Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungGut |
Fern von dem alltäglichen Stress der Arbeit, weit weg von stinkenden Abgasen der Großstadt einfach nur in freier Natur. Für einige die absolute Entspannung, für andere furchtbar langweilig. Manche allerdings erleben die Schönheit der Natur in jedem freien Moment die Hobbyangler. Wer sich nun aber für das Angeln interessiert, aber kein Freund der guten Natur ist, kann das Hobby ab sofort auf der PlayStation 2 in Reel Fishing 3 erleben. Ob dem Entwickler Natsume eine gute Umsetzung des Angelsports gelungen ist, erfahrt Ihr in unserer Review.
Gestresst als vielbeschäftigter Geschäftsmann, bekommt man endlich vom Chef den verdienten Urlaub zugesprochen. Nicht unpassend kommt zugleich die Einladung eines alten Freundes, doch mal ein paar Wochen in seiner Waldütte in freier Natur an einem schönen See zu verbringen.
So wird man in die Welt von Reel Fishing 3 eingetaucht. Hat man sich erst einmal in der Hütte eingefunden, merkt man zwar, dass der Urlaub sehr entspannend wird, aber dafür nicht allzu viel Spannung erlebt. Glücklicherweise besitzt der Inhaber der alten Hütte einen Hund, welcher sich prompt als Postbote nützlich macht. Die kleine Fußhupe versorgt den Spieler nämlich des öfteren mit Briefen von dem alten Bekannten. Dieser hat sich schon gedacht, dass sich ein Geschäftsmann unseres Grades hier vielleicht ein bisschen langweilen wird. Kurzum erteilt er den Ratschlag, sich doch einfach mal seine Angelausrüstung zu schnappen und sich als Angler zu versuchen.
Natürlich folgen wir dem Rat gerne, doch erweist sich nun schon das erste Problem. Die Briefe besitzen die Funktion eines Tutorials. Leider ist das komplette Spiel in Englisch gehalten und wer nicht über gute Kenntnisse mit mehreren Fachbegriffen des Angelns dieser Fremdsprache verfügt, wird nun erstmal sehr gefrustet sein.
Große Kritik geht folgendermaßen auch an die freche Anleitung des Spiels. Gerade mal fünf Seiten enthält diese, inklusive einem Inhaltsverzeichnis. Schön und gut, wird in dem kleinen Booklet noch eine Internetadresse angegeben, wo eine ausführlichere Beschreibung zum Spiel stehen sollte. Aber auch hier wird der Spieler derb enttäuscht, nämlich außer ein paar Fakten zum Spielinhalt, erfährt man hier auch nicht. Der Einstieg fällt somit vor allem Einsteigern in den Angelsport schwer.
Ist man mit der Thematik allerdings bestens vertraut, erweist sich Reel Fishing 3 durchaus als komplexes und unterhaltsames Angelspiel. Kenner dürfen sich nämlich über mehrere Angeltechniken und über unterschiedliches Verhalten der Fische freuen. Sogar Wetterumschwünge sorgen bei den 25 Fischarten für höchste Aufregung. Ist man erfolgreich, so eröffnet sich im Laufe des Spiels die Möglichkeit, zwischen circa 100 Angelruten und Ködern auszuwählen.
Wenn es dunkel wird und der Tag zu Ende geht, heisst es allerdings noch lange nicht Schlafenszeit. Nun könnt Ihr Eure gefangenen Fische in Aquarien aufbewahren. Dort müsst Ihr auch des öfteren einen Blick hineinwerfen, denn die Fütterung der Fische sollte ganz oben an der Tagesordnung stehen. Auch kann man hier die verschiedenen Fische studieren sei es der Lieblingsköder oder die Aggressivität.
Anhand dieser Vielfalt wird Angelfans einiges an interessanter Abwechslung geboten, Nichtkenner könnten allerdings ebenso von dieser Vielfalt erschlagen werden. Um mit dem Spiel wirklich Spass zu haben, sollte man einige Vorkenntnisse gesammelt haben.
Von der technischen Seite her zeigt sich Reel Fishing 3 durchaus ordentlich. Die Grafik bekommt zwar keinen Schönheitspreis, doch sieht das Wasser im Gesamtbild mit der Natur sehr realistisch aus. Auch das Wetter wird simuliert. Während man sich bemüht, einen Fisch an die Angel zu bekommen, fängt es schon mal an zu regnen, wenn Wolken über den Himmel ziehen. Auch die Sonne kann man auf ihrem Weg über den Horizont verfolgen. Trotzdem bietet die flimmerfreie Optik nichts Überragendes, was einen kleinen Staun-Effekt hervorrufen könnte.
Sehr viel Mühe gegeben hat sich Natsume beim Sound. Fröhlich zwitschern aus den Lautsprechern Vögel, Blätter rascheln an den Bäumen und kleine Bäche plätschern ruhig vor sich hin. Schließt der Spieler die Augen und hört aufmerksam dem ruhigen Rauschen der Wellen zu, ist die Entspannung fast schon traumhaft.
Ebenfalls Gelungen ist die Steuerung des Spektakels. Hat man den richtigen Köder gewählt und die Angel in die Nähe von einem Schwarm ausgeworfen, wird es nicht lange dauern, bis ein Fisch anbeisst. Nun kommt allerdings der anspruchsvolle Teil des Angelns. Sofern man das Tutorial verstanden hat, muss man den Fisch am Losreissen des Angelhakens hindern. Dies wurde sehr gut mit dem Analogstick umgesetzt. Mit diesem steuert man nun die Leine und muss versuchen, den Fisch zu beruhigen, indem man nicht zu hektische Bewegungen macht, aber trotzdem die Kraft des Fisches eindämpft.
Dabei gilt es natürlich auch darauf zu achten, dass die Leine nicht reisst oder zu schlaff im Wasser liegt. Nach ein paar Versuchen ist die Steuerung dann sehr intuitiv und jeder Kampf mit dem Fisch wird spannender denn je.
Reel Fishing 3 im Test.
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