Gesamtwertung69%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Man stelle sich vor, man wacht in mitten gleich aussehender, blauer Wesen auf, die allesamt bis an die Zähne bewaffnet sind und nur darauf warten, sich ins Kampfgetümmel zu stürzen. Man stelle sich weiter vor, man bemerkt, dass man selbst eines dieser Wesen ist und es selbst kaum erwarten kann, dem unbekannten Feind in den Allerwertesten zu treten. Willkommen in der Welt von Rogue Trooper. Böse Invasoren und unliebsame Kontrahenten sind Lieblingsgegner der mit dem Computer erstellten Kampfmaschinen, deren Rolle der Spieler übernehmen darf. Nichtsdestotrotz haben sie anscheinend Verstand und Herz. Denn bereits nach dem ersten Abwurf der Spezialeinheit wird klar, dass man gar nicht so übermächtig ist, wie es anfangs scheint. Sofort wird ein guter Freund des Protagonisten überwältigt und getötet. Glücklicherweise kann sein Gehirn in Form eines Chips erhalten und in die Waffe des Helden implantiert werden. Dadurch hat man fortan einen geschwätzigen aber auch hilfreichen Begleiter. Natürlich gibt es ein großes Waffenarsenal, welches sich Stück für Stück vergrößert. Dennoch beginnt man bereits mit einem durchschlagskräftigen Maschinengewehr. Hin und wieder können auch richtig schwere Waffen benutzt werden, etwa eine Panzerfaust, um damit eine feindliche Attelerieeinheit zu bombardieren. Informationen zur jeweiligen Mission erhält man über den Pager, so dass die lustige Ballerorgie eigentlich durch nichts gestört wird. Doch gerade daran krankt der Titel. Denn im Großen und Ganzen gibt es kaum Abwechslung. Erst einmal auf einem Schlachtfeld gelandet, gilt es strategisch wichtige Positionen des Gegners einzunehmen oder zu zerstören, feindliche Einheiten, die einem über den Weg laufen, zu eliminieren und befreundete Soldaten aus misslichen Lagen zu befreien. Die Gegner verhalten sich während der Schusswechsel teilweise recht klug, indem sie Vorsprünge suchen, um sich zu schützen, teilweise aber auch relativ dumm, da sie nicht fliehen, sondern ihre Position bis zum Tode umkämpfen.
Dabei will noch erwähnt sein, dass man als Fabrikat weitaus mehr Lebenspunkte vorzuweisen hat, als jeder durchschnittliche Feind, dem man begegnet. Und auch die Waffen des Protagonisten zeichnen sich durch Einzigartigkeit aus, da Gegner zumindest anfangs schon nach ein bis zwei Schüssen klein bei geben. Später halten sie auf Grund von Rüstungen etwas mehr aus, dennoch ist das Spiel nicht gerade schwierig zu meistern. Wird es trotzdem mal eng mit den Lebenspunkten, so findet man auf dem Weg zur nächsten Ballerstation meist Heilmittel und auch Munition. Die Steuerung geht dabei leicht von der Hand. Das Fadenkreuz scheint halbautomatisch zu funktionieren, wobei man letztlich doch selbst den Gegner anvisieren muss. Nichtsdestotrotz hilft das Spiel manchmal mit.
Technisch unterdurchschnittlich
Auch wenn die Geschichte in, kameratechnisch gesehen, guten, aber oft nichtssagenden Zwischensequenzen vorangetrieben wird, so muss man doch sagen, dass die Spielgrafik, in der im übrigen auch angesprochene Cutscenes gehalten wurden, nicht gerade zeitgemäß wirkt. Die Charaktere strahlen zwar eine gewisse Realitätsnähe aus, die Schlachtfelder sind aber zumeist sehr trist gestaltet, sowie in Sachen Farblichkeit, als auch in Sachen Umgebungsdesign.
Sie als karge Landschaften zu bezeichnen, wäre noch untertrieben. Auch musikalisch weiß das Spiel nicht unbedingt für schöne Erinnerungen zu sorgen. Die musikalische Untermalung ist oft unpassend oder gar nicht vorhanden, einzig die gelungene Sprachausgabe, sowie die realistischen Schussgeräusche können die technische Seite vor einem Verriss retten.