Prince of Persia: The Sands of Time

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
12
Prince of Persia: The Sands of Time [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

91%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Prince of Persia: The Sands of Time

Der Prinz ist tot, es lebe der Prinz! So ähnlich muss es momentan Fans der Kultfigur von Jordan Mechner ergehen, war der holde Jüngling in den letzten Jahren doch sehr in der Versenkung verschwunden und konnte auch in seinem letzten Titel namens „Prince of Persia 3D“ nicht wirklich von sich überzeugen. Ob ihr mit „Prince of Persia: The Sands of Time“ die lang ersehnte Auferstehung des Prinzen miterleben und in ein fabelhaftes Abenteuer eintauchen könnt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Story schnell erzählt...

Die Hintergrundgeschichte von „Prince of Persia: The Sands of Time“ ist schnell erzählt: Während eines Feldzugs gegen einen feindlichen Scheich und dessen Königreich will sich der junge Prinz von Persien seinem Vater beweisen und Ruhm und Ehre erlangen. So stielt er zusammen mit der Armee seines Vaters einen geheimnisvollen Dolch sowie eine gigantische Sanduhr, welche kurze Zeit später einem befreundeten persischen Scheich als Präsent überreicht wird. Auf Rat des mit bösen Absichten handelnden Wesirs öffnet unser heroischer Prinz die Sanduhr mit Hilfe des Dolches und setzt somit eine unheilvolle Kettenreaktion in Gang. Der Sand der Zeit verteilt sich über das Königreich und verwandelt alle anwesenden Personen in eine Art Sandzombies. Die einzigen Überlebenden sind der Prinz, der böse Wesir sowie Farah, die zuvor gefangen genommene und wunderschöne Tochter des Scheichs, dem ursprünglich die Sanduhr entwendet worden war. Um seine zwar ungewollte, aber verheerende Tat rückgängig zu machen, beschließt der junge Prinz natürlich sofort, den Sand der Zeit wieder einzusperren und die üblen Machenschaften des Wesirs zu verhindern.

Farah verfolgt das gleiche Ziel, will ihrem ehemaligen Entführer jedoch nicht vertrauen und verlangt von ihm die Herausgabe des Dolches, welches dieser natürlich verweigert. Somit trennen sich aufs erste die Wege unserer beiden Protagonisten, doch es sollte natürlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie sich auf ihrem Weg durch den unheilvollen Palast begegnen. Hiermit küren wir den Prinzen von Persien feierlich zum Mister Universum 2003. Auch wenn er nicht die gleiche Muskelmasse wie der allseits beliebte Gouverneur von Kalifornien besitzen mag, holt er diesen Nachteil durch eine schlangenartige Geschmeidigkeit und eine hohe Sprungkraft locker wieder auf. Diese Fähigkeiten benötigt er auch dringend, denn ganz traditionell müssen auch dieses Mal eine wahre Flut an fiesen Fallen, klaffenden Spalten und tödlichen Stacheln auf dem Weg zum Turm des Palastes bezwungen werden. So gibt es neben regelmäßig auftretenden Kampfsequenzen in jedem Raum Hindernisse, welcher nur mit viel Aufmerksamkeit und Agilität und überwunden werden kann.

Sehr oft befindet ihr euch dabei in einem auffallend breiten oder hohen Raum und müsst euch von der Eingangstür bis ganz nach oben oder auf eine andere Plattform bewegen, welche auf den ersten Blick immer so gut wie unerreichbar zu sein scheinen. Hier ist ein gutes Auge gefragt, denn oft entscheiden kleine Vorsprünge oder andere Charakteristika eines Raumes über das Weiterkommen des Spielers. Die Aktionsvielfalt des Prinzen kennt hierbei kaum Grenzen – bereits nach kurzer Zeit beherrscht ihre alle Manöver und seid somit fit genug, um euch an die diversen Aufgaben heranzuwagen. Um an sein Ziel zu kommen, schwingt sich der Prinz athletisch von Stange zu Stange, hält sich an Felssäulen fest oder jongliert auf extrem dünnen Holzbalken. Durch manche Fähigkeiten wirkt der Prinz schon fast übermenschlich, läuft er doch tatsächlich einige Schritte an einer glatten Wand entlang, stößt sich von dieser am besten noch gleich ab und schließt die gewagte Aktion mittels geschickter Drehungen elegant ab. Dabei kommt nicht selten ein Gedanke an Neo und seine Konsorten der Matrix-Trilogie, beherrschen diese doch ähnlich spektakuläre Fähigkeiten.

Doch dies ist keinesfalls negativ, sondern sorgt für jede Menge Spielspass, da der Spieler wie ein kleiner Supermann durch die Gebäude turnt, was durch die sehr intuitive und nicht allzu viel Präzision abverlangende Steuerung gestützt wird und somit für ein adrenalinhaltiges und erhabenes Spielerlebnis sorgt. Der Spielverlauf von „Prince of Persia: The Sands of Time“ ist dabei strikt linear – ihr kämpft euch durch einen Raum des Palastes und versucht anschließend, den nächsten Abschnitt zu bewältigen. Bis auf wenige versteckte Bonusräume gibt es abseits der eigentlichen Handlung wenig zu erleben, andere überlebende Personen abseits von Farah und des Wesirs sucht man gleichfalls vergebens. Doch bleibt dem Prinzen ohnehin nur wenig Zeit für ein kurzes Gespräch, muss er doch schleunigst den bösartigen Wesir stellen und den Dolch der Zeit mit der Sanduhr wieder vereinen.

Doch aller Sympathie hin und her hat das Aufeinandertreffen der beiden auch einen praktischen Sinn, denn alleine würden sie schnell auf verlorenem Posten stehen. Da sich die schlanke Farah durch noch so schmale Felsspalten zwängen kann und sich zudem auch nicht für das Betätigen des einen oder anderen Schalters oder Hebels zu schade ist, stellt sie für unseren Helden eine große Hilfe in vielen Räumen dar. Doch damit nicht genug, Unterstützung gibt es von ihr auch während den Kämpfen mit den Sandzombies, in die der Prinz allzu oft verwickelt wird. Ein Aufeinandertreffen mit den verwandelten Kriegern des Scheichs findet meist gesondert von den Aufgaben eines Raumes statt, so trefft ihr oftmals nach vielen akrobatischen Höchstleistungen und der Durchquerung eines Abschnittes auf die fiesen Gegner. Leider lässt sich nicht auf Anhieb erkennen, mit wie viel üblem Gesockse man sich auseinandersetzen muss, da wie aus dem Nichts immer wieder neue Gestalten auftauchen, sobald man einen Gegner sprichwörtlich in die Wüste geschickt hat.

So müsst ihr oftmals Dutzende von Sandzombies nacheinander ausschalten, bevor der weitere Weg geebnet wird. Damit dies nicht zu eintönig ausfällt, haben die Entwickler ihrem Prinzen interessante Kampffertigkeiten mit auf den Weg gegeben. Mit diversen Dolchen und Schwertern attackiert er seine Feinde, springt gewagt über sie hinweg oder stößt sich elegant von Wänden ab, um seine Widersacher rücklings zu meucheln. Jedoch lebt ein Gegner so lange, bis er auf dem Boden liegend mit dem Dolch der Zeit aufgespießt wird und sich somit in Sand auflöst – andere Möglichkeiten zur effektiven Monsterbeseitigung gibt es keine.

Zwar sind die Kampszenen anfangs amüsant und auch Farah hilft euch mit Pfeil und Bogen, trotzdem zählen diese Abschnitte zu den kleinen Spaßbremsen im Spiel. Neben einer geringen Anzahl an Feindestypen und einem teils hohen Schwierigkeitsgrad sind vor allem die niedrige Intelligenz der Sandzombies sowie die teils übertriebene Länge der Kämpfe Gründe für dieses kleine Manko.

Damit die Kämpfe gegen die stets in der Überzahl angreifenden Monster nicht ganz so unfair ausfallen wie zuerst vermutet, haben die Entwickler von Ubi Soft ein innovatives und äußerst nützliches Feature implementiert, welches den intensiven Spielablauf äußerst motivierend gestaltet. Seid ihr im Besitz des Dolches der Zeit, könnt ihr die Zeit für einige Sekunden zurückdrehen und somit einen womöglich tödlichen Sturz oder eine unfaire Attacke von hinten ungeschehen machen. Einzige Voraussetzung dazu sind die Sandcontainer, welche durch spezielle Sandfelder oder das Erledigen von Gegner aufgefüllt werden können. Solange noch genügend Sandreserven vorhanden sind, können durch den geschickten Einsatz des Dolches viele Frustmomente vermieden werden, da man sonst allzu oft durch einen verpatzten Sprung von einer Klippe stürzen würde und die gesamte Aufgabe nochmals von vorne lösen müsste, was bei vielen Spielern sicherlich zu regelmäßigen Wutausfällen geführt hätte. Zu guter Letzt lässt sich auch während eines Kampfes die Zeit manipulieren und zu seinen Gunsten eingesetzt werden können, so „friert“ der Prinz seine Gegner ein oder reduziert deren Reaktionsvermögen durch Verlangsamung der Zeit, ausreichend Sandreserven vorausgesetzt.

Bereits nach kurzer Spieldauer wird klar, dass dieses Feature eines der größten Pluspunkte von „Prince of Persia: The Sands of Time“ ist, welches sehr sinnvoll integriert wurde und ohne welches man nicht zu einem ähnlich atemberaubenden Spielerlebnis gekommen wäre.

Sorgt schon der normale Spielablauf für zufriedene Gesichter, klappt die Kinnlade spätestens beim Bestaunen der wunderschönen Locations herunter. Selten durfte man auf der Playstation 2 eine solche bezaubernde Optik bestaunen, welche durch detaillierte Texturen, eine grandiose Weitsicht und butterweiche Farben für eine absolut glaubhafte Darstellung der orientalischen Landschaft und Gebäude sorgt. Hinzu kommen fantastische Lichteffekte und lebensechte Animationen der Charaktere, fertig ist die visuelle Präsentation, welche von der ersten Minute an in ihren Bann zieht. Nicht ganz so spektakulär, aber trotzdem durchaus gelungen ist der Sound von „Prince of Persia: The Sands of Time“. Wird der größte Teil des Spiels nur durch atmosphärische Soundelementen begleitet, setzt die eigentliche Musik fast nur in Actionsequenzen ein. Diese reicht von orientalischer Melodien hin zu Stücken, in denen auch mal eine härtere Gitarre zum Einsatz kommt – Abwechslung ist garantiert und sorgt letztendlich auch für zufriedene Ohren.

Fazit

„Prince of Persia: The Sands of Time“ zählt für mich neben „Metroid Prime“ und „Ocarina of Time“ zu einem der glaubwürdigsten Titel, der je von seinem zweidimensionalen Ursprung gekonnt auf die dritte Dimension übertragen wurde. Der Prinz ist jedenfalls um kein Jahr gealtert und bereitet durch seine vielfältigen Fähigkeiten sowohl Alt und Jung jede Menge Freude. Zwar ist das Spiel nach knapp 10 Stunden erfolgreich bestanden, bekommt man in dieser Zeit jedoch fast perfekte Unterhaltung geboten, welche durch das innovative und nützliche Feature der Zeitmanipulation auch wirklich die ganze Zeit anhält und nicht aus stetigen Wiederholungen von Aufgaben besteht.

Einzig und allein die etwas stupiden Kämpfe und der geringe Widerspielwert mögen den Gesamteindruck etwas trüben, was den Wert des eigentlichen Spielerlebnisses aber auch kaum ändert. Für Nostalgiker haben die Programmierer übrigens eine (zugegebenermaßen schlecht) emulierte Version des ersten Teils von Prince of Persia integriert, welche im Spiel aber geheim versteckt ist und erst gefunden werden muss. Wer dieses Boni nicht benötigt, sollte den Titel trotzdem genauer unter die Lupe nehmen – ein aufregendes und in ein wunderschönes Gewand verpacktes Spielerlebnis sorgt dafür, dass „Prince of Persia: The Sands of Time“ einer der ganzen heißen Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres“ ist – Zugreifen!

Prince of Persia: The Sands of Time [PS2 , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Yahoo! Spiele-Forum

Prince of Persia: The Sands of Time im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Ubisoft?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

Tour de France 2008: Der offizielle Rads...
X360: 360: Street Fighter II Beta ab heu...
Don King Presents: Prizefighter
Bioshock
PS3: Final Fantasy Versus XIII liegt auf...
PS3: LittleBigPlanet: Mit Voice Chat &am...
Guitar Hero 3: Legends of Rock
Need for Speed: Undercover
TNA iMPACT!
Spiele auf der E3
Crysis
PC: Call of Duty 5: CoOp für vier Spiele...
Activision
Gears of War 2
X360: MK Vs. DC Universe mit Fatalities

Weitere Spiele Reviews:

Jumper [X360 , looki.de]
Geheimakte Tunguska [WII , looki.de]
Bleach: The Blade of Fate [DS , looki.de...
Lost Planet: Extreme Condition [PS3 , lo...
Windchaser [PC , looki.de]
WII: No More Heroes
LEGO Indiana Jones [PSP , looki.de]
WII: Geheimakte Tunguska
Turok [PC , looki.de]
Viking: Battle for Asgard [PS3 , looki.d...
PC: Mass Effect
Nights: Journey of Dreams [WII , looki.d...
Patapon [PSP , looki.de]
X360: Command & Conquer 3: Kanes Rac...
DS: Dr. Reiner Knizias Logik-Coach

Vorschau auf neue Spiele:

Sinking Island [PC , looki.de]
GC 07 First Look: A New Beginning [WII ,...
PC: Shaun White Snowboarding
DS: Final Fantasy XII: Revenant Wings
PC: Spore
PC: Call of Duty: World at War
SEGA Rally [PC , looki.de]
PS3: echochrome
X360: Blue Dragon
PC: Aion - The Tower of Eternity
PC: Treasure Island
WorldShift [PC , looki.de]
PC: Dragon Age
Infernal [PC , Justgamers]
Die Simpsons - Das Spiel [PS3 , looki.de...