Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus
Seit dem letzten Jahr gibt es die Turtles wieder auf der Konsole zu bewundern. Nachdem der letzte Anlauf allerdings weniger geglückt war, versucht sich Konami nun ein weiteres Mal an einem Ableger der Schildkröten-Serie für die PS 2. Wie sich Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus schlägt, erfahrt Ihr in unserem Bericht.
Der Zahn der Zeit
Erfolg ist vergänglich - das jedenfalls bekommen nun auch die Teenage Mutant Ninja Turtles zu spüren. Die erfolgreichsten Schildkröten der Welt haben im Laufe der Jahre viel einbüßen müssen und wurden auf europäischer Ebene mittlerweile von Pokemon, Dragon Ball und Konsorten verdrängt. Aber nicht nur die Serie war erfolgreich - sogar die Videospiele gingen seinerzeit weg wie warme Semmel. Das ist heute anders, wie es das letzte Jahr zeigte. Da nämlich erschien Teenage Mutant Ninja Turtles, welches uns nicht wirklich vom Hocker hauen konnte. Der jüngste Sprössling der Serie, Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus, setzt dem Ganzen allerdings die Krone auf.
Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus (9 Bilder)
Von der Story her gestaltet sich Teenage Mutant Ninja Turtles 2 sehr simpel, allerdings ist das mehr oder weniger eine Tradition in der Serie und somit nicht weiter schlimm. Schließlich ist es mal wieder der böse Obermotz Shredder, der nichts Gutes im Schilde führt. Dieses Mal hat er sich Meister Splinter gekrallt und bringt die Turtles somit in eine prikäre Situation. Im Hintergrund steht natürlich nichts anderes als bloße Habgier. Ihr habt - wie sollte es auch anders sein - die Aufgabe, Shredders finstere Pläne zu vereiteln und schlüpft in die Rolle von Raffael, Donatello, Michaelangelo und Leonardo.
Madiges Spielerlebnis
Das Spielkonzept ist ebenfalls sehr schnell beschrieben: Ihr müsst alle Areale aufsuchen und erfolgreich absolvieren. Die Aufträge selber sind weniger innovativ, die meiste Zeit über erkundet Ihr die verschiedenen Level, sammelt Gegenstände ein oder plättet Eure Widersacher. Unpräzise Steuerung sowie eine störrische Kamera plagen Eure im gesamten Spielablauf und ersticken jeglichen Spielspaß im Keim. Wenn Ihr mal nicht gerade durch die Gegend hüpft oder etwas gefunden habt, dann schlagt Ihr Euch mit Gegnern herum, die hilflos auf Euch zu rennen. Wer nach künstlicher Intelligenz sucht, sucht vergeblich. Allerdings könnt Ihr den Bösewichten beim Ableben helfen, wofür Euch sowohl einfache als auch spezielle Angriffe zur Verfügung stehen. Natürlich hat jeder Turtle seine eigenen Spezialfähigkeiten.
Taktisches Vermögen wird Euch aber nicht abverlangt - in der Regel reicht es völlig aus, auf die Tasten zu hämmern. Neben der Gewaltanwendung verfügen die Schildkröten noch über diverse Fähigkeiten - Raffael z.B. ist in der Lage, Kisten zu verschieben, Spielspaß wird dadurch allerdings auch nicht so wirklich entfacht.
Wie bei vielen anderen Lizenzprodukten auch, könnt Ihr Euch diverse Boni erspielen. So können u.a. zwei neue Charaktere zu Euerm Team hinzu stoßen und Eure Datenbank kann um viele Goodies erweitert werden. Wer nicht gerade eingefleischter Turtle-Fan ist, wird sich dadurch aber kaum motivieren lassen. Das einzig Lobenswerte ist die Tatsache, dass die Abenteuer zu viert bestritten werden können. Vielleicht kommt dabei nicht unbedingt mehr Spaß auf, dafür verteilt sich aber wenigstens der Frust auf vier Personen.
Veraltete Technik
Dass wir uns im Jahr 2005 befinden, ist den Turtles leider auch noch nicht geläufig. Zwar ist das Ganze, wie auch im Vorgänger schon, in 3D gehalten, aber liebloser geht es fast nicht mehr. Die Räume ähneln sich in einem Level oft sehr und wirken dabei trist und sind nur mit wenigen Details ausgestattet. Die Figuren sind optisch sicherlich auch nicht die Krönung der Videospiel-Schöpfung, können sich aufgrund der Cel-Shading Optik allerdings im Vergleich zu den langweiligen Hintergründen sehen lassen. Gegenüber dem Vorgänger hat sich entsprechend wenig geändert, eben nur, dass wir wieder ein Jahr weiter sind.
Neben der bescheidenen Grafik muss noch die größtenteils nervige Hintergrundmusik ertragen werden. Wirklich überzeugen mag hier leider gar nichts. Die bekannten Turtle-Schreie gibt es ebenfalls nur in den Zeichentrickvideos zu sehen, die zwischen den Levels abgespielt werden. Eben das, was auch der Vorgänger bot.
Fazit
Teenage Mutant Ninja Turtles 2 - Battle Nexus gehört zu den Spielen, die ich niemandem empfehlen kann. Das reichlich simple Spielprinzip hätte sich eventeuell noch verschmerzen lassen, die schlechte Steuerung und die ungünstigen Kameraperspektiven allerdings nicht. Da braucht es schon fast nicht mehr erwähnt zu werden, dass die Technik dem aktuellen Standard nicht gerecht wird und die Story hauchdünn ist. Die Möglichkeit, zu viert zu spielen, dürfte daher kaum genutzt werden und das freispielbare Material ist sowieso lediglich für Fans der Serie interessant. Vermutlich werden jedoch nicht mal diese mit dem Spiel glücklich werden. Daher empfehle ich, die Finger von davon zu lassen.
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