Gesamtwertung89%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Dass Maximo seine Wurzeln in Jahre alten Spielen hat, scheint man gleich bei der Story zu bemerken, denn diese ist keineswegs sonderlich einfallsreich oder beeindruckend. Eines Tages kehrt unser tapferer Ritter Maximo von einem Schlachtzug nach Hause, und muss feststellen, dass sein König getötet wurde. Verantwortlich für dieses Massaker ist der neue Herrscher Achilles, die zuvor rechte Hand des Königs. Und da dieser Bösewicht auch noch die Freundin von Maximo entführt hat, bleibt für unseren Helden nichts anderes übrig, als sie zu retten und gleichzeitig den bösen Tyrannen Achilles zu stürzen.
Maximo wird jedoch gleich in der in Spielgrafik gehaltenen Introsequenz von Achilles getötet, und trifft kurz danach auf den Tod persönlich. Dieser beschwert sich lustigerweise darüber, dass Achilles die Toten wieder auferstehen lässt und er als Sensenmann somit bald arbeitslos wäre. Daher gibt er Maximo sein Leben zurück und bittet ihn darum, so viele Seelen wie möglich zurückzubringen und Achilles zu stoppen.
Denn Maximo bietet dem Spieler eine absolut passende Mischung aus Kämpfen und der Suche nach neuen geheimen Arealen oder neuen Items. Habt ihr eine Welt zum ersten Mal durchgespielt, so könnt ihr sicher gehen, dass ihr noch mehrmals zurückkommen werdet. Zu Beginn hat unser Held nämlich aufgrund seiner noch eingeschränkten Fähigkeiten nicht die Möglichkeit, sämtliche Abschnitte eines Levels zu erreichen oder diese überhaupt zu entdecken. Dies macht sehr viel Spaß, denn erst nach und nach lassen sich die Welten und deren Geheimnisse entdecken und lösen.
Ähnliches gilt für die Items und Waffen von Maximo. Das Spiel stellt eine wahre Freude für Itemsammler dar, denn ihr findet in den Welten unter anderem Münzen, Rüstung, Spirits und Herzen, um nur ein paar zu nennen. Von großer Bedeutung sind die Todesmünzen: Diese sind gleichbedeutend mit einem Continue und sind dementsprechend schwer zu erlangen.
Auch im Bezug auf die Spezialfertigkeiten vom Maximo hat sich Capcom einiges einfallen lassen. So gibt es neben Schwertern (welche ihr auch noch verbessern und z.B. eine Zeit lang in ein Feuerschwert verwandeln könnt) noch ein Schild, welches ihr zu Beginn nur zum Blocken benutzen könnt. Später könnt ihr dieses z.B. auf Gegner werfen oder eure Rüstungsstärke verbessern lassen. Neben diesen Standardwaffen erlernt Maximo im Laufe des Spiels einige Spezialattacken, welche auf den richtigen Gegner angewendet verheerende Folgen haben können. So könnt ihr zum Beispiel eure Gegner mit Feuer oder Eis vernichten oder sogar einen ganzen Meteoritensturm auf sie Niederhageln lassen.
Diese Waffen und Items richtig auf die Gegner anzuwenden, stellt die eine große Herausforderung von Maximo dar. Ohne ein richtige Taktik uns sekundengenaues Timing habt ihr in den späteren Levels kaum Chancen gegen die Untoten, was aber ganz dem Stil der früheren Ghosts and Goblins - Spiele entspricht. Das richtige Mittel dagegen ist die Suche nach immer neuen Waffen und Spezialfertigkeiten, welche in den unmöglichsten Stellen der Welten versteckt sein können. Dies ist eindeutig der größte Pluspunkt von Maximo, denn die Freude, eine Level bestanden zu haben oder ein neues Geheimnis oder Item gefunden zu haben, ist bei dem Spieler in der Regel riesengroß. Daher wird sich bei vielen Spielern eine wahre Sucht auslösen, da die gelungene Mischung aus Suchen und Finden immer wieder für Motivation sorgt und euch somit tagelang an den Bildschirm fesseln wird.
Grafisch bietet Maximo keinen sehr realistischen Look, da das ganze Spielgeschehen auf eine comicartige Weise präsentiert wird. Dies tut dem Spiel allerdings nur gut, denn bei Maximo wird der Schwerpunkt eindeutig auf Spaß gelegt, so dass eine realistische Grafik wohl fehl am Platz wäre. Zwar glänz Maximo nicht mit einer Fülle von polygonverliebten Charakteren und einem perfekten Anti-Aliasing, kann aber in ganz anderen Bereichen überzeugen. Die Welten sind so farbenfroh, detailliert und abwechslungsreich, dass man das Gefühl hat, immer wieder in einer anderen Gegend herumzulaufen. Die Animationen von Maximo und hauptsächlich der Gegner sind schlichtweg überragend, und nicht selten wird man sich selbst schmunzelnd vor dem Fernseher finden. Denn es sind die kleinen, detailverliebten Dinge, welche Maximo zu einem besonderen Erlebnis machen und von der Masse abheben. Legendär sind die Szenen, in den denen Maximo sich in Boxershorts gegen die Untoten zur Wehr setzt oder wenn er verzweifelt versucht, sein in einem Baum feststeckendes Schwert wieder herauszuziehen.
Auch die Musik ist passend auf das Spielgeschehen abgestimmt. Die Melodien passen sehr gut zu den einzelnen Levels und verbreiten das richtige Feeling zur richtigen Zeit. Mal ruhig, mal spannend, aber immer passend zur Situation. Reine Arcademusik eben. Leider gibt es relativ wenig Soundeffekte, was hauptsächlich bei unserem Helden Maximo auffällt. Sprachausgabe ist auch nur sehr wenig vorhanden, stört aber kaum. Insgesamt hat Capcom eine gute Mischung aus alten Melodien der früheren Teile und neuen Stücken gefunden, die zwar keine musikalische Meisterleistung darstellen, aber auch nicht störend wirken.
Wer unser Interview mit Mark Rogers übrigens noch nicht kennt, kann es hier nachlesen.
Maximo im Test.
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