Gesamtwertung82%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Welche Areale man gern spielen würde, kann man anhand einiger Auswahlmöglichkeiten selbst bestimmen. Je nach Welt muss man eine bestimmte Anzahl von immer schwieriger werdenden Levels bestehen, um so neue Welten zu erreichen und dem Bösen den Garaus zu machen.
Entscheidet man sich allerdings für den normalen Singleplayermodus, um seine Fähigkeiten auszubauen oder neue Strecken für den Multiplayer frei zuschalten, erwarten einen , je nachdem für welchen Grad man sich entscheidet, die spezifisch auf diesen Modus abgestimmten Strecken bzw. Level.
Während man im Beginnermodus lediglich 40 Level zu bewältigen hat, dass sind übrigens 30 mehr, als Super Monkey Ball 2 für den GameCube bot, wird der Fortgeschrittenenmodus mit 70 zu bewältigenden Levels schon schwerer. 100 Strecken erwarten den Spieler, wenn er sich dem Profimodus widmet. Während die ersten beiden Modi noch mit etwas Übung zu bewältigen sind, scheitern auch die filigransten Zocker am Profimodus. Denn man hat lediglich eine bestimmte Anzahl von Leben und Continues, die man verbrauchen kann und die Areale werden nicht simpler. Durch einsammeln von Bananen kann man seine Lebensanzeige übrigens weiter ausbauen. Fragt sich nun, wie sich Super Monkey Ball Deluxe eigentlich spielt. Nun ja, man wählt einen der vier Affen, AiAi, MeeMee, GonGon oder das Baby, aus und wird dann ins erste Level katapultiert.
Mit dem Analogstick steuert man seinen Affen, der allerdings in einer Kugel gefangen ist. Wie man sich vorstellen kann, lässt sich ein Vieleck mit unendlich vielen Ecken wesentlich schwieriger steuern, als ein Äffchen auf vier Pfoten. Zudem stellt sich das Handling, im Gegensatz zur GameCube-Version, als sehr gewöhnungsbedürftig heraus, wodurch auch gestandene Monkey Ball Zocker zunächst in Schwierigkeiten kommen dürften. Insgesamt gibt es übrigens 300 Areale unter denen sich 46 komplett neu designte Level befinden. Man wird also mit seinem Affen in dem zu bewältigenden Level abgesetzt und rollt über die verschiedensten Hindernisse. Dabei schwebt das Level in der Luft, was natürlich bedeutet, dass man einen ziemlich weiten Weg Richtung Erde einschlägt, wenn man mal den Boden unter der Kugel verliert. Unter anderem wollen überdimensional große Flippermaschinerien und enge, verwinkelte Kurven euch daran hindern die Ziellinie zu überqueren.
Neben den Elementen, die also überquert oder umkurvt werden müssen, habt ihr noch einen Gegner und zwar die Zeit. Je nach Level beträgt diese 30-60 Sekunden. Läuft die Zeit ab, habt ihr automatisch verloren, ebenso, als wenn ihr abgestürzt wärt. Die Zeit, die man für die Bewältigung des Levels benötigt, oder besser, die Zeit, die man nicht benötigt, wird in Punkte umgerechnet. Sollte man das relativ unmögliche schaffen und einen Modus komplett durch spielen, so werden die erspielten Punkte mit denen, aller anderen verglichen und, je nach dem, wie gut man war, zieht man womöglich in die Bestenliste ein. Aber Achtung, sobald man ein Continiue nutzen muss, verfallen die bisher erreichten Punkte.
Spielt man mit anderen menschlichen Wesen, so kann man entweder den eigentlichen Singleplayer nach einander und somit auch gegeneinander spielen oder spezifische, schon frei gespielte Maps zur selben Zeit zocken. Wer bei letzterer Spielform die Ziellinie als Erster überrollt, gewinnt, bei ersterem Modus gewinnt der, der die meisten Level übersteht.
Unter Berücksichtigung des Windes koordiniert man seine Flugrichtung und Geschwindigkeit, um möglichst auf Punktetafeln zu landen, die recht klein im Meer verteilt sind. Wer nach einigen Versuchen, die meisten Punkte erzielt hat, der gewinnt. Um die ganze Angelegenheit etwas spannender zu machen, kann man auch hier einige PowerUps einsetzen. Hat man beispielsweise genügend Bananen während des Fluges eingesammelt, so stehen einem vor dem nächsten Absprung verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, wie etwa das sofortige stoppen nach der Landung, welches ein über das Ziel hinaus rollen verhindert. Ebenfalls bekannt ist Monkey Billard DX, dass allerdings, genau wie Monkey Golf DX, etwas unausgereift wirkt und nicht wirklich Spaß verspricht. Die Kugeln der Affen dienen hierbei als Billardkugeln und müssen von den Spielern per Queue in die Löcher des Tisches manövriert werden. Auch bei Monkey Golf DX wird der Affe des Spielers nicht in Ruhe gelassen. Man bestimmt die Richtung und Stärke des Schlages und hämmert dann das kleine Äffchen durch die Spielwelt. Ziel ist natürlich das Loch in dem Areal mit möglichst wenigen Versuchen zu treffen. Dies stellt sich allerdings als weniger einfach heraus, als es anfänglich scheint, zumal die Steuerung leicht unpräzise ist. Kultcharakter hat hingegen Monkey Bowling DX, welches es den Zockern ermöglicht, die Affen unter Bestimmung der Richtung und der Geschwindigkeit eine Bowlingbahn hinunter zu werfen, um so die Kegel zu treffen und Punkte zusammeln. Wie beim richtigen Bowling spielen die Zocker 10 Runden und versuchen sich gegenseitig Strikes und Spares um die Ohren zu werfen. Das DX hinter den einzelnen Minispielen bedeutet übrigens, dass es neue Areale oder Regeln gibt, die der Spieler kennen lernen muss.
Soviel also zu den bereits bekannten Minispielen. Die Neuen bieten übrigens das, was sich deutsche Monkey Ball Zocker schon lange gewünscht haben, nämlich Fußbälle, Schießeisen und Tennisschläger. In der Fußballsimulation stehen sich zwei Spieler mit jeweils 5 Mannschaftsmitgliedern gegenüber.
In einer kurzen Zeitspanne müssen so viele Tore wie möglich erzielt werden. Dabei macht die wirklich gewöhnungsbedürftige Steuerung das Spielerlebnis aber etwas trist, denn wenn Tore fallen, dann meist nur, weil der Gegner mit seinen Mannen nicht zurecht kommt. Das Tennisminispielchen wirkt ebenfalls leicht unausgereift und macht auch nur im Doppel so richtig Spaß, da sonst der Platz einfach zu groß ist. Zu Viert kommt allerdings echt Laune auf und schnell sind Simulationen wie Virtua Tennis in dem Meer aus Farben und Einfachheit vergessen.
Auch Fans von Flugsimulationen werden nicht enttäuscht. Ähnlich wie bei Monkey Flug DX, schwebt man bei Monkey Luftkampf DX in den Winden. Jedoch sollte man dieses Mal in der Luft bleiben und lieber die anderen Spieler durch den gezielten Einsatz von Raketen und anderen Waffen vom Himmel holen. Dabei kann man auch noch die Geschwindigkeit und Flugrichtung variieren. Eine Zielvorrichtung zeigt an, wann ein gegnerisches Flugobjekt anvisiert wurde. Ein simpler Druck auf die jeweilige Waffentaste löst dann das Inferno aus. Auch hier gilt wieder, mit einem Multitap rockt das Spielchen jede Party.
Etwas anders wurde Monkey Schuss DX gestaltet. Hier feuert man aus der Ego-Perspektive auf allerlei Dinge aus dem Monkey Ball Universum und erhält Punkte für jedes abgeschossene Objekt. Im Moorhuhn-Stil fliegt man allein oder zu zweit durch die Welt und ballert, was das Zeug hält. Aber das Nachladen nicht vergessen, denn das Minispiel ist so extrem hektisch, dass man des Öfteren nicht weiß, wo oben und unten ist. Nicht selten versucht man weiterzuballern, obwohl die Munition bereits geleert wurde.
Super Monkey Ball Deluxe (11 Bilder)
Bei Monkey Baseball DX führt man seine Mannschaft durch ein ganz gewöhnliches Baseballspiel. Jedoch wird der Ball durch einen rollenden Affen ersetzt, den man im richtigen Moment treffen muss. Je nachdem, wo er hinrollt, gibt es Basepunkte. Wie beim richtigen Baseball gibt es aber erst dann Zählbares, wenn man eine ganze Runde um den ganzen Platz gelaufen ist. Zu guter Letzt gibt es dann noch Monkey Boot DX. Dabei muss man mit den Schultertasten im Rhythmus paddeln und auch noch mit dem Analogstick lenken. Das Ganze ist eine Art Rennen und wurde mit PowerUps, wie etwa von Monkey Rennen DX bekannt, aufgemotzt. Jede Sportart bietet übrigens auch einen Turniermodus, so dass auch ein Spiel allein immer mal wieder reizvoll ist.