Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Fahrstuhl zum Mond
Es gibt Superhelden, an denen führt einfach kein Weg vorbei. Einer von diesen Helden ist Mega Man. Möchte man wissen, wie oft Mega Man als Videospiel erschienen ist, bräuchte man eine zuverlässige Suchmaschine sowie einen Taschenrechner. Aber diese Arbeit machen wir uns besser nicht. Stattdessen befassen wir uns mit dem achten Teil der X-Serie, Mega Man X8. Das Debüt auf der PlayStation 2 feierte Capcom bereits letztes Jahr mit Mega Man X7.
Die Geschichte ist schnell erklärt: Die Reploids - so heißen die Roboter hier - werden überraschend attackiert. Der Angriff gilt einem großen Projekt, einem Fahrstuhl, der die Reploids bis zum Mond befördern soll. Doch das böse Volk, die Mavericks, haben wieder einmal etwas dagegen und möchten den Fahrstuhl für Ihre Zwecke benutzen. Natürlich seid Ihr die Einzigen, die das Unheil stoppen können. Die Geschichte wird Euch in Anime-Sequenzen erzählt, dabei sind die Gespräche immer sehr kurz und leicht verständlich gehalten.
Mega Man, wie ihn jeder kennt
Inhaltlich offenbart Mega Man X8 keinerlei Überraschungen. Ihr habt drei Protagonisten zur Auswahl - Mega Man, Axl und Zero - und müsst Euch in jedem Level für zwei davon entscheiden. Natürlich unterscheiden sich die drei tapferen Reploids nicht nur optisch, sondern auch durch eigene Stärken und Schwächen. Mega Man verfügt über eine sehr starke Schusskraft, zeigt jedoch Schwächen durch die statische Schusshaltung.
Axl hingegen besticht durch seine präzise Schusstechnik, denn er kann auch diagonal schießen. Allerdings kann er dabei nicht gleichzeitig laufen, er muss still stehen, um seine Widersacher attackieren zu können. Dritter im Bunde ist Zero, ein Schwertkämpfer. Er spielt sich etwas schwieriger, da er aus der Ferne praktisch unbrauchbar ist und somit nur für den Nahkampf taugt.
Mega Man X8 spielt sich bis auf kleinere Veränderungen genauso wie seine Vorgänger. Habt Ihr den ersten Level überstanden, könnt Ihr zwischen verschiedenen Gebieten wählen oder einen Shop besuchen, in welchem Ihr Regenerationsobjekte und vieles weitere findet. In jedem Areal befindet sich auch ein Endgegner, der besiegt werden muss und zu Levelbeginn vorgestellt wird. Nicht selten begegnen Euch diese Bösewichte mehrmals im Level oder treiben Euch durch das ganze Gebiet.
Wer den Level erstmal durchlaufen hat, kann sich dann auf einen harten Kampf einstellen. Nicht selten ist es der Fall, dass Ihr beim ersten Treffen nicht die richtige Taktik wählt und der Kampf dadurch hoffnungslos verloren geht. Allerdings gibt es hier auch eine kleine Hilfe: Ebenfalls zu Beginn eines Levels könnt Ihr Euch für eine Hilfsperson entscheiden. Die eine kennt z.B. das Gebiet wie Ihre Westentasche, die andere kennt sich mit Bosskämpfen aus und eine andere hat von beidem ein wenig Ahnung.
Retro-Gameplay in 3D
In den Levels selbst geht es nur darum, Gegner abzuballern und viele Punkte zu machen. Ab und zu müssen Hindernisse überwunden werden, wie z.B. einige Sprungeinlagen.
Eure grauen Zellen werden nicht überfordert, auch wenn es Gebiete gibt, in denen sich das Level via Knopfdruck auf den Kopf stellt und dadurch andere Wege frei werden.
Es gibt aber auch ein paar auflockernde Abschnitte, in denen Ihr z.B. Schlitten fahren dürft. Ansonsten hat sich im Laufe der Jahre wirklich wenig getan, Mega Man X8 spielt sich genauso wie seine Vorgänger. Trotz 3D-Grafik unterscheidet sich der Titel nicht von zweidimensionalen Vorgängern. Das traditionelle Gameplay wurde natürlich beibehalten, so bekommt ihr z.B. nach jedem Level die Waffe des besiegten Endgegners und könnt für gefundene Metallteilchen im Shop etwas kaufen.
Trotz drei anwählbarer Schwierigkeitsgrade ist Mega Man X8 nie wirklich einfach. Vor allem die schweren Endgegner können Euch zur Verzweiflung bringen, was nicht selten in Frust endet. Fans der Serie lieben den hohen Schwierigkeitsgrad, andere hingegen sehen ihn als Manko an.
Grafisch hinterlässt der neuste Mega Man eigentlich einen recht soliden Eindruck. Capcom hat sich wieder vom Cell-Shading Look distanziert und vollständig auf 3D gesetzt, auch wenn sich der Titel wie angesprochen nicht so spielt. Zwar würden weder die Umgebungen noch die Charaktermodelle einen Schönheitspreis gewinnen, viel zu meckern gibt es dennoch nicht. Für die Musik gewinnen die Japaner allerdings auch keinen Preis, da der Soundtrack sehr stark in den Hintergrund gedrängt wurde. Die Sprachausgabe gibt nicht sonderlich viel her, was aber auch an den sehr platten Dialogen liegt.
Megaman X8 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Capcom?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.