Onimusha 2

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
-
Entwickler
-
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
-
Onimusha 2 [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

84%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Onimusha 2

Nach einem riesigen Erfolg in Japan wurde Onimusha als weitere große Spieleserie für die PlayStation 2 gefeiert. Capcom erklärte sofort den Titel als Hitkandidat und kündigte eine Fortsetzung des Ninja-Spektakels an. In „Onimusha 2: Samurai’s Destiny“ möchte der Garant für Horrorspiele die guten Ergebnisse des ersten Teils weiterführen oder gar verbessern. Ob Jubei Yagyu, der Nachfolger von Samanosoke aus dem ersten Abenteuer, diesen Druck standhalten kann?

Grafisch beeindruckende Rendersequenzen begleiten die Story...

In einer unheimlich detaillierten und grafisch beeindruckenden Darstellung präsentiert Capcom die Anfangsstory. Die Einleitung erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfes, in dem friedliche Menschen leben, Kinder lachend durch die Straßen rennen und Landwirte den Mais aufsammeln. Krieg, Hass, Angst und Habgier sind Fremdwörter für die Bewohner des Dorfes. Eines Tages fallen jedoch Feuerpfeile vom Himmel. Anfangs dachten die Bürger, es sei Gottes Wille, sie mit einer solchen Tat zu bestrafen. Doch wie sich sehr schnell herausgestellt hat, ist der Verantwortliche für dieses Attentat kein geringerer als der Krieger Nobunaga, den der Spieler schon aus dem ersten Teil kennt. Er will das Land regieren und Sklaven des Todes erziehen.

Die Armee der Untoten, die nur auf Nobunaga hören, zerstört das kleine Dorf und tötet jeden Dorfbewohner, der Widerstand leistete. Die Zeit verging und ein tapferer Ninja kehrte in seinen Heimatort zurück. Doch was er dort auffand, zerschlug ihm seine Sprache. Blutübergossene Bürger, brennende Häuser und kein einziges Anzeichen auf Leben erschütterten ihn. Jubei Yagyu schwört Rache und möchte ein für allemal Nobunaga das Handwerk legen...

Das gute alte Steuerkreuz?!

Eine etwas amüsante, aber leider nicht positive Erscheinung, ist das nicht Beanspruchen des Analog Pad. So gilt es auch bei Onimusha 2 das digitale Steuerkreuz zu bedienen und völlig Abstand von den zwei runden Drehbuttons zu nehmen. Generell ist die Belegung der Spielknöpfe gleichgeblieben und ähnelt sehr deren von Resident Evil. Drückt der Spieler nach oben, läuft Euer Charakter nach vorne.

Drückt Ihr die Quadrat-Taste, setzt Jubei mit dem Schwert zu einem kräftigen Hieb an. Zusätzlich zu den bekannten Ninja-Waffen wird der Spieler im Laufe der Geschichte viele weitere Gegenstände und Verteidigungsmittel auffinden. Wie schon im ersten Teil besitzt jede Waffe eine spezielle Kraft.

So gibt es neben dem Donnerschwert beispielsweise auch ein Eisspeer, die nach gewissen Levels aufgeteilt sind. Hat der Konsument einen Level voll, verstärkt sich die Eigenschaft der Waffe. In vielen Situationen kann man auch nur dann weiterkommen, wenn der Spieler die Kraft besitzt, um eine Türe oder ein Siegel zu öffnen. Generell ähnelt der Spielablauf dem ersten Teil, so dass nicht wirklich Neugierde geweckt werden kann.

Rätselspaß?

Onimusha 2 ist definitiv kein Produkt für Denker. So kommen während dem gesamten Spielverlauf viel zu wenig interessante Rätsel auf den Spieler zu. Capcom setzt bei Onimusha 2 auf Action pur und dies bemerkt man sofort. Statt stundenlang vor einer Uhr zu sitzen und sich über irgendwelche Drehmomente Gedanken zu machen, damit die weiterbringende Tür sich öffnet, wird lieber gemetzelt und Elemente aufgestuft. Dabei stellen sich dem Spieler verschiedene Monster, Zombies oder auch verpfuschte Soldaten in den Weg. Wer nun jedoch denkt, dass bei Onimusha 2 nur ein Button betätigt werden muss, täuscht sich. Vor allem bei Endgegnern muss man taktisch und klug vorgehen, um den Riesen besiegen zu können. Drückt der Spieler beispielsweise den R1-Knopf, läuft Jubei seitlich entlang, während er immer in die gleiche Richtung blickt. Weitere Funktionen, wie eine schnelle Wende oder einen rettenden Sprung nach hinten, belegte Capcom geschickt auf dem PlayStation 2 Kontroller.

Grafisch erst „oho“, dann „aha“...

Wer den ersten Teil schon gut bewertete, muss den Zweiten nochmals ein wenig besser bewerten, da die Spielfiguren deutlich an Detail und an weichen Kurven gewonnen haben. Die Gesichter lassen Hammer-Spiele wie einst Shenmue hinter sich. Auch die Gegner, egal ob Zombies oder Untote in Ritterrüstungen, wurden perfekt dargestellt, indem sie interaktiv mit einer gelungenen Echtzeitgrafik in Szene gesetzt wurden. Die Umgebungen sind zum größten Teil vorberechnet und haben in manchen Abschnitten schon Resident Evil Remake Klasse. Traumhaft und ohne Fehler sind die Rendersequenzen, die im Laufe des Spiels immer wieder auf den Spieler eintreffen werden. Manchmal wünscht man sich, dass zusätzlich zum Spiel auch in Europa ein Film in dieser dargestellten Optik der DVD-Hülle beiliege, um nach dem Spiel in aller Ruhe sich den Film „Onimusha 2“ ansehen zu können. Das grafisch wunderschöne Bild rundet der mittelprächtige Sound ab. Leise Fußstapfen, hörbare Schwertklingen und asiatische Hintergrundmusiktitel führen den Spieler direkt in die Welt rund um Jubei und Nobunaga.

Fazit

Onimusha 2 ist ein solides Action-Horror-Game, das sicherlich in vielen Punkten verbessert wurde. Einzig und allein die fast identische Bewegungsvielfalt und Spielhandlung trübt das Ergebnis. So gilt es immer noch, durch einfache Rätsel oder Waffen Türen zu öffnen. Anspruchsvollere Rätsel sucht man vergebens. Maßstäbe setzt Capcom in Sachen Grafik. Tolle Animationen, schöne Hintergrundfarben und vor allem unglaubliche Rendersequenzen unterdrücken die teilweise vorhandenen Negativpunkte. Alle Spieler, die auf Ninja-Gemetzel abfahren, sollten sich unbedingt Capcom`s neustes Abenteuer zulegen. Käufer, die eine rätselreiche und anspruchsvolle Spielversion erwarten, sollten lieber in ihrem Geschäft ein Probespiel tätigen. Alles in allem ist Onimusha 2 eine Auffrischung des ersten Teils, gepickt durch neue Elemente und einer atemberaubenden Grafik...

Onimusha 2 [PS2 , looki.de]

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