans und das Wummern des Subwoofers, wenn zwei Spieler zusammenkrachen, machen einfach Spaß.
Auch die Physik zeigt sich von ihrer besten Seite, der Ball springt glaubwürdig ab und die KI der Spieler ist hervorragend.
Grafisch gibt es sehr wenig zu meckern, ab und an fällt leichtes Kantenflimmern auf und auch die Zuschauer könnten besser animiert sein. Ansonsten ist die Grafik aber wirklich überzeugend und vermittelt einen überaus realistischen Eindruck des Sports. Auch bei wirklich vielen dargestellten Spielern kommt das Spiel nicht ins stocken, schick sind zudem einige Details wie spiegelnde Helme und die den realen Vorbildern nachmodellierten Gesichter.
Madden NFL 2003 im Test.
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