Gesamtwertung76%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Ballermann Serious Sam ist wieder da! Auch diesmal ist ihm der lang ersehnte Urlaub nicht vergönnt, denn im unterirdischen Basislager der US-amerikanischen Anti-Metal-Taskforce wurden beunruhigende Störungswellen im Raum-Zeit-Fluss entdeckt.
Das Störsignal entspringt einem sirianischen Mutterschiff, welches irgendwo in der Vergangenheit gestrandet ist und ein mächtiges Zeitreise-Artefakt beherbergt. Um die Sache unnötig zu verkomplizieren hat natürlich der Oberfiesling Mentor seine Fingerchen im Spiel. Die Lage ist äußert ernst, doch Rettung naht!
Im Gegensatz zu den Vorgängern hat sich bei Next Encounter wenig geändert. Bis auf ein, zwei neue Waffen und Monsterarten sind nur die Serious-Fahrzeuge und die Super-Kombo-Tötungsorgie erwähnenswert, welche zusätzlich im Spiel implementiert wurden. Beim letzterem Feature müsst ihr insgesamt 20 Kontrahenten schnell hintereinander in die ewigen Jagdgründe schicken. Ihr erhaltet für jeden umgenieteten Gegner Punkte, welche am Ende der Super-Kombo-Tötungsorgie zusammengezählt und auf eurem Punktekonto verrechnet werden. Am Ende jedes Abschnitts gibt es, je nach Punktzahl und benötigter Zeit, Medaillen, mit denen ihr Bonus-Levels und versteckte Goodies freischalten könnt.
Um euch eine erfolgreiche Monsterjagd zu bieten steht Sam ein breites Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem er seinen Feinden im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich Feuer unter dem Hintern machen kann. Die Palette reicht von der Bonecracker Kettensäge, über den XPML4000 Raketenwerfer bis hin zur sirianischen Powergun, und wenn man im Spiel endlich die Gelegenheit bekommt mit dem Serious-Mähdrescher die Gegnermassen umzumähen, kann man selbst dem grimmigsten Spieler ein kleines, schadenfrohes Grinsen entlocken.
Die einzelnen Level fallen allerdings alles andere als abwechslungsreich aus und manchmal fällt es einem schwer ein Gähnen zu unterdrücken. Ihr treibt euch die meiste Zeit in großen Außenarealen oder weitflächigen Katakomben herum, welche zum größten Teil gleich aussehende Texturen aufweisen. Zwar hat man versucht das Gesamtbild mit Unterwassereinlagen und den verschiedenen Epochen, die ihr besucht, abzurunden, trotzdem kommt schnell Langeweile auf. Da können auch die 32 enthaltenen Level nicht mehr viel ausrichten.
Das größte Problem bei Serious Sam Next Encounter ist jedoch die Grafik. Was vielleicht vor knapp zwei Jahren durchaus noch als nette Optik empfunden wurde, ist für heutige Verhältnisse veraltet und entspricht nicht mehr dem mittlerweile doch sehr hohen Grafikstandard, den Titel wie Metroid Prime prägten. Die Gegner sind detailarm, die Polygonzahl zu niedrig, die Texturen langweilig, die Level ähneln sich optisch. Zwar läuft das Spiel die meiste Zeit über mit 60 Bildern in der Sekunde flüssig, dennoch wird der Gamecube mit der laschen Grafikpracht eher unter- als überfordert.
Der Sound kann sich im Gegensatz zur Grafik hören lassen und bietet, passend zum hektischen Spielgeschehen, rockige Metallstücke. Ist die Luft rein, wird der Spieler mit klassischer Hintergrundmusik begleitet, bis sich die nächsten Kamikazeeinheiten schreiend ankündigen. Schade nur, dass Serious Sam kein Dolby Surround Sound unterstützt, was die Ortung der Gegner teilweise um einiges erleichtern würde. So endet man mit einem Selbstmörder in den Armen und darf sich über ein paar Lebenspunkte weniger ärgern. Ab und an muss man sich dafür ein Lachen verkneifen, wenn unser Held Sam es mal wieder nicht schafft die Backen zu halten und einen seiner lockeren Sprüche vom Stapel lässt. Die Sprachausgabe ist komplett auf englisch gehalten und deutsch untertitelt.
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