Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Möchtegernpopstars sehen es als Grundlage einer großen Karriere, Karaokefans als Training für den nächsten Barauftritt und selbst ungeübte Sänger lassen sich damit motivieren vor Publikum zu singen. Die Rede ist von Sonys SingStar, welches nun schon seit sieben Episoden viele PlayStation 2-Spieler begeistert. Mit einer Auswahl an Songs heutiger und vergangener Legenden soll der neuste Teil, SingStar: Legends, nun die Looki-Jury überzeugen. Ob es für den Re-Re-Call reicht?
Bewährtes Konzept mit neuen Titeln
Wer SingStar kennt, der wird wissen, dass sich die acht Titel der Serie lediglich in der Auswahl der Songliste unterscheiden. Somit finden sich in Legends wieder einmal der Modus Solo Singen, sowie die Mehrspielermodi Duell, Duett, Freestyle und Gib das Mikro weiter!. Letzterer besteht aus einer Ansammlung sieben verschiedener Aufgaben, welche zwei Gruppen mit jeweils bis zu vier Spielern erfüllen müssen. Hierbei geht es nicht immer zwangsläufig darum Punkte zu machen. So verlangt man beispielsweise in Bleib dran! vom Spieler die Darbietungsanzeige so lange wie möglich über einem bestimmten Niveau zu halten.
Natürlich sind Reihefolge und Aufgabe anpassbar, sodass unbeliebte Aufgaben einfach aus dem Modus gestrichen werden können. Auch der vom Computer zufällig ausgewählte Song kann mit Hilfe des Misch-Jokers noch einmal getauscht werden. Die Lieder können weiterhin in normaler Länge, oder in einer kurzen Variante abgespielt werden. Letzteres ist bei Titeln wie Papa Dont Preach sinnvoll, da das Outro eine Länge von über einer Minute hat. Freunde der kurzen Variante werden sicherlich auch von den sechs Medleys begeistert sein, die wieder mit an Bord sind.
Glücklicherweise unterstützt SingStar die Eye Toy Kamera, wodurch vor allen Dingen bei Partys zusätzlich Stimmung aufkommt. Jedes Mal, wenn ein so genannter goldener Ton getroffen wird erscheint das Eye Toy Logo und ein Foto wird geschossen. Diese Bilder können dann, genau wie der gesungene Song, am Ende genossen werden.
Teilweise fragwürdige Songauswahl überzeugt
Die Songauswahl ist wie in allen SingStar-Episoden ausgezeichnet. John Lennon ist dabei mit dem herzzerreißenden Imagine genauso auf der DVD zu finden, wie Nirvana, Madonna, Elvis Presley, The Rolling Stones, U2 oder Take That. Etwas fraglich ist die Auswahl der deutschen Interpreten, die mit Xavier Naidoo, den Toten Hosen oder den Söhnen Mannheims zwar überaus gute Musiker, doch noch längst keine Legenden, wie beispielsweise Nena, Grönemeyer oder Westernhagen, bietet.
Ebenso fragt man sich, warum zum Beispiel U2s Vertigo und nicht One in der Titelliste zu finden ist; auch die Toten Hosen hatten wohl größere Hits als 1000 Gründe. Weiterhin stellt man zunehmend fest, dass bei einigen Titeln der SingStar-Reihe das Video durch eine Animation, wie es bei I want you back von den Jackson 5 der Fall ist, ersetzt wurde.