Gesamtwertung76%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Police! Hands in the Air!
Wieder einmal steht die Welt am Abgrund und nur ihr könnt sie retten. Na ja, ganz so dramatisch ist es nicht, dennoch müsst ihr euch um die Bewältigung verschiedener Aufträge kümmern, die Relevanz für das Weltgeschehen haben. Ob Terroristen Geiseln in einer Bank nehmen, mit Biowaffen hantieren oder hochrangige Politiker entführen, ihr seid zur Stelle. In SWAT Global Strike Team übernehmt ihr die Führung eines speziell geschulten Einsatzteams, welches aus drei Personen besteht. Euch stehen dabei ein Experte für Bombenentschärfung und technische Gimmicks sowie eine Scharfschützin zur Seite. Mittels Steuerkreuz, oder alternativ via Headset, erteilt ihr euren Team-Mitgliedern ähnlich wie in Socom oder Rainbow Six 3 Befehle. Eure virtuellen Helfer können Bereiche sichern, Türen aufstoßen oder einen vor euch liegenden Gang auskundschaften, ihr müsst es ihnen lediglich mitteilen.
Die Eingabe der Befehle funktioniert am besten per Digikreuz, denn leider versagt die Spracheingabe des Öfteren, obwohl ihr eure Anweisungen lautstark ins Mikro bellt. Ähnlich nutzlos ist das Headset, wenn es darum geht die Gangster verbal zur Aufgabe zu zwingen. Zu diesem Zweck müsst ihr laut Police, Freeze oder Swat rufen. Genügt dies nicht, schickt ihr eine überzeugende Salve Munition aus eurem Sturmgewehr hinterher. Eine Leiste zeigt euch an, wenn der Gauner bereit ist aufzugeben. Ist diese voll lässt er die Waffe fallen und kreuzt die Arme über dem Kopf, um sich widerstandslos festnehmen zu lassen.
Die verbale Überzeugung mittels Headset fällt leider nicht so komfortabel aus, wie die einfachere alternative Betätigung des Buttons, welcher der virtuellen Spielfigur das Brüllen überläßt. Nachbarn, Freundinnen und Eltern werden es euch also danken, wenn ihr auf das Headset verzichtet, zumal es hier mehr ein nettes Gimmick denn praktikables Feature darstellt.
Taktiker unerwünscht
Zwar vermutet man bei SWAT zunächst einen weiteren Taktik-Shooter im Stile der Tom Clancy Games, Entwickler Argonaut hat den Schwerpunkt allerdings nicht so sehr auf Taktik gesetzt, sondern verlangt euch vielmehr handfeste Ballerkost ab. Das taktische Element ist zwar vorhanden und die Übertragung von Aufgaben an eure Begleiter fällt leicht, zu oft kommt ihr allerdings am besten und schnellsten weiter, wenn ihr euch einfach auf euren schnellen Abzugsfinger verlasst.
Dabei agieren die CPU-Helfer nur in den seltensten Fällen dämlich. Wenn euch euer Bombenspezialist bei der Erteilung des Auftrags die Bombe zu deaktivieren dabei leider in das Sensorfeld der Bombe drückt, und diese infolgedessen auslöst, so ist dies zwar unschön, aber ihr hättet dem zielstrebigen Kollegen vielleicht besser nicht im Weg gestanden.
Die 21 Missionen bestreitet ihr in verschiedenen Locations und auch mit unterschiedlicher Team-Zusammensetzung. Mal seid ihr nur zu zweit unterwegs, während Lee euch von oben per Scharfschützengewehr absichert, mal müsst ihr allein einen Tanker infiltrieren und Informationen beschaffen. Ist euer Team mit drei Mann im Einsatz könnt ihr aus dem größtmöglichen Fundus an Einsatzbefehlen schöpfen. So weist ihr Lee an den Bereich zu sichern, während Tech-Experte Jackson sich ans Hacken des Computers macht oder lasst Türen aufstoßen, um eine Blendgranate hineinzuwerfen. Ist diese detoniert lasst ihr die dahinter befindlichen Terroristen von euren Teammitgliedern in Handschellen legen.
Während des Einsatzes durchlauft ihr Checkpoints, sodass ihr beim etwaigen Verlust eines Lebens nicht alles von vorne spielen müsst. Optimal ist es, wenn ihr genügend Gefangene für Vernehmungen macht, alle Geiseln befreit und sämtliche Missionsziele erfüllt. Setzt ihr hingegen zuviel unnötige Gewalt ein, klopft euch das Oberkommando auf die Finger. Dann winken euch kaum Orden und Punkte. Mit letzteren könnt ihr eure Waffe upgraden. Neben Sniper-Fernrohr dürft ihr ein Magazin mit mehr Platz erwerben oder den Rückschlag senken lassen.
Open and Clear!
Grafisch feuert SWAT leider kein Feuerwerk ab. Umgebung, Figuren, Animationen, Texturen und Sequenzen sind leider nur gehobener PS2 Durchschnitt. Nichts davon sticht wirklich signifikant hervor. Euer Briefing erfolgt mittels Bildern und erläuterndem Text von eurem Vorgesetzten, ab und an wird die Story mittels Sequenzen in Spielgrafik vorangetrieben. Erst dank 60Hz Funktion lässt sich das unterschwellige, aber stetige, Geruckel auf der Sony-Maschine minimieren.
Soundtechnisch hingegen gibt es schon weniger Grund zu klagen. Pro Logic 2 Sound hilft euch die Gegner auch akustisch zu lokalisieren. Schussgeräusche und andere Soundeffekte kommen realistisch rüber, lediglich die ab und an dramatisch einsetzende Musik nervt nach einer Weile. Dafür kann die Steuerung überzeugen, euer SWAT Commander lässt sich butterweich durch die Gegend lenken und feuert seine Schüsse präzise ab. Viel wird euch aber auch nicht abverlangt, so kann euer Recke weder springen, noch über Kisten klettern, was bei einem realistischen Spiel schon merkwürdig ist, denn statt einfach die Abkürzung über den Zaun zu nehmen muss man außen herum durch das Kreuzfeuer der Feinde laufen, um zum gewünschten Raum zu kommen.
Habt ihr von den Solo-Missionen genug dürft ihr gemeinsam mit einem Freund auch im Coop-Modus auf die Jagd nach bösen Buben gehen. Im Splitscreen geht ihr die Aufträge zu zweit an. Ist grad kein Kumpel greifbar könnt ihr euch aber auch zum Zeitvertreib die freispielbaren Videos eurer Einheit anschauen.
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