Gesamtwertung74%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Auch wenn der Formel 1 Zirkus gerade Winterschlaf hält, schickt Ubi Soft die Playstation 2-Gemeinde noch einmal auf die virtuelle Rennstrecke. Im Gegensatz zu Spielen wie Formel 1 2003 aus dem Hause Sony, muss der Spieler bei Racing Simulation 3 auf sämtliche original Rennfahrer und Wagen aus lizenzrechtlichen Gründen verzichten. Auch die Rennboliden unterscheiden sich allesamt durch ihr Aussehen von den Originalen. Nicht mal vor den Rennstrecken hat man bei Ubi Soft halt gemacht. Diese sind den Originalstrecken zwar sehr gut nachempfunden, besitzen allerdings nur ausgedachte Namen. So fahrt Ihr beispielsweise statt in Australien (Melbourne) in Neuseeland oder anstatt in Deutschland (Hockenheimring) in Polen.
Racing Simulation 3 besitzt sieben verschiedene Spiel-Modi. So könnt Ihr im Arcade-Modus auf 16 verschiedenen Rennstrecken gegen die Zeit fahren. Wem dabei das Rennen zu einfach ist, kann aus vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Wer stattdessen lieber eine schnelle Runde auf einem frei wählbaren Kurs hinlegen möchte, ist mit dem Zeitrennen-Modus bestens bedient. Wenn man das Verlangen hat, einen neuen Rekord auf seiner Lieblingsstrecke hinzulegen, kann man dies im Modus Freie Fahrt, ohne Zeitdruck im Rücken. Optional ist es hierbei möglich ein Geisterfahrer einzuschalten. In der Fahrschule gilt es 15 Fahrprüfungen, welche allesamt auf der Rennstrecke in Korea ausgetragen werden, zu bestehen. Erst wenn alle Fahrprüfungen bestanden sind, hat der Spieler die Möglichkeit, an der Meisterschaft oder einem Einzelrennen teilzunehmen. Hat man es letztendlich geschafft, Champion im Meisterschaftsmodus zu werden, wird dem Spieler der Szenario-Modus freigeschaltet. Dieser beinhaltet 12 Schlüsselereignisse einer Rennsaison, wo es zu beweisen gilt, wie man sich in bestimmten Rennsituationen zu verhalten hätte.
Wichtig vor einem Formel 1 Rennen, ist es den Boliden gekonnt auf die jeweilige Strecke anzupassen. Genau dazu hat man bei Racing Simulation 3 die Möglichkeit. So könnt Ihr in der Garage wählen, wie viel Treibstoff Ihr zum Start des Rennens in Eurem Fahrzeug haben wollt oder welche Reifen Ihr aufziehen möchtet.
Auch besteht die Möglichkeit, die Lenkung, das Fahrwerk, die Flügelwinkel, die Bodenfreiheit, die Spur, den Radsturzwinkel, das Getriebe oder aber die Bremsbalance Euren Wünschen entsprechend zu konfigurieren. Nur durch genügend Testrunden und der richtigen Feinabstimmung, werdet Ihr es auch als Anfänger auf das Podium schaffen können.
Wer sich nicht gern als Alleinunterhalter auf die Strecke begibt, hat außerdem die Möglichkeit mit einem Freund über Splitscreen Kopf-an-Kopf Rennen auszutragen. Leider fehlen dabei die CPU Gegner, was das ein oder andere Rennen etwas langweilig gestaltet. Hier hätte man sich schon gewünscht, wenn neben den menschlichen Fahrern noch ein paar Gegner mehr auf der Strecke gewesen wären. Auch einen online Modus haben wir bei Ubi Softs Rennspiel Simulation schmerzlich vermisst.
Wer sich zu Beginn in einen Boliden schwingt, wird beeindruckt von der durchaus einfachen Steuerung, die ein wenig Arcade-Feeling aufkommen lässt, sein. So gebt Ihr mit dem X-Button Gas und Bremst mit dem Quadrat. Die L1 bzw. R1 Tasten dienen zum Hoch beziehungsweise Runterschalten der Gänge. Wer ein Blick nach Hinten riskieren möchte, um seine Kontrahenten zu lokalisieren kann dies mit einem Druck auf den R2 Button. Wer sich an diese Tastenbelegung nicht gewöhnen kann, hat außerdem die Wahl zwischen drei weiteren Tastenkonfigurationen. Rennprofis hingegen können auch zu einem Lenkrad greifen, denn Racing Simulation 3 unterstützt von Haus aus nahezu jedes erhältliche Lenkrad für die Playstation 2.
Aus technischer Sicht gibt es leider einige Kritikpunkte zu verzeichnen. So läuft das Spiel beispielsweise nicht immer unbedingt flüssig, was durch eine durchgängig niedrige Framerate zu spüren ist. Auch wirken die Strecken alle ein wenig detailarm. Hier hätte man sich ein wenig mehr Abwechslung gewünscht, damit man nach mehreren Runden auf einer Strecke, auch mal etwas Neues, wie z.B. einen umher fahrenden Abschlepper oder aber Streckenposten bewundern kann. Auch der Sound konnte uns während unserer Testrunden nicht vollends überzeugen. Da die Motoren bei allen Vehikeln gleich klingen, tragen sie nämlich nicht gerade zu einer dichteren Rennatmosphäre bei.
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