Gesamtwertung53%/10 |
GrafikAusreichend SoundAusreichend |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungAusreichend |
Gekämpft wird, der Vergleich sei mir gestattet, in bester Tekken-Manier in einem guten Dutzend Arenen, die spielerisch keinerlei individuellen Charakter vorweisen können. Zerstörbar sind nämlich lediglich vereinzelte Säulen, was die oben genannte vollmundige Ankündigung leicht ad absurdum führt. Mehr als dürftig fällt auch das Bewegungsangebot der Kämpfer aus, lassen sich schwacher und starker Angriff doch lediglich zu drei (!) Kombos verbinden. Im Vergleich dazu bietet die geheimnisvolle Kraft Kosmos fast schon so etwas wie spielerischen Tiefgang: In Form einer dreistufigen Leiste, die sich bevorzugt füllt, wenn ihr Schaden erleidet, befähigt sie euch zu drei zusätzlichen Angriffs- bzw. Abwehrvarianten. Ist sie ganz voll, lasst ihr je nach Charakter bis zu drei verschiedene Spezialattacken los, die vom Kontrahenten durch rechtzeitiges Drücken der Kreistaste gekontert werden können. Geht ein Kämpfer zu Boden, bringt ihr ihn durch beherztes Hämmern auf die Tasten zurück auf die Beine, anstatt wie üblich in die nächste Runde zu müssen.
Saint Seiya: The Sanctuary (10 Bilder)
Wer bei der Bewertung nach den Kämpfen im Storymodus besonders gut abschneidet, darf in einem kleinen Action-Adventure-Modus sein Glück versuchen. Das Verprügeln der 08/15-Soldaten in echter 3D-Umgebung macht allerdings dank missglückter Lock-On-Funktion nur wenig Freude. Weiterhin ergattern erfolgreiche Ritter Spielkarten, Musik und Spielzeug des Franchise als Bonus zum Betrachten und Anhören nebst Dämonenfaust als alternativen Spielmodus. Als böser Papst findet ihr euch auf der anderen Seite wieder und setzt der Seiya-Crew eure Schergen vor die Nase. Gekämpft wird im üblichen Stil, wobei es nach jedem Kampf Erfahrungspunkte gibt, die langsam euren Level steigern. Dadurch erhaltet ihr Zugriff auf Spezialfähigkeiten, die von den Kämpfen angewandt werden können. So verlangsamt ihr beispielsweise euren Gegner oder fügt ihm im Vorfeld Schaden zu.
Durchaus solide zeigt sich die technische Seite von Saint Seiya. Hübsche Lichteffekte, glänzende Rüstungen und eine stabile Framerate entschädigen zumindest teilweise für die hölzernen Bewegungen der Kämpfer. Im Gegensatz zu den häufig nervigen, da nur wenige Sekunde langen Soundsamples, sind die beiden wählbaren Synchronisationen (Japanisch und Französisch) durchaus gelungen. Sie kommen auch mit deutschen Untertiteln versehen in den 80 Minuten speziell für das Spiel erstellten Szenen des Animes in 3D zum Zuge. Wer die Geschichte rund um die tapferen Ritter nicht kennt, wird mit den verschiedenen Charakteren zwar wenig anfangen können (außer Namen gibt es oft keinerlei Informationen), darf aber umso mehr über geistreiche Sätze wie etwa Was?! Seine Arme haben die Form von Wassertöpfen angenommen. schmunzeln.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Saint Seiya: The Sanctuary im Test.
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