Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Shogun und Samurai
Mit Samurai Warrios legt Koei die frischeste Inkarnation der vor allen Dingen in Japan beliebten Dynasty Warriors-Reihe vor. Seit jeher zeichnet sich die Serie durch Massenschlachten aus, an denen ihr zu Fuß oder auf einem Streitross teilnehmt. Behandelten die Vorgänger noch die Geschichte Chinas, so setzt Samurai Warriors auf das feudale Japan als Handlungsort. An der Spielmechanik wurde allerdings nur wenig gefeilt.
Entscheidet ihr euch für den Missions-Modus, so dürft ihr zunächst eine Figur wählen, mit der ihr im Folgenden für euren Clan in den Kampf zieht. Je nach Präferenz geht es mit scharfer Klinge bewaffnet auf das Schlachtfeld. Hier stellt ihr euch, begleitet von treuen Kämpfern, dem Feind. Dieser wirft gern ganze Bataillone gegen euch, die es zu besiegen gilt. Nicht immer behaltet ihr inmitten der Gegner-Horden den Überblick.
Fühlt ihr euch in die Ecke gedrängt, lasst ihr einfach einen besonders wirkungsvollen Schlag vom Stapel, der euch hilft, die Gegner um euch herum zu erledigen und den Combo-Meter in die Höhe treibt. Glücklicherweise hinterlassen erledigte Gegner Items, die ihr einsammeln dürft. Habt ihr einen Reiter zu Fall gebracht, kapert ihr einfach dessen Pferd und überrennt die Gegner.
Innerhalb der Einsätze erhaltet ihr immer wieder Hilferufe oder Aufträge, denen ihr nachgehen müsst. So gilt es mitten in der Schlacht abzuwägen, welchen Weg man einschlägt, wenn befreundete Truppen in Bedrängnis geraten. Die Prise Taktik schadet dem äußerst actionlastigen Gameplay überhaupt nicht. Ab und an gilt es auch Gegner innerhalb von Gebäuden ausfindig zu machen. Eine Karte weist hier wie auch auf dem Schlachtfeld immer den Weg. Trefft ihr auf Entsandte des gegnerischen Clans, lasst die Waffen sprechen, mit Diplomatie kommt man in der harten Welt der Samurai nicht allzu weit.
Erfolg in den Kämpfen wirkt sich auf eure Erfahrungswerte aus, ebenso gewinnt eure Waffe zunehmend an Stärke, ihr solltet also die Dreckarbeit selbst übernehmen und nicht eurer Leibgarde überlassen. Überhaupt ist die Integration eurer Spielweise bemerkenswert. Je nachdem, ob ihr Hilferufen nachkommt und befreundete Truppen unterstützt, verzweigen sich die weiteren Erreignisse. Eure Entscheidung kann also auch immer das Ende des Spiels bestimmen, sodass nochmaliges Durchspielen durchaus Sinn macht.
Last Samurai
Wem das Einerlei auf dem Schlachtfeld zu eintönig wird, holt sich einen kampfbereiten Kumpanen vor das Gerät. Neben einer zünftigen VS Keilerei besteht auch die Möglichkeit kooperativ im Story-Modus anzutreten.
Für Freunde der japanischen Traditionen bietet Samurai Warriors neben den weiteren Spiel-Modi eine besonders feine Option: Erstellt euren eigenen Kämpfer, der sich von einem weisen alten Mann zum Samurai ausbilden lässt. Viele Prüfungen warten auf dem Weg des Kriegers.
Eine Prüfung, die Koei noch zu meistern hat, ist dagegen das Eliminieren des Flimmerns und der Pop-Ups. Allzu oft tauchen Gegner-Scharen vor euch auf, die ihr aus der Distanz nicht sehen konntet. Und auch sonst bietet die Grafik keine Gründe für Freudensprünge. Die Landschaften sind zwar schön weitläufig, bieten aber wenig Abwechslung. Immerhin kann die große Anzahl an Gegner überzeugen, die sicherlich auch zu einem gewissen Teil an den restlichen grafischen Defiziten schuld ist.
Der Sound bietet stimmige Klänge und realistische Schlag- und Hiebgeräusche, Besitzer einer Dolby Digital Anlage freuen sich über die entsprechende Unterstützung für ihr Equipment. Die Steuerung der Figuren geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn im Eifer des Gefechts die ein oder andere Aktion schief geht.
Für japanophile Spieler, die auf kompromisslose Hack-Action stehen, ist der Titel sicherlich einen Blick wert, die meisten Anderen wird das geradlinige Gameplay allerdings eventuell etwas abschrecken. Samurai Warriors stellt dennoch den bisher besten Vertreter der langlebigen Reihe von Koei dar.
Samurai Warriors im Test.
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