Gesamtwertung88%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Rache gegen das Verbrechen der Menschheit...
Ihr Name ist Parker und sie haben es satt auf der Erde zu bleiben und nur das zu tun, was ihre Eltern von ihnen wollen. In den Minen, auf dem Mars, wollen sie Erfahrungen sammeln - eine ziemlich dumme Entscheidung, wie sie bald feststellen werden. Nach Wochen von quälender Sklavenarbeit in den Minen des ausbeuterischen Ultor-Konzerns beginnt ein Aufstand der Minenarbeiter, der von EOS und ihrer Gruppierung von Rebellen angeführt wird. Auch sie entscheiden sich zur Revolte und müssen den tyrannischen Minenwächtern entkommen.Doch im Zuge der Revolte werden auch ganz andere Geheimnisse von Ultor aufgedeckt, die im Zusammenhang mit einer mysteriösen Seuche stehen. Und zu allem Unglück sind sie mittendrin...
Diese Vorgeschichte wird in einem schick gemachten Video als Intro gezeigt, bevor sie direkt in den Minen starten, wo die Revolte beginnt. Zu Beginn heißt es natürlich erst einmal um das eigene Überleben kämpfen, doch schon bald nehmen zwei Mitglieder der Untergrundbewegung Red Faction mit ihnen Kontakt auf und helfen ihnen zu entkommen. Doch wie es so oft ist, kommt einiges dazwischen, so daß sie nebenbei entscheidende Aufträge der Red Faction übernehmen und dabei einige der tiefsten Geheimnisse von Ultor lüften. Man wird es bestimmt schon erahnt haben, Red Faction ist ein klassischer 3D-Action Shooter im Stile von Half-Life. Sie steuern Parker aus einer Ego-Perspektive und kämpfen sich durch die vorgegebenen Level weitestgehend linear durch. Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern wurden bei Red Faction jedoch zahlreiche Nebenwege eingebaut, so daß man oft nicht merkt, daß das Spiel linear ist. Der Minenkomplex zu Beginn des Spieles enthält zum Beispiel mehrere Wege abseits des Hauptweges, von denen mehrere zum Ziel führen. Gelegentlich sind diese Nebenwege auch Abkürzungen oder führen zu guten Sniper-Positionen.
Die Missionen sind bei Red Faction abwechslungsreich und sehr liebevoll gestaltet. So darf man sich im ersten Drittel des Spieles als Spion versuchen und muß durch Bürokomplexe und medizinische Bereiche schleichen. In einem anderen Abschnitt eskortieren sie ein hochrangiges Mitglied von Ultor oder beschützen unseren Informanten Hendrix vor Söldnern. Einige kleine Rätsel gibt es auch - diese sind sogar etwas komplexer als in den anderen Shootern und verlangen teilweise Vorbereitung. Die Hauptaufgabe während des ganzes Spieles ist jedoch das Überleben und damit das Eliminieren von zahlreichen Gegnern. Neben den normalen Missionen gibt es einige Spezialmissionen in denen Parker in eines von 5 Fahrzeugen steigen darf. So darf man in einen Jäger steigen, ein U-Boot fahren, mit einem Jeep herumrasen oder mit einem Bohrfahrzeug fahren. Diese Abschnitte gehören sicherlich zu den schönsten Features des Spieles. Im Gegensatz zu vielen anderen Shootern ist es hier sehr gut gelungen die Fahrzeuge einzubauen.Schade ist jedoch, dass die Abschnitte, in denen der Spieler die Fahrzeuge steuern kann, relativ kurz gehalten sind.
An Gegnern trifft man im Laufe des Spieles hauptsächlich auf Ultor Sicherheitspersonal in verschiedenen Ausführungen. Neben den normalen Wachen tauchen später auch mutierte Tiere, Roboter, Shuttles und Söldner auf, die es zu erledigen gilt. Auch wenn dies nicht viel klingt, so wechseln sich die Gegner ständig ab, so daß es nie eintönig wird. Der mit Abstand interessanteste Gegner ist wohl ein mutierter Riesenwurm, der jedoch leider nur im letzten Drittel des Spieles auftaucht. Das Leveldesign ist ebenfalls gut gelungen. So gibt es zahlreiche Handlungsorte , von den Ultor Bergwerkminen über Wartungsschächte, Bürokomplexe, Canyons, Medizinischen Laboratorien, einer Raumstation oder vernebelten Höhlen. Dabei unterscheidet sich jedes Level stark von den anderen. Leider sind einige Level, wie die Bürokomplexe, stellenweise zu steril gehalten und erinnern irgendwie stark an die Gänge der StarTrek Raumschiffe im Fernsehen. Um hiervon abzulenken plaudern einige Nebencharaktere über mehr oder weniger passende Alltagssituationen, was so manches Mal für ein Schmunzeln sorgt.Die Spieldauer des Solospieles fällt jedoch sehr kurz aus. Profis werden das Spiel in 5 Stunden auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad gemeistert haben, doch auch Anfänger werden kaum mehr als 10 Stunden brauchen. Dies ist natürlich viel zu kurz für ein Spiel - auch wenn diese Stunden sehr viel Spaß bieten. Der Schwierigkeitsgrad ist auf drei Stufen einstellbar. Allerdings sind die ersten 2/3 des Spieles auf allen Schwierigkeitsgraden etwas zu einfach. Der letzte Abschnitt ist hingegen unglaublich schwer und stellt auf jedem Level eine große Herausforderung dar.
Akustisch ist die deutsche Version des Spieles hervorragend. So gibt es eine vorbildliche Synchronisation und zahlreiche Meldungen, die komplett gesprochen werden. Auch verfügen alle Waffen über unterschiedliche Geräusche und das Spiel hat eine passende Hintergrundmusik. Diese Musik verändert sich je nach Situation und steigert somit die Atmosphäre.
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