Gesamtwertung89%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Shang Tsung, Sub-Zero und Scorpion sind wieder da und bereit für das nächste Mortal Kombat. Midway hat sich nach dem erstaunlich guten MK: Deadly Alliance an die weitere Optimierung der Reihe gemacht und bringt nun pünktlich zur besinnlichen Vorweihnachtszeit eine frische Schlachtplatte auf den Tisch, die mit neuen Kämpfern, Fatalities und Harakiris überzeugen will. Ob die neueste Inkarnation den Vorgänger vielleicht sogar noch übertreffen kann, erfahrt ihr, wenn ihr euch unser Review reinzieht...
Auch hinkte die 16-Bit Umsetzung dem Spielhallenoriginal in Sachen Technik hinterher, aber für die Zocker war das Spiel dennoch ein Muss, auch wenn das simple Metzel-Spielprinzip nicht annähernd an die Tiefe von Street Fighter 2 heran kam.
Der Reiz basierte anscheinend einerseits auf dem Übertreten der Grenzen des guten Geschmacks, andererseits auf den expliziten, makabren Gewaltdarstellungen. Besorgte Elternverbände sahen in dem digitalen Blutgericht eine Gefahr für die seelische Gesundheit der Kinder. Damals wie heute galt: MK gehört nicht in Kinderhände, sondern sollte erwachsenen Zockern vorbehalten bleiben.
In 'MK: Deception' ist es eure Aufgabe, den fiesen Dragon King Onaga, der die Welt und das Universum bedroht, zur Strecke zu bringen. Nichts Neues also an der Böse-Buben-Front, die Fighter der Finsternis sind einfallslos wie immer.
Nähere Details zur Vorgeschichte erfahrt ihr im Full-Motion-Vorspann, der euch auch das Ende des Donnergottes Raiden zeigt. Hier erhaltet ihr auch schon einmal einen Vorgeschmack auf die Kampfkünste und die schuppige Drachenpanzerung des Königs der Drachen, der selbstverständlich zunächst seine besten Krieger gegen euch schickt, und wahrscheinlich solange in seinem kuscheligen Wohnzimmer auf euch wartet.
Die Stages in MKD sind wirklich abgedreht ausgefallen. So kämpft ihr auf hohen Plateaus, von denen es nur 300 m tief runter geht, in ein Feld von Speerspitzen. Auf einer sonnigen Insel fühlt ihr euch noch an Dead or Alive erinnert mit entspannter Musik und Bacardi-Feeling, doch vom einen Moment zum anderen wechselt die Szenerie und ihr seid in Outworld, die Sonne weicht der Finsternis und die Palmen sind jetzt gefräßige Schlangen, die euch nur zu gerne mal probieren möchten.
Midway hat die Stages wirklich ansprechend designt und auch mit Details nicht gegeizt; in vielen Stages könnt ihr die Umgebung zum Malträtieren eurer Gegner nutzen. So lassen sich Opponenten in tödliche Fallen schubsen oder von Dächern metertief hinunter stürzen. Das kann natürlich auch euch passieren, also immer schön vorsichtig.
In manchen Stages könnt ihr euch herumliegende Waffen schnappen und damit den Gegner verdreschen, auch wenn diese eigentlich überflüssig sind, da ihr mit drei verschiedenen Kampfstilen eigentlich genügend schlagkräftige Argumente haben solltet.
Jeder Kämpfer verfügt über ein großes Repertoire an Schlagtechniken und kann überdies auch auf spezifische Waffen wie Schwerter oder Schlagstöcke zurück greifen.
Mit im Kampf gewonnen MK-Münzen dürft ihr euch dann Renderfilmchen, Artworks und weitere Goodies im virtuellen Friedhofsladen kaufen.
Wem die Keilerei gegen den Computer zu monoton werden sollte, der kann sich die Zeit auch mit Online-Matches gegen menschliche Gegenspieler vertreiben oder sich einen Freund vor die Flimmerkiste dazu holen.
Weiterhin bietet der Titel auch die Möglichkeit das Mortal Kombat Universum in einem Adventure zu durchstreifen. Ähnlich wie bei Soul Calibur, müsst ihr durch die Welt ziehen und gegen Opponenten und Lehrer kämpfen.
Die Todesfallen bringen Überraschung und Pep ins Spiel und der Wechsel der Ebenen ist nicht nur spielerisch interessant ausgefallen, sondern auch grafisch. Midway sparte auch nicht an der High End-Zusatzausstattung und bietet dem technophilen Spieler einen 60 Hz- und 16:9-Modus.
Der Sound weiß mit realistischen Waffen- und Umgebungsgeräuschen und Kampfschreien zu gefallen, könnte jedoch mehr Räumlichkeit, auch ohne Dolby Pro Logic II, entfalten. Immerhin kann die Steuerung hier Bonuspunkte einfahren, die Kontrolle über die Kämpfer fällt leicht, auch wenn wir uns gewünscht hätten die Fatalities auf Knopfdruck abrufen zu können, statt sie für jeden Charakter neu zu lernen.
Wem das Gemetzel zu langweilig wird, der findet auf der Disc noch Zeit vertreibende Minispielchen. Bei einer Runde Mortal Kombat-Schach lässt es sich entspannen, ein Knobelspiel im Tetris-Style bietet weitere Abwechslung.
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