Gesamtwertung82%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Als gegen Ende 2004 Segas Outrun 2, das auf dem altehrwürdigen Spielhallenklassiker OutRun basiert aus dem Jahre 1986, für die Xbox erschien, waren die Spieler geteilter Meinung. Die einen waren vom zu simplen Spielprinzip enttäuscht, die anderen hingegen restlos begeistert. Eins steht jedenfalls fest: Der Titel wusste mit den insgesamt acht lizenzierten Ferrari-Boliden sowie den 15 Rennstrecken zu begeistern und versprühte den nostalgischen Charme des ursprünglichen Kultracers. Kürzlich erschien der Funracer endlich auch für Sonys PlayStation 2 und dieser macht ganz klar deutlich, dass Rennspiele heutzutage nicht unbedingt ein Schadenmodell oder ein realistisches Fahrverhalten an den Tag legen müssen, um Spaß zu machen.
Ich geb Gas ich will Spaß!
In OutRun 2006: Coast to Coast klemmt ihr euch hinter das Steuer eines von insgesamt dreizehn heißen Ferrari-Modellen und brettert über den virtuellen Asphalt. Im klassischen SP-Modus wählt ihr zunächst aus dem umfangreichen Ferrari-Fuhrpark den gewünschten Edelboliden aus und rast anschließend in traditioneller OutRun-Manier gegen die immer noch sehr knapp bemessene Zeit. Zur Auswahl stehen hier unter anderem der F40 und F50, ein 250er GTO, ein 360 Spider sowie der legendäre Testarossa. Habt ihr euch für Fahrzeug, Lackierung und Musikstück entschieden geht es auch schon sofort los. Auf der Rennstrecke werdet ihr bemerken, dass die Strecke in unterschiedliche Einzelstages unterteilt ist, die jeweils mit verschiedenen Landschaften sowie zu absolvierenden Anforderungen, wie beispielsweise mehr Verkehr oder engere Kurven, aufwarten. Den Schwierigkeitsgrad könnt ihr während des Rennens selbst festlegen und zwar genau dann, wenn ihr euch am Ende des jeweiligen Streckenabschnittes für eine der zwei Richtungen entscheidet. Nach links bedeutet den leichten Weg zu nehmen, während ein Rechtsabbiegen den schwereren Weg offenbart. Beim namensgebenden Coast to Coast-Modus hingegen geht es durch die USA, wo ihr neben vielen Sehenswürdigkeiten auch abwechslungsreiche Aufgaben geboten bekommt.
Beispielsweise gilt es hier, den Verkehr und eure Kontrahenten zu überholen oder eure blondhaarige Beifahrerin zu beeindrucken. Hierzu müsst ihr rauchende Drifts hinlegen, den Verkehr waghalsig überholen oder direkte Kontrahenten ausbremsen. Am altbekannten Spielprinzip hat sich folglich glücklicherweise nichts geändert und so rast ihr nach wie vor mit knapp 300 km/h über digitale Straßen und driftet um enge Kurven. Euer ständiger Gegner: Die tickende Uhr! Schafft ihr es nicht rechtzeitig, den nächsten Checkpoint oder die Ziellinie zu überqueren, ist das Rennen vorbei. Macht ihr hingegen eure Sache gut, winken zur Belohnung bei jeder absolvierten Runde Bonusmeilen, die ihr im Ausstellungsraum gegen neue Wagen, Lackierungen, Strecken und natürlich auch weitere Soundtracks für euer Autoradio tauschen könnt.
Nicht nur für Ferrari-Fans
Aus technischer Sicht heraus betrachtet lässt der Titel gemischte Gefühle aufkommen. Gerade in Bezug auf die Grafik wäre sicherlich mehr drin gewesen. Zwar glänzen die Ferrari-Boliden mit zahlreichen Details, bei der manchmal tristen Umgebungsgrafik vermisst man diese jedoch. Je nach Streckenabschnitt schwankt hier die Qualität und auch die Asphalttexturen hätten etwas besser ausfallen dürfen. Sieht man von diesen wenigen Mankos ab, bekommt man ansonsten nur Gutes geboten.
Das Streckendesign weiß zu gefallen, die abwechslungsreichen und auflockernden Minigames während der Rennen machen einen Heidenspaß und der OutRun-Soundtrack groovt. Ebenfalls eine tolle Idee: Seid ihr zudem im Besitz der PSP-Version, könnt ihr euren PS2-Spielstand auf den Handheld laden und mit diesem mobil weiterzocken, oder umgekehrt ganz wie ihr wollt!
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OutRun 2006: Coast to Coast im Test.
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