Gesamtwertung78%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Ihr steht auf Wrestling-Spiele, könnt aber die schwitzenden Fleischberge aus Smackdown! vs. Raw und den anderen gewöhnlichen WWE-Titeln nicht mehr sehen? Dann hat Konami jetzt vielleicht das Richtige für euch: In Rumble Roses gehen nämlich ausschließlich gut proportionierte Mädels in aufreizend knappen Klamotten aufeinander los. Ob euch aber neben viel nackter Haut und noch mehr tiefen Einblicken auch spielerisch genug geboten wird, um einen Kauf zu rechtfertigen, erfahrt in in unserem Review.
Im Hauptmenü angekommen, habt ihr die Wahl zwischen einem Schaukampf, einer Runde Schlammcatchen und dem Story-Mode, in welchem ein ganzes Turnier am Stück absolviert werden muss. Der Ablauf der Kämpfe ist dabei identisch, stets beharken sich zwei Girlies mit Dropkicks, einfachen Schlägen und bösartigen Haltegriffen. Beim Kampfsystem ist Konami kein Risiko eingegangen und hat einfach die Entwickler von Yuke´s damit beauftragt, eine simple Alternative zum bekannten Smackdown-Prinzip zu basteln. Daher dient nun wie beim Genre-Primus jeweils ein Button zum Schlagen, Festhalten, Rennen und zum Durchführen von Sonderaktionen wie einem Pinversuch oder dem Klettern aus dem Ring. Natürlich könnt ihr auch blocken oder kontern, was allerdings ein gewisses Timing voraussetzt. In Kombination mit dem Steuerkreuz ergeben sich so spektakuläre Moves, die eure Gegnerin ausknocken und kraftvoll zu Boden schicken oder ihr Arme und Beine ausrenken.
Außerdem könnt ihr nach einigen gelungenen Aktionen einen alles vernichtenden Killer-Move vom Stapel lassen, der meist auch zugleich zu einem Pinversuch führt. Kann sich eure Kontrahentin nicht innerhalb von drei Sekunden daraus befreien, habt ihr den Fight gewonnen. Ein anderer Weg zum Sieg sind die fiesen Submission-Moves: Zielt mit euren Angriffen immer wieder auf eine bestimmte Körperregion, bis sich eure Gegnerin irgendwann nicht mehr gegen den entsprechenden Haltegriff wehren kann und aufgeben muss. Ähnlich sieht es auch bei den Humility-Moves aus, die ihr nach einigen besonders entwürdigenden Aktionen einsetzen könnt. Zu guter Letzt gibt es abseits vom Ring noch einige Waffen zu entdecken, die ihr dann aber auch nur außerhalb der Seile einsetzen dürft.
Habt ihr euch jedenfalls erfolgreich durchs Turnier gekämpft, wird eine neue Gesinnung für eure Heldin freigeschaltet. Die zahme Reiko Hinomoto wird so zur beinharten Bikerin Rowdy Reiko, während die Spionin Bloody Shadow zur engelsgleichen Judgement mutiert. So erweitert sich der Umfang von anfänglich 10 Bräuten auf immerhin 20, habt ihr das Spiel einmal mit allen durchgezockt, kommt auch noch der seltsame Endgegner Lady X hinzu.
Auch über den Schaukampf-Modus lassen sich einige Extras freischalten. Dazu legt ihr vor dem Kampf bis zu drei Bedingungen fest, die ihr versuchen wollt zu erfüllen. Je nach Schwierigkeitsgrad und Fiesheit einer eingehaltenen Option verschiebt sich dann eure Gesinnung nach dem Sieg in Richtung Gut oder Böse. Erreicht sie 100 %, könnt ihr in einem Titelkampf den Gürtel erringen und, was für Männeraugen natürlich noch viel wichtiger ist, den Galerie-Modus für eure Lieblingsamazone freischalten. Dort werden selbst schüchterne Spieler zum Spanner, denn mit einer frei beweglichen Kamera gibt es am Strand oder im Trainingsraum noch mehr an Details zu entdecken als in den ohnehin schon recht freizügigen Kämpfen.
Sieht man allerdings etwas genauer hin, so entdeckt man doch kleinere Schwächen bei der Optik. Zum einen ist das Zeilenflackern selbst im 60 Hz-Modus recht stark vorhanden, zum anderen sehen einige Proportionen eher unfreiwillig komisch aus. Das gilt vor allem für die pausbäckige Makoto, sowie für das komische Tier, auf dem Aigle bei ihrem Einmarsch reitet. Es soll wohl ein Pferd sein, auf mich wirkt das Vieh aber optisch eher wie ein übergroßer Ameisenbär. Ebenfalls Abstriche müssen beim Sound gemacht werden, denn die Hintergrundmusik beschränkt sich meist auf reichlich unspektakuläres Metal-Geschraddel. Dafür sorgt wenigstens das Publikum für Stimmung, indem es beim Pinversuch laut mitjohlt oder euch beim Killer-Move anfeuert. Auch das Repertoire an Schmerzensschreien ist ganz okay.
Dennoch, hier ist für eine eventuelle Fortsetzung noch reichlich Raum für Verbesserungen.
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Rumble Roses im Test.
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