Gesamtwertung89%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Es ist der 6te Juni 1944. Ein Tag, der in die Geschichte eingehen wird. Und du bist dabei. Mittendrin. In einer Sardinenbüchse, die andere vielleicht Boot nennen würden. Die salzige, kalte Gischt schlägt immer wieder über die Bordwand. Dieses gemischte Geräusch aus Wellengang und Bordmotor weicht langsam den Todesschreien und Maschinengewehrsalven vor dir. Hinter dir brüllt der Bootsführer: Noch 30 Sekunden. Mhhmm, noch 30 Sekunden zu leben. Was macht man in dieser Zeit ? Einige sind starr vor Angst, andere schließen die Augen und schlagen apathisch mit dem Lauf ihrer Waffe gegen ihren Helm, andere übergeben sich. Ein Schrei holt dich aus deiner Lethargie: Vorsicht. Jäger auf 9 Uhr. Du siehst über die Bordwand und erlebst mit, wie ein deutsches Flugzeug im Sturzflug das Feuer auf ein Boot, keine 10 Meter neben dir, eröffnet. Eine Explosion, Feuer, umherfliegende Trümmer. Wieder der Bootsmann hinter dir: Noch 10 Sekunden. Du nimmst deine Waffe in Anschlag. Dein Herz schlägt dir bis zum Hals, als der Bug des Bootes auf Sand aufläuft und sich die Bordwand vor dir öffnet. Vor dem Boot schlägt eine Bombe ein. Die Druckwelle wirft dich von Bord. Im Wasser, um dich herum, siehst du deine Kameraden, wie sie versuchen mit ihrer schweren Ausrüstung gegen den Sog der Tiefe anzukämpfen, doch Maschinengewehrsalven, die sich blindlings durch das Wasser und ihre Körper bohren, beenden ihre Bemühungen. Du kämpfst dich an den Strand, wo dich ein höllisches Szenario erwartet. Verwundete Soldaten, viele verstümmelt. Sanitäter, die sich von Verletzten zu Verletzten arbeiten und entscheiden müssen, wer es wert ist, gerettet zu werden, oder wer hier seinen letzten Atemzug tun wird. Heute ist D-Day.
Damit habe ich jetzt versucht die Bildgewalt zu vermitteln, die auf einen zu kommt, wenn man Medal of Honor: Frontline zum ersten Mal spielt. Die Atmosphäre, die gleich von Anfang an auf den Zocker einwirkt, ist unglaublich. Man ist einfach gebannt von der grafischen Opulenz, dem Surround-Sound und der perfekten Inszenierung. Doch Electronic Arts Meisterwerk hat noch mehr zu bieten, als nur einen tollen Anfang.
Bei den gefährlichen Aufträgen hat man gelegentlich von alliierten Soldaten, Spionen oder Freiheitskämpfern Unterstützung. Schon hier zeigt sich die künstliche Intelligenz, denn in Gefahrensituationen verhält sich jeder anders. Manche stürzen sich mitten ins Kampfgetümmel, andere schätzen die Situation vorsichtig aus der Deckung ab und andere klappen psychisch total zusammen.
Die Story könnte man am besten gleich setzen, mit einer Mischung aus Indiana Jones und Der Soldat James Ryan, wobei ich den Letzteren sowieso zu dem Spiel als ergänzendes Videomaterial empfehlen würde.
Der Schwierigkeitsgrad variiert in drei Stufen, wobei Einfach auch schon einen gewissen Anspruch hat. Wer etwas schummeln möchte, hat direkt über Passwort seinen Cheat einzugeben und dann über Bonus freischalten. Hier schon eine kleine Hilfe, wem die Deutschen zu stark zusetzen: WHATYOUGET
Das zusätzliche Videomaterial und das kurze Making of runden den Gesamteindruck positiv ab. Hier wird dem anspruchsvollen Ego-Shooter-Fan kein Fast food vorgesetzt, sondern ein ausgefeiltes 5-Gänge Menü, dass seines Gleichen sucht. Das einzige was fehlt, ist ein Mehrspieler-Modus, in dem man zusammen kämpft gegen die deutsche Übermacht. Daher meine Empfehlung: Jeder, der schon 18 Jahre alt ist, eine PS2 besitzt und ein Herz für Ego-Shooter hat, sollte sich diesen Oberkracher nicht entgehen lassen, denn hier kriegt man mal zur Abwechslung was für sein hart verdientes Geld geboten...
In Seafight erforschst Du die abenteuerliche Karibik auf der Suche nach versteckten Schätzen und leicher Beute. 10.000 € auf den besten Spieler! zum Spiel...
Medal of Honor - Frontline im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Electronic Arts?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.