R: Racing

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Namco
Entwickler
Namco
Erscheinungsdatum
-
Genre
Racing
USK
0
R: Racing [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

57%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Ausreichend

Lanzeitspaß

Ausreichend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

R: Racing

Racinggefühl mit Storyline

Geboren im wunderschönen Westen Japans wanderte Hauptfigur Rena Hayami direkt nach ihrem Schulabschluss nach Amerika aus und stürzte sich in das alltägliche Arbeitsleben. Hierbei verdiente sie ihr Geld noch als Fahrerin eines Rettungswagens bis zu dem Tag, an dem sie Stephan Garnier traf. Er war vor einigen Jahren ein berühmter Ingenieur in der Racingszene, doch die Arbeit war ihm eine schwere Last, sodass er für einige Jahre untertauchte. Bei einem Szenerennen, bei dem Stephan sein Comeback feiern wollte, geschah plötzlich ein gravierender Unfall und nur eine Person konnte helfen, Rettungsfahrerin Rena. Auf diesem Weg trafen sich die zukünftige Fahrerin der Teams Garnier und deren Teammanager das erste Mal. Nach einem wilden Transport in das örtliche Krankenhaus erfuhr Stephan mehr über ihren Fahrstil und Renas Umgang mit Wagen – sie fühlte mit ihnen.

Stephan trotzte nicht zu zögern und bot der 5-Minuten Bekanntschaft eine Karriere in der Rennsportbranche an und die noch ahnungslose Rena nahm das einmalige Angebot an.

Leider hören wir von dieser Story im weiteren Spielverlauf nicht allzu viel, denn die kurzen Zwischensequenzen im Spiel behandeln nicht unbedingt den Werdegang des jungen Mädchens, sondern drücken ihre Gefühle zum Rennsport aus und zeigen, dass sich auch eine Frau an die Spitze drängen kann.

Nun aber ans Lenkrad

Neben der nicht allzu tiefgründigen Storyline, könnt ihr euch natürlich auch gleich hinter das Steuer setzen und loslegen. Im Karrieremodus von R: Racing ist es eure Aufgabe, so viele Meisterschaften wie möglich zu gewinnen und von Rennen zu Rennen mehr Erfahrungspunkte auf eurem Konto zu lagern. Leider erweist sich dieser Spielmodus als relativ einseitig, denn nach einem abgeschlossenen Rennen bekommt ihr den Auftrag, die gleiche Strecke spiegelverkehrt zurückzulegen. Danach dürft ihr außerdem verschiedene Abteile der Fahrbahn abklappern, um an eure Punkte zu kommen. Leider werdet ihr gezwungen, dies in jeder Meisterschaft durchzuführen und dadurch sinkt wiederum der Spielspaß. Die einzige Abwechslung ist der Wechsel von Rennbahn auf Rallyestrecken, welche genau den gleichen Ablauf der Meisterschaften beinhalten, wie die oben genannten Rennstrecken.

Außerdem seid ihr dazu auserkoren worden, an stilistischen Drift- und Dragrennen im Stile von 'Need For Speed: Underground' teilzunehmen, welches euch aber nicht aus dem einseitigen System verabschiedet, denn auch hier heißt die Devise: „Normal, Spiegelverkehrt und Abteilrennen“.

Die durch Langeweile gesammelten Erfahrungspunkte könnt ihr dann im Challengemodus wieder verprassen. Hier habt ihr nämlich die Möglichkeit, euch mit anderen Wagen im Einzel-, Duell- und Markenrennen zu messen. Während die ersten beiden Rennarten die freie Wahl von Autos und Zubehör zulassen, dürft ihr im Markenrennen nur mit einer bestimmten Klasse von Autos antreten, welche ihr auch im Karrieremodus freispielen könnt. Natürlich könnt ihr auch den altbewährten Turniermodus aufsuchen, um am Ende auf Treppchen zu gelangen.

Der harte Lizenzkampf

Wie in den meisten Rennspielen von Heute fahrt ihr nicht mit einer selbst konstruierten Klapperkisten durch die Gegend, sondern setzt euch in einen schönen, lizenzierten Sportwagen und heizt mit diesem über die Fahrbahn. Vom Mittelklassewagen bis hin zur millionenschweren GT-Klasse, von Mini Cooper bis hin zum McLaren Mercedes. Natürlich stehen euch diese Superflitzer nicht gleich von Anfang an zur Verfügung, sondern ihr müsst sie in allen Spielmodi freischalten. Um auch in den harten Schwierigkeitsstufen des Challengemodus gewinnen zu können, dürft ihr vorab an eurem Auto etwas rumbasteln, was schon wieder an das aktuelle Spiel der 'Need for Speed'-Reihe erinnert. Spoiler, Bremsen und ein neuer Motor, alles lässt sich mit den Erfahrungspunkten kaufen, doch Vorsicht ist geboten, die Preise hierfür sind nicht gerade gering - also ist es angebracht, sich die Punkte für den Anfang einzuteilen.

Außer diesen Frisierarbeiten könnt ihr vor jedem Rennstart die Feineinstellungen wie zum Beispiel die Bremsverteilung oder die Federung des Wagens fixieren. Diese Funktion ist euch auch während des Rennens gestattet.

Fahrzeuge = Gut , Strecken = Naja

Schon wenn ihr das erste Mal die Zwischensequenzen mit der Ingame-Grafik vergleicht, fällt euch auf Anhieb ein inhaltlicher Zusammenhang ein, der heißt: „Es gibt keinen“. Leider wird einem somit gleich beim ersten Spielen der Spaß genommen. Die Strecken sind gut nachempfunden worden, aber dennoch optisch lieblos dahingeklatscht. Das gleich gilt für die Zuschauer, welche wir in dieser Form das letzte Mal bei NHL 1999 sahen. Von den scheinend realistischen Fahrzeugen waren wir auch nicht besonders beeindruckt. Es gibt kein Durchdrehen der Reifen und ohne Schadensmodell gehen die lizenzierten Nobelgeschosse an den Start. So glaubt man es kaum, wenn man mit über 200 km/h gegen eine Mauer prescht und die Box uns nur einen „kleinen Kratzer“ meldet und am Auto selbst verändert sich nichts. Leider sparte Namco in Sachen Grafik Einiges ein und schöpft die Xbox nicht annähernd aus.

Der Sound im Spiel gibt sich ebenfalls unterdurchschnittlich. Vor jedem Rennstart könnt ihr euch für einen Radiosender entscheiden, der das ganze Rennen lang nur eine Melodie spielt - viel mehr Abwechslung wird da nicht geboten.

Fazit

Mit 'R:Racing' bringt Namco ein unterdurchschnittliches Spiel auf dem Markt. Die verschiedenen Spielmodi bieten auf lange Sicht zu wenig Abwechslung, und auch die Optik des Spiels wurde ohne Liebe zum Detail eingearbeitet. So scheinen die als Pappaufsteller wirkenden Besucher bei der Durchfahrt kurzerhand umzukippen, anstatt dem Gewinner eines Rennens entgegen zu jubeln. Auch der mittelklassige Sound kann das Spiel nicht mehr retten, denn wenn man sich die Lieder genauer anhört, erinnert man sich leicht an die ersten 3 Sekunden von Yvonne Catterfelds Lieder in der Dauerschleife. Im Großen und Ganzen ist 'R:Racing' ein uninspiriertes Spiel, welches weder die Spieler, noch die Lizenznehmer von Namco überzeugen kann.

R: Racing [PS2 , Justgamers]

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