Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Die EA-BIG-Reihe ist ja bereits für ihre gute Qualität bekannt. Auch NBA Street macht da keine Ausnahme. Fetziger Fun-Basketball mit guter Grafik und einem hohen Spaß-Faktor machten das Spiel auch für Nicht-Hardcore-Fans interessant. Ob man bei dem Nachfolger wieder gute Arbeit geleistet hat, erfahrt Ihr in unserem Review.
Keine Taktik!
Gelangt man vom Startbildschirm ins Hauptmenü, kann man sich für einen der Modi Schnelles Spiel, NBA Challenge und Be a Legend entscheiden. Ersterer ist natürlich der Einfachste, wo man schnell und ohne viel Aufwand ein Spiel gegen den Computer oder gegen einen menschlichen Spieler spielt. Bis zu 4 Spieler können sich hier den Ball um die Ohren werfen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel können diese 4 Spieler nun gegen den Computer antreten oder aber, man entscheidet sich für ein 2 gegen 2 Match oder 3 gegen 1. Jede Kombination ist möglich. Kurz darauf muss man sich für ein Team entscheiden. Zur Wahl stehen ein NBA-All-Star-Team, ein Oldschool-Star-Team und 29 NBA-Liga-Teams. Hat sich der Spieler dann für eines entschieden so darf er 3 Basketballer bestimmen, die er mit aufs Spielfeld nehmen will. Nicht wie im richtigen Basketball stehen nämlich nur 3 und nicht 5 Sportler pro Team auf dem Feld. Dann gehts auch schon nach kurzer Ladezeit, in der die Steuerung noch mal vorgestellt wird, los.
Es sieht dann schon etwas bizarr aus, wenn sich NBA-Größen wie Nowitzki oder Webber auf den Hinterhöfen in dunklem Ecken begrüßen. Allerdings tut dies der Atmosphäre nichts Negatives.
Die Spieler gleichen den realistischen Vorbildern wie ein Ei dem anderen, der Kommentator begrüßt den Zocker fröhlich und perfekter Hip Hop Sound kommt währenddessen aus den Boxen. Dann kanns ja losgehen.
Keine Regeln!
Hat das Spiel erst einmal begonnen, wird man so schnell nicht mehr davon loskommen, da die Suchtgefahr extrem hoch ist. Schnelle Spielzüge, harte Fouls (die aber begangen werden dürfen), spektakuläre Trick-Moves und Dunks sind hier an der Tagesordnung. In keinem anderen Basketball-Spiel findet man soviel Action wie hier. Allerdings läuft ein Spiel hier auch etwas anders als wie bei einer Simulation ab.
Ein Match ist nicht nach einer bestimmten Zeit zu Ende, sondern erst wenn ein Team 21 Punkte erreicht hat. Allerdings bekommt man bei NBA Street Vol. 2 nicht nur Wurfpunkte, sondern auch Trickpunkte. Diese kann man sich mit verwirrenden Dribblings, Trick-Pässen, Trick-Würfen, Dunks und vielem mehr erwirtschaften.
Ist man dabei besonders fleißig, so wird man einen Gameer bekommen. Aktiviert man diesen, so besteht die Möglichkeit einen völlig verrückten Korb zu machen. Schafft man dies, was nicht schwierig ist, wird man selber mit Punkten belohnt und dem Gegner werden Punkte abgezogen. Außerdem wird man nochmals mit einer spektakulären Wiederholung des Korbs belohnt. Aktiviert man den Gameer allerdings nicht, so kann man sich diesen aufheben und für den Gameer 2 sparen. Hat man diesen erreicht und aktiviert kann man einen unverhinderlichen Korb ausführen, mit dem man maximal 6 ganze Punkte gut machen kann.
Nicht alles glänzt!
Der Modus NBA Challenge besteht darin, dass man gegen alle 29 NBA-Teams gewinnt. Das ist natürlich nicht gerade einfallsreich und wird auch schnell eintönig. Interessanter ist da schon Be a Legend. Hier beginnt man als kleiner unbekannter Hobbybasketballer und muss sich gegen die Kumpel auf der Strasse bis zu den großen Stars durchkämpfen und sich selber berühmt machen. Immer wenn man hier gegen ein Team gewinnt, kann man sich einen Spieler aus der gegnerischen Mannschaft aussuchen, der dann ab dem nächsten Spiel mit dir und deinen Kameraden spielt. Dieser Modus motiviert im Gegensatz zu den anderen schon ungemein und bringt sehr viel Spaß auch für Einzelspieler mit sich. Noch viel mehr Spaß würde er allerdings machen, wenn die Schwierigkeitsgrade nicht so unausgeglichen wären. Entweder ist das ganze Geschehen nämlich zu einfach, wo selbst Anfänger Erfolge feiern dürfen oder aber ist es viel zu schwer, wo dann selbst die besten Zocker Grund haben, den Controller in die Ecke zu werfen, da dann die KI manchmal schon ein bisschen fies reagiert. Weiterhin gibt es in NBA Street Vol. 2 noch einen Trainingsmodus, wo man die Tricks erklärt bekommt und außerdem darf man sich noch ein eigenes Team und/oder einen eigenen Spieler kreieren.
Von der technischen Seite her hat sich EA wirklich viel Mühe gegeben. Die Bewegungsabläufe der Spieler sehen einfach fantastisch aus, die Spieler selbst sind sehr realistisch gestaltet und auch sonst wurde mit Details nicht gegeizt. So kann man beispielsweise bei einem Basketballcourt Autos neben dem Spielfeld fahren sehen. Auch sonst schauen die verschiedenen Locations sehr gut aus und sind absolut flimmerfrei.
Auch soundtechnisch ist NBA Street Vol. 2 eine Meisterleistung. Der englische Kommentator wird nie langweilig und hat viele derbe Sprüche parat, die den Zocker öfter zum Lachen bringen werden. Von diesem abgesehen läuft im Hintergrund immer ein perfekter Hip Hop Soundtrack, der allerdings auch nur den Teil der Bevölkerung anspricht, der diese Musikrichtung mag. Die Spielsteuerung ist ebenfalls so gut wie fehlerlos. Sie ist einfach zu erlernen und zu handhaben, aber trotzdem unglaublich komplex. Einsteiger werden keine großen Probleme haben, sich mit der Steuerung zurecht zu finden. Fortgeschrittene werden dagegen immer neue Tricks ausprobieren.
Einzig und allein enttäuscht war ich von dem unausgeglichenen Schwierigkeitsgrad, welcher die Motivation des Einzelspielermodus schon manchmal erheblich sinken lässt. Allerdings spielt dieser im Multiplayer-Modus keine Rolle mehr und lange Nächte vor dem Fernseher mit guten Freunden sind somit garantiert.
NBA Street Vol. 2 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von EA Sports?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.