Gesamtwertung85%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Tanzende und singende Skelette sind nicht nur Bestandteil meiner abstrusen Träume, nein, auch Tim Burton und viele andere haben Gefallen an diesen Kreaturen. Anders ist der große Erfolg des Filmes Nightmare Before Christmas nicht zu erklären. Wie es für unsere Zeit normal ist, musste früher oder später auch ein Spiel auf den Markt kommen, welches sich mit dem Filmstoff auseinandersetzt. Mit Oogies Rache hat unsere Redaktion jetzt ein solcher Titel erreicht und uns positiv überrascht. Aus dem großen Pool des Lizenzmülls ragt der Titel hervor. Warum und wieso? Das erfahrt ihr jetzt.
Es besitzt die Fähigkeit, Menschen zu erschrecken in dem sich der Schleim zu seinen Opfern hin ausdehnt wie ein Bungieseil. Außerdem können entfernte Objekte gegriffen werden. Mit dieser Erfindung im Gepäck macht sich der Held also auf, Halloween besser zu machen. Als er nach langer Zeit in seine Heimatstadt zurückkehrt, muss er verschreckt feststellen, dass das Böse die Macht übernommen hat: Überall treiben sich bösartige Skelette und andere komische Wesen herum. Zum Glück hat Jack ja seinen grünen Arm, den er einsetzen kann, um Feinde auszuschalten.
Die Geschichte hört sich lustig an und dies setzt sich im restlichen Spiel fort. Man orientiert sich ganz klar an der gelungenen Vorlage von Tim Burton. Um schnell aufkommende Langeweile zu unterdrücken, kann sich die Hauptfigur Jack verwandeln: In einen feuerspuckenden Kürbiskönig und in einen grotesk und zugleich lustig aussehenden Weihnachtsmann.
Dessen Spezialität sind explodierende Geschenkpäckchen, die sich sehr gut als Waffe gebrauchen lassen. Die Endbosskämpfe sind eine Mischung aus normaler Actionklopperei und einem Tanzspiel. Erst einmal bekommt der Gegner solange eins auf die Mütze, bis sich eure Energieanzeige gefüllt hat. Sobald dies der Fall ist, tanzt Jack mit ein paar verbündeten Figuren gegen den Feind an. Eure Aufgabe ist es hier, dann immer die richtige Taste im passenden Moment zu drücken. Manchmal passt man gar nicht richtig auf die Tasten auf, die man drücken soll. Die Texte der Songs und das Rumgetanze sind einfach zu herrlich.
Das Spiel ist keine uninspirierte Fortsetzung, sondern ein durchdachter Titel, der wirklich großen Spaß bietet. Einen großen Teil dazu trägt auch die einfache Steuerung bei, sowie der herausragende Humor. Man verzichtet auf den heute oft üblichen Fäkal- und sonstigen Humor zugunsten der Stilmittel der Satire.
Nightmare before Christmas: Oogies Rache (10 Bilder)
Im Audio-Bereich trumpft das Spiel ganz groß auf: Glücklicherweise wurde die meisterhafte Originalsynchronisation nicht ins Deutsche überarbeitet, sondern so belassen und nur mit Untertiteln versehen. Die Stimmen passen einfach zu den Spielfiguren und bringen einen immer und immer wieder zum Schmunzeln. Aber auch die verschiedenen Songs im Spiel sind von hoher Qualität und wecken Erinnerungen an Filme wie Moulin Rouge. Warum? Die Präsentation der Lieder ist skurril, mit schnellen Kameraschnitten versehen, größtenteils dramatisch und episch zu gleich mit der gewissen Prise an Humor. Die Soundeffekte stehen dem in nichts nach und bescheren ein hervorragendes Gesamtbild.
Wer nicht unbedingt auf Tim Burtons Szenarien steht, sollte einen Bogen um das Spiel machen. Alle anderen, die gerne mal wieder in eine völlig andere Welt eintauchen wollen, sind hier genau richtig.