Resident Evil 4

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Capcom
Entwickler
Capcom
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
18
Resident Evil 4 [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

93%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Resident Evil 4

Am 01. November 2004 ließ Publisher Capcom völlig überraschend die Katze aus dem Sack und kündigte offiziell an, dass Resident Evil 4 nicht mehr GameCube-exklusiv ist, sondern auch für PlayStation 2 erscheinen wird. Diese Nachricht ließ zahlreiche Zombiejäger und bereits durch mehrere Survival Horror-Teile rund um den Umbrella Konzern verwöhnte PSX-Besitzer natürlich vor Verzückung laut aufschreien. Allerdings hatte diese Ankündigung auch einen herben Beigeschmack: Um den Titel bestens an die Stärken der Sony-Hardware anzupassen, hieß es, dass mit der Fertigstellung nicht vor Ende 2005 zu rechnen sei. Nun, knapp zwölf Monate später hat Capcom Wort gehalten und der neuste Resident Evil-Ableger präsentiert sich genau wie das GameCube-Pendant, in einer völlig neuen Aufmachung. Mit Teil 4 der Survival-Horror-Reihe wagen sich die Entwickler in neues Terrain und zeigen auf eindrucksvolle Art und Weise, dass nicht unbedingt Raccoon City und dort umherschlurfende und nach frischem Fleisch suchende Zombies von Nöten sind, um einen ordentlichen Horrortitel auf die Beine zu stellen und Horror-Fans vor dem Bildschirm zu fesseln. Aber fangen wir zunächst von vorne an, mit der Geschichte von Resident Evil 4.

Seit der Zerstörung der zombieverseuchten Kleinstadt Raccoon City sind inzwischen sechs Jahre vergangen. Leon Scott Kennedy, damals noch ein junger und frisch zum Raccoon Police Department versetzter Cop, war einer der wenigen Überlebenden des grausamen Vorfalls, der dort durch die hiesige Umbrella Corporation ausgelöst wurde. Dieser bildete den Hauptplot des hierzulande inzwischen indizierten zweiten Teils. Als das brisante Thema um den mutationshervorrufenden T- und G-Virus nach und nach immer mehr an die Öffentlichkeit drang, wurde der für die Viren verantwortliche Konzern von der U.S.-Regierung auf unbestimmte Zeit geschlossen und dessen Aktien wanderten in den Keller. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und aus dem einstigen Frischling Leon ist ein erfahrener Topagent geworden, der für die Regierung der Vereinigten Staaten arbeitet. Als plötzlich die Tochter des amerikanischen Präsidenten Graham auf der Heimreise von ihrem College in Massachusetts, von einer unbekannten Organisation entführt wird, setzt man sofort Leon auf den Fall an. Er soll Ashley, die zuletzt in einem kleinen Dorf irgendwo in Spanien gesehen worden sein soll, aufspüren und zurück zu ihrem Vater bringen. Leon macht sich auf den weiten Weg in europäische Gefilde und seine Ermittlungen führen ihn dabei zu einem abgelegen spanischen Dorf namens Pueblo, in dem Ashley vermutlich gefangen gehalten wird.

Das Abenteuer beginnt bei einer kleinen Holzhütte, die sich knapp einen Kilometer vor dem Dorfzentrum befindet. Nachdem ihr eure zwei Begleiter der spanischen Polizei wartend im Wagen zurückgelassen und euch Zutritt zur Hütte verschafft habt, bemerkt ihr einen Mann, der sich offensichtlich nicht durch euer Eindringen belästigt fühlt. Im Gegenteil: Leon scheint Luft für ihn zu sein und er reagiert auch nicht auf die von ihm gestellten Fragen bezüglich eines vermissten Mädchens. Allerdings flippt er völlig aus, als er Ashleys Foto unter die Nase gehalten bekommt, greift plötzlich neben den Kamin und zückt eine Axt hervor, mit der er sofort auf Leon losgeht. Nach einem gekonnten Ausweichmanöver zieht Leon seine Waffe und versucht den Mann mit den Worten: „Stopp! Keinen Schritt weiter oder ich schieße!“ zur Vernunft zu bewegen.

Doch er reagiert nicht auf Leons eigentlich überzeugende Warnung und setzt seinen Weg unbeirrt in dessen Richtung fort. Kurz darauf schwängt die Kamera ins eigentliche Spiel und ihr seid mit geladener Waffe mittendrin im Geschehen. Nach einigen gezielten Schüssen liegt der Mann regungslos am Boden, als euch plötzlich von draußen ein lautes Motorengeheule aufschrecken lässt. Ein kurzer Blick aus dem Fenster offenbart euch, dass ein alter Lastwagen das Polizeiauto wegrammt und sich zudem plötzlich mehrere mit Bauernwerkzeugen bewaffnete Einheimische in unmittelbarer Nähe der Hütte tummeln. Nachdem ihr aus der Hütte nach draußen gelaufen seid und auch den letzten Angreifer mit überzeugenden Argumenten aus Leons Pistole auf den Boden geschickt habt, haltet ihr Ausschau nach den zwei Polizisten, die im Wagen auf euch warten wollten. Die Suche führt Leon zu einer nahe gelegenen Klippe, von der Rauch aufsteigt, und in der sich das zerschellte Vehikel eurer zwei Komparsen befindet.

Was geht hier bloß vor sich? Auf der Suche nach Antworten setzt Leon seinen Weg in Richtung Dorf fort und bekommt prompt die nächste Überraschung spendiert. Auch hier werdet ihr aufs herzlichste empfangen und man hat zur Feier des Tages gleich Mistgabeln, Sicheln und Äxte mitgebracht, mit denen ihr erst einmal ordentlich begrüßt werdet. Einer der Angreifer hat sein Gesicht sogar unter einem alten Sack versteckt und ist mit einer Kettensäge bewaffnet. Wohin ihr seht, tauchen plötzlich immer mehr wutentbrannte Dorfbewohner auf, die euch an die Wäsche wollen. Nachdem ihr in eines der vielen Häuser geflüchtet seid und dort die Tür mit einem Schrank verbarrikadiert habt, glaubt ihr euch in Sicherheit. Weit gefehlt, denn im ersten Stock ist bereits das Klirren eines Fensters zu hören. Noch bevor ihr dazu kommt, oben nach dem rechten zu sehen, bemerkt ihr, wie auch die Fenster im Erdgeschoss zerschlagen werden und die ersten Angreifer ins Gebäude hineinklettern. Ihr seit gerade damit beschäftigt, die aggressiven Einheimischen mit Einsatz der Schusswaffe auf Distanz zu halten, als plötzlich die verbarrikadierte Tür vom Kettensägenmann aufgebrochen wird und sich dieser mitsamt Anhang auf Euch stürzt. Ihr könnt gerade noch die Angreifer abschütteln und flüchtet in den ersten Stock, in dem gerade eben noch das berstende Fenster zu hören war. Ein Blick aus dem kaputten Fenster verrät, dass gerade ein weiterer Dorfbewohner auf einer Leiter emporgestiegen kommt.

Ihr tretet die Leiter um, springt mit einem riesigen Satz aus dem Fenster und flüchtet in ein anderes Gebäude. Nachdem ihr auch hier den Eingang und sogar das Fenster im Erdgeschoss verbarrikadiert habt, wird euch klar, dass sich nur noch wenige Patronen in eurer Waffe befinden und keine Chance besteht, es mit allen auf einmal aufzunehmen. Genau in diesem Moment werden die Tür und auch die verrammelten Fenster aufgebrochen und der gnadenlose Kampf ums nackte Überleben entfacht aufs Neue. Als Euch schließlich die Munition ausgeht und ihr dem Feind mit dem mitgeführten Messer das Letzte entgegenbringt, passiert plötzlich etwas schier Unglaubliches. Eine Kirchenglocke ertönt, sämtliche Angreifer lassen die Waffen fallen, ziehen sich zurück und verschwinden in der ortsansässigen Dorfkirche. Was geht hier bloß vor sich?

Nach den ersten Spielminuten im Dorf wird euch klar, dass die neuen Feinde schneller und noch grausamer sind, als die Zombies aus den Vorgängerteilen. Richtig gehört: In Resident Evil 4 spielen Zombies keine Rolle mehr, allerdings hat der Titel trotzdem jede Menge Obskuritäten zu bieten, die euch den ein oder andere Schauer über den Rücken jagen werden. Anstelle von Menschenfressern bekommt ihr es im vierten Teil neben den Dorfbewohnern nämlich auch noch mit mysteriösen Kuttenträgern, mutierten Hunden und später sogar mit schwerbewaffnetten Söldnern zu tun. Alle sind mit einem fiesen Virus namens Las Plagas infiziert, einem Parasit, der sich allerdings erst offenbart, wenn das Tageslicht erloschen ist. Die Plagas können sich jedoch nur aus den Hälsen enthaupteter Menschen heraus entwickeln. Dabei nehmen sie verschiedene Formen an und werden allmählich immer stärker und tödlicher, desto weiter ihr im Spiel fortschreitet. Aus diesem Grund empfiehlt es sich des Nachts nicht auf die Köpfe der Angreifer zu schießen, da sich sonst die Parasiten offenbaren und dann eine deutlich höhere Menge an Munition von Nöten ist, um die Gegner zur Strecke zu bringen. Selbstverständlich lassen sich aber auch im einen oder anderen Spielabschnitt wieder Levelbosse blicken und so kommt es, dass euch unter anderem ein riesiger Troll namens El Gigante zerquetschen und während einer Bootsfahrt eine Art Riesenfisch namens Del Ago verspeisen will. Hier muss man den Entwicklern ein großes Lob aussprechen, denn die gewaltigen Obermotze sehen nicht nur verdammt gut aus, sondern müssen auch immer mit jeweils einer anderen Taktik bekämpft und bezwungen werden. Das Gameplay gestaltet sich dabei derart abwechslungsreich und unverbraucht, dass sicherlich niemandem langweilig wird.

Das rührt unter anderem auch daher, dass sich zum ersten Mal in der Resident Evil-Serie die Kamera nicht wie gehabt aus der Vogelperspektive präsentiert, sondern sich diese hinter Leons rechter Schulter befindet. Zunächst empfindet man diese Sicht als etwas ungewohnt, nach wenigen Minuten bemerkt man allerdings, dass man keinen besseren Blickwinkel hätte wählen können. Man hat nun ein viel besseres Sichtfeld und das ist auch notwendig, denn der Spielablauf gestaltet sich deutlich arcadelastiger und auch schneller als noch bei den Vorgängern. Auch das Kampfsystem wurde überarbeitet und so stehen euch gleich mehrere Varianten der Verteidigung zur Verfügung. Haltet ihr die R1-Taste gedrückt, zieht Leon seine Waffe und die Kamera zoomt automatisch auf dessen Schulter. Mit dem in jede Waffe eingebauten Laseraufsatz lassen sich die Gegner spielend leicht anpeilen und mit der X-Taste aufs Korn nehmen. Mit dem Schnellfeuergewehr mit montiertem Zielfernrohr lassen sich sogar weiter entfernte Dorfbewohner noch mit Leichtigkeit per Kopfschuss außer Gefecht setzen.

Interessant ist auch, dass den Gegnern endlich mehrere Trefferzonen spendiert wurden. Ihr könnt ihnen die Waffen aus der Hand schießen – was sich als besonders wirksam erweist, wenn diese gerade eine Dynamitstange nach euch werfen wollten, sie zum Fallen bringen oder ihnen ins Knie schießen und anschließend mit einem Drehkick zum fatalen Kieferbrecher ansetzen. Habt ihr sämtliche Munition verbraucht, kommt die nützliche Funktion des mitgeführten Messers zum Einsatz. Mit einem Druck auf den L1-Button zückt Leon seine Klinge, mit der er seinen Feinden schnell und hart zusetzen kann. Allerdings lassen sich mit dieser nicht nur Kehlen durchschneiden, sondern auch umherstehende Kisten und Fässer, die meist mit brauchbaren Inhalten wie beispielsweise Munition, Heilkräuter, Edelsteine, seltene Schmuckstücke oder Geld daherkommen, spielend leicht öffnen.

A propos Geld: Die gefunden Schmuckstücke und Pesetas könnt ihr bei einem vermummten Straßenhändler, der an bestimmten Punkten im Spiel immer wieder auftaucht, gegen neue Waffen und nützliche Upgrades eintauschen. Von der handlichen Pistole, dem hochfrequenten Schnellschussgewehr, dem Minenwerfer, bis hin zum alles vernichtenden Raketenwerfer, findet sich hier so ziemlich alles, was das Waffenherz begehrt.

Die erstandenen Ballermänner lassen sich anschließend noch mit diversen Updates hochstufen, die sich in die vier Kategorien Feuerkraft, Feuergeschwindigkeit, Ladegeschwindigkeit und Kapazität aufteilen. Da die zahlreichen Waffen, Granaten und Heilmittel selbstverständlich einiges an Platz benötigen, könnt ihr im späteren Spielverlauf beim Händler immer größere Koffer erstehen – vorausgesetzt natürlich, ihr seid im Besitz des hierzu nötigen Kleingelds.

PlayStation 2-Spieler werden im direkten Vergleich zur GameCube-Version noch mit zusätzlich freispielbaren und exklusiven Waffen sowie Kostümen belohnt. Die PRL 412 - das Kürzel steht für Plagas Removal Laser, welche gegen Ende des Spiels beim Händler erstanden werden kann, verfügt über einen blauen Laser, mit dem die Parasiten direkt aus dem Wirt gebrutzelt werden können. Die zweite zusätzlich freispielbare Waffe ist eine Armbrust mit Granatpfeilen, die allerdings ausschließlich für Ada Wong reserviert ist, die im Übrigen in Seperate Ways einen zusätzlich exklusiven Plot spendiert bekommt.

Dieser wird nach dem ersten Durchspielen des Hauptspiels freigeschaltet und wird parallel zu Leons Einsatz ablaufen. In diesem Modus werden einige Fragen beantwortet und diverse Ereignisse geklärt, die im Hauptspiel zuvor unbeantwortet blieben. Wer läutet im ersten Spielabschnitt die Glocke im Kirchturm und in welchem Zusammenhang stehen Ada und der Spanier Luis, der des Öfteren im Spiel zu sehen ist? Das alles und vieles mehr wird in Seperate Ways aufgedeckt. Vor allem aber wird hier die Beziehung zwischen Ada und Leon, die sich ja bereits aus dem zweiten Teil kennen, näher beleuchtet. Seperate Ways umfasst insgesamt sieben Kapitel und die Spielzeit beträgt etwa fünf Stunden. Ein weiterer Bonus ist Ada´s Report. Hier erhaltet ihr nach jeder absolvierten Mission ein Report File, das detaillierte Informationen zur Zukunft der Umbrella Corporation und Hintergrundwissen über den mysteriösen Albert Wesker, sowie anderer Protagonisten im Spiel preisgibt. Weitere Bonus-Spiele sind Assignment Ada und The Mercenaries, die beide bereits durch das ungeschnittene GameCube-Pendant bekannt sein dürften.

In Assignment Ada gilt es, fünf Virusproben für eine Agentur zu finden und von einer Insel zu entkommen. Die Spielzeit beträgt hier in etwa zwei Stunden. Im Mini-Spiel The Mercenaries müsst ihr in klassischer Arcademanier in vier unterschiedlichen Locations gegen die Uhr so viele Gegner wie möglich plätten. Das sollte allerdings recht zügig gehen, da euch ansonsten die Zeit ausgeht und das Spiel somit frühzeitig beendet wird. Schafft ihr es, ohne Pausen gleich mehrere Feinde aufs Korn zu nehmen, könnt ihr mehrere Combos schaffen, die euch eine größere Endpunktzahl bescheren. Ist ein bestimmtes Punktelimit erreicht, werden einige neue Charaktere wie Albert Wesker, Ada Wong, Jack Krauser und der Elitesoldat Hunk freigeschaltet. Leider muss an diesem Punkt erwähnt werden, dass die zwei letztgenannten Bonusspiele ausschließlich der Resident Evil 4-Fassung ohne USK-Freigabe vorbehalten sein werden.

Ein weiterer kleiner Bonus sind die zwei Extrakostüme für Leon und Ashley, die nach dem durchspielen zur Verfügung stehen. Während sich der ehemalige Polizist im klassischen Mafia-Look durch die Levels ballert, bekommt seine weibliche Begleiterin eine gepanzerte Rüstung spendiert.

Aus audiovisueller Sicht gibt es hier eigentlich rein gar nichts zu bemängeln. Die Texturen sind scharf, die Bewegungen geschmeidig und das Leveldesign sucht mit seiner enormen Vielfalt an abwechslungsreichen Locations sowieso seinesgleichen. Die Umsetzung der GameCube-Version auf die PlayStation 2-Hardware kann man nur als gelungen bezeichnen, und das auch noch, obwohl hier weniger Polygone im Spiel sind. Während der Hauptheld fast genauso detailreich daherkommt wie der Cube-Protagonist, bemerkt man, dass bei den Gegnern und der Umgebungsgrafik die Detailstufe etwas heruntergeschraubt wurde. Das spiegelt sich hauptsächlich in der Sichtweite wider, die im Vergleich zum Original minimal reduziert worden ist. Ebenso verhält es sich mit der Darstellung der Licht-, Schatten, Feuer- und Wassereffekte, die gleichermaßen heruntergedreht wurden. Trotz alledem lässt sich sagen, dass man merkliche Unterschiede der zwei Versionen mit der Lupe suchen muss. Abgerundet wird das tolle Grafikpaket zudem auch noch mit einem wählbaren 60-Hertz- sowie einem echten 16:9 Breitbild-Modus. Hier haben die Entwickler wirklich erstklassige Arbeit geleistet und zudem bewiesen, das der Titel doch auf der PlayStation 2-Hardware realisierbar ist, obwohl es laut Shinji Mikami im Februar 2004 zunächst hieß, dass das Spiel grafisch in dieser Qualität nicht auf der PS2 machbar sei.

Auch in Sachen Sounduntermalung braucht der Titel den Vergleich zum Original nicht zu scheuen, denn mit dem gebotenen Dolby Pro Logic II-Sound bekommt ihr hier ebenfalls ordentlich was aufs Ohr. Die Musikstücke sind abwechslungsreich und strotzen nur so vor Kreativität. Darüber hinaus vermitteln Leons Schüsse, Tritte und verursachte Explosionen eine derart kraftvolle Intensität, dass ihr sie fast selbst am eigenen Leib spüren könnt. Auch die englische Sprachausgabe mit ihren deutschen Untertiteln überzeugt auf voller Länge und gibt sich keine Blöße. Hier ist alles wie beim Original geblieben und es gibt wahrlich nichts zu bemängeln.

Fazit

Wow! Wenn ich einen Hut hätte, würde ich ihn vor Masachika Kawata und seinem Entwicklerteam ziehen. Was das R&D Production Studio 4 mit Resident Evil 4 abliefert, kann man nicht in Worte fassen, sondern muss es einfach gesehen haben. Die grafischen Unterschiede zur GameCube-Version muss man mit der Lupe suchen und überhaupt lassen sich diese wirklich kleinen Defizite aufgrund der vielen Neuerungen, dem großen Spielumfang und der PS2-exklusiven Zusatzmission Seperate Ways ohnehin verschmerzen. Die zwei weiteren Bonusspiele Assigment Ada sowie The Mercenaries laden zudem immer wieder zu einem Minispiel ein und bieten einen lang anhaltenden Spielspaß. Kurz gesagt: Wer mit den minimalen Unterschieden zur GameCube-Version leben kann, der wird mit Teil 4 das beste Resident Evil aller Zeiten geboten bekommen.

Bleibt nur noch die Frage, für welche der vielen PAL-Versionen man sich letztlich entscheidet. Die USK18-Fassung in der normalen Verkaufsversion, die streng limitierte Steel-Box-Edition, oder die Fassung ohne USK-Siegel mit allen drei Bonusspielen?

Resident Evil 4 [PS2 , looki.de]

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