Gesamtwertung92%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als Im November 2004 mit Snake Eater der vorerst letzte Teil von Hideo Kojimas Metal Gear Solid-Reihe erschien, gab es kaum etwas daran auszusetzen. Bot der Titel doch eine im Vergleich zu Sons of Liberty, dem zweiten Teil der Serie, eine deutlich bessere Story und weitaus anspruchsvollere Bossgegner. Anders als in den Vorgängerteilen fand das Spiel diesmal in einem virtuellen Dschungel statt und ihr konntet zum ersten Mal den echten und wahren Snake spielen. Kennern der Serie ist inzwischen längst bekannt, dass Big Boss der genetische Vater von Solid Snake ist, und in eben dessen Haut schlüpft ihr in Metal Gear Solid 3.
Diejenigen unter euch, die den dritten Teil verpasst haben sollten und nichts über den Handlungsplot wissen, helfen wir mal kurz auf die Sprünge. Die Handlung setzt hier im Vergleich zu Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty deutlich früher ein und versetzt euch mitten in den Kalten Krieg der sechziger Jahre.
Als CIA-Agent Jack müsst ihr unter dem Codenamen Naked Snake unbemerkt den sowjetischen Raketenwissenschaftler Nikolai Stepanovich Sokolov, der bereit ist zu den USA überzulaufen, ausfindig machen und nach Amerika holen. Der Grund für Solkolovs Verrat: Er wird in seiner Heimat gezwungen, an der Entwicklung einer Waffe mitzuwirken, welche die Welt in einen nächsten Weltkrieg versetzen könnte. Der Name der Wunderwaffe: Shagohod, ein neuartiger, mit zahlreichen atomaren Sprengköpfen besetzter Panzer. Allerdings entpuppt sich der anfangs simpel gestrickte Rettungseinsatz als harte Nuss, denn Sokolov wird von einem Spezialkommando namens Cobra Unit bewacht, dessen Anführerin niemand geringeres als The Boss Snakes ehemalige Mentorin ist.
Nützliches Update oder sinnlose Neuauflage?
Eines decken wir gleich vorab auf: Inhaltlich ist bei der Subsistence-Neuauflage im Vergleich zum bereits Ende 2004 erschienenen Metal Gear Solid 3: Snake Eater alles beim Alten geblieben. Nach wie vor müsst ihr mit Snake den gleichen Handlungsstrang nachspielen, den es schon in der Originalversion zu spielen galt. Dabei ließ sich optisch und auch inhaltlich nichts wirklich Neues entdecken, lediglich in Bezug auf die Spielbarkeit gibt es etwas sehr Positives zu vermerken: Der Titel hat endlich eine komplett bewegliche 3D-Kamera spendiert bekommen und ihr müsst nicht mehr mit der starren Kamera der alten Version vorlieb nehmen, die im Vorfeld aufs heftigste kritisiert wurde.
Wie sein Genrekollege Sam Fisher könnt ihr nun mit Snake durch den Dschungel robben, ohne dabei auch nur ein einziges Mal Übersichtsprobleme zu bekommen. Die neue Kamera lässt sich derart gut steuern, das man für Metal Gear-Verhältnisse schon fasst ein völlig neues Spielgefühl entwickelt. Das wirft allerdings die Frage auf, warum so etwas nicht von Anfang an integriert wurde?!
Wie eingangs bereits erwähnt, wird Metal Gear Solid 3: Subsistence auf insgesamt drei Scheiben ausgeliefert. Auf dem ersten Silberling befindet sich das Hauptabenteuer, auf das wir eben eingegangen sind, sowie ein Fotoalbum für die Fotos, die ihr im Spiel geschossen habt, und eine Verlinkungsmöglichkeit zum PSP-Spiel Metal Gear Acid. Richtig interessant wird es dafür bei den zwei anderen Scheiben.
Auf Disc 2 haben die Kojima Productions-Entwickler nämlich den Onlinemodus gepackt, der es bis auf einige Defizite bei der Steuerung richtig in sich hat. Hier laden die Klassiker des Onlinespiels auf eine gepflegte runde Deathmatch oder Team-Deathmatch ein.
Wem das zu öde ist oder wer einfach mal was anderes spielen möchte, für den dürften die drei Spielmodi Sneaking-, Capture- und Rescue Mission die richtige Wahl sein. In der Sneaking-Mission gilt es, einen Mikrofilm zu stehlen, während ihr von sieben Gegnern gejagt werdet. In der Capture-Mission bekämpfen sich zwei Teams, die aus jeweils vier Spielern bestehen. Das Ziel: Einen kleinen Frosch einfangen und ins eigene Team-Lager bringen.
Der letzte der drei Modi ist die Rescue-Mission. Hier gilt es, ebenfalls mit zwei Teams à vier Spieler, eine Ente zu einem auf der Karte markierten Punkt zu transportieren. Das gegnerische Team muss dies natürlich versuchen zu verhindern.
Der eigentliche Clou dabei ist, dass wenn ihr erschossen werdet, weiterhin als Geist am Spiel teilnehmen könnt und euren Kontrahenten nach wie vor mit CQC-Attacken einheizen könnt. Nicht schlimm aber ärgerlich ist halt die Tatsache, dass die bewährte und komplexe MGS-Steuerung nicht für schnelle Onlineduelle ausgelegt ist. Nach etwas Eingewöhnungszeit dürften diese jedoch kein Problem mehr für euch darstellen.
Langanhaltender Spielspaß garantiert!
Habt ihr genug vom Onlinemodus, lädt das aus der Originalversion bereits bekannte Schlange-gegen-Affe-Spiel auf eine lustige Partie ein. Alternativ habt ihr zudem die Möglichkeit, Snakes allererste Abenteuer Metal Gear und Metal Gear 2: Solid Snake, die ebenfalls mit auf die Disc gepresst wurden, nachzuspielen. Auf dem dritten Silberling befindet sich der Metal Gear Solid 3-Film, der sich aus Zwischensequenzen und Spielszenen des Hauptspiels zusammensetzt.
Hier habt ihr wahlweise die Möglichkeit, den Film am Stück abzuspielen oder die jeweils einzelnen Cut-Scenes in Augenschein zu nehmen. Als kleines Extrabonbon befindet sich zusätzlich auf dieser Disc auch noch der Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots-Trailer, der seinerzeit auf der Tokyo Game Show 2005 erstmalig vorgeführt wurde.
Um es kurz zu machen: Die MGS-Subsistence-Neuauflage wird Fans der Reihe begeistern und ist sogar für Besitzer des Snake Eater-Originals interessant, da der Preis mit seinen knapp 40 Euro wirklich nicht zu hoch angesetzt wurde. Ein Spiel das sich die 92%-Wertungsmarke und den Award redlich verdient hat!