Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Neben Ridge Racer und Fifa 2000 war Tekken Tag Tournament eines der ersten Spiele, die in Deutschland zum Erscheinungstermin der PS2 zu haben waren. Trotz kleinerer grafischer Schwächen, die in der PAL-Version behoben worden sind, verkaufte sich TTT sehr gut. Neben dem Tag-Modus und der verbesserten Grafik wurde alles aus den Vorgängern übernommen. So stieg die Spannung bei Fightspielfans, die das angekündigte Tekken 4 erwarteten. Wenn Namco die geplanten Neuheiten verwirklichen konnte, erwartet uns ein neuer Anwärter auf den Fightspielthron.
Ogre is back...
Als in Tekken 3 der Versuch scheiterte, den Ogre zu fangen, konnten Heihachi´s Wissenschaftler trotzdem Blut- und Gewebeproben sammeln. In einem Experiment wurden Heihachi´s und Ogre´s genetisches Material kombiniert, um eine völlig neue Lebensform zu erschaffen. Doch das Experiment scheiterte und Heihachi wurde klar, dass er das Teufelsgen benötigt, um seine Forschungen zu vollenden. So begann er seine Suche nach dem jungen Jin Kazama, der sich während des dritten Tunieres in einen Teufel verwandelt hatte, doch dieser ist seit diesem Zeitpunkt verschwunden. Nachdem die Suche scheiterte, erfuhr er, dass der Körper seines Sohnes Kazuya, den er vor 20 Jahren tötete, indem er ihn in einen Vulkan stieß, bei der G-Corporation lagert. Aus diesem Grund schickte er die Tekken Force, um die Leiche zu bergen, dies wurde aber durch den mittlerweile wiederbelebten Kazuya vereitelt. So beschloss Heihachi, das King of Iron Fist Tournament 4 anzukündigen, in der Hoffnung, Jin oder Kazuya gefangen nehmen zu können.
Altes & Neues
In Tekken 4 hat der Spieler die Möglichkeit, die Fights in 9 verschiedenen Modi auszutragen, darunter ist der Storymodus, der VS-Mode und das Training. Im Storymodus wählt ihr einen Charakter eurer Wahl und tretet gegen 7 verschiedene Gegner an, bis ihr zuletzt vor Heihachi steht und um die Firma Mishima Zaibatsu kämpft. Dabei wurde für jeden Charakter eine eigene Geschichte ins Spiel geflochten, die teilweise das Auftauchen mancher Gegner bestimmt.
Steigt ihr dann siegreich über Heihachi aus dem Ring, so wird eure Mühe durch einen neuen Charakter und ein Rendermovie belohnt, das den Fortgang der Story bestimmt. Der Arcademodus ist für Leute, die auf die Story verzichten können und sich nur aufs Kämpfen konzentrieren möchten.
Im Zeitkampf fightet man gegen die Uhr; so absolviert ihr die 8 Kämpfe und könnt am Ende euren Namen eintragen und die Zeit mit anderen Wertungen vergleichen. Der Schwierigkeitsgrad, das Zeitlimit und die Rundenanzahl lassen sich hier nicht bestimmen. Bevor man sich in eine Arena wagt sollte man natürlich erst einmal trainieren, dies kann der Spieler in den Modi Übung und Training tun. Im Prinzip sind diese Spielmodi fast identisch, nur dass ihr im Training nicht die Möglichkeit habt Einstellungen vorzunehmen die die Abwehr und das Angriffsverhalten eurer Gegners bestimmen. Natürlich darf in einem Fightspiel ein Überlebensmodus nicht fehlen, so müsst ihr mit eurem Kämpfer so viele Gegner wie möglich besiegen, wobei sich nach jedem Kampf eure Energieleiste ein wenig auffüllt. Ebenso wie im Zeitkampf lassen sich die Einstellungen nicht verändern. Einen Tag-Modus gibt es in Tekken 4 nicht mehr, aber einen Teammodus indem ihr eine Gruppe von Kämpfern aufstellt die gegen ein anders Team kämpft. Eure Energieleiste verbessert sich auch hier ein wenig nach jedem gewonnenen Kampf. Tekken Force, so heißt einer der Spielmodi und ist für ein Fightspiel etwas untypisch, denn das was hier geboten wird erinnert mehr an Spiele wie The Bouncer. Ihr durchstreift mit eurem Kämpfer ein seitwärtsscröllendes 3D-Areal das von der berühmten Tekken Force besetzt ist und die es auch zu vertreiben gilt. So sammelt ihr unterwegs Gegenstände ein, die eure Gesundheit erfrischen oder euer Zeitlimit erhöhen, am Ende jeder Stage erwartet euch dann ein Endgegner. Schließlich gibt es noch den Versus - Mode in dem ihr Kämpfe gegen eure Freunde austragen könnt, um festzustellen wer der wahre King of Iron Fist ist.
3D-Areale
Die Steuerung in Tekken 4 ist fast die gleiche wie in den Vorgängern, nur das sie um ein paar Features erweitert wurde. Mit der Quadrattaste führt eure Kämpfer einen Schlag mit links aus und einen rechten Schlag mit der Dreieckstaste.
Die Kreistaste ist für den rechten Kick zuständig und die X-Taste für den linken Kick. Würfe werden durch das gleichzeitige Drücken der Kreis- und Dreieckstaste ausgeführt. Neu in Tekken 4 ist der Positionswechsel, der durch Drücken der Quadrat- und X-Taste aktiviert wird. Dies ist besonders praktisch, da in Tekken 4 erstmals 3D Hintergründe ins Spiel eingebaut worden sind, bei denen man seine Widersacher gegen Wände drängen kann, um sie so richtig in die Mangel zu nehmen.
Jeder Kämpfer, der jetzt gegen ein Hindernis geschleudert wird, bezieht jetzt Extraschaden, so lassen sich die Hintergründe erstmals strategisch einsetzen. Wenn man einen Gegner in eine Ecke gedrängt hat verpasst man ihm einen Schlag, dieser fällt gegen die Wand und federt gleich zurück, was dem Spieler die Möglichkeit gibt eine alles vernichtende Combo anzuwenden. Was besonders positiv aufgefallen ist, ist, dass sich die Spielgeschwindigkeit drastisch gesteigert hat, denn bei den Vorgängern wurde das Spiel durch die PAL-Umsetzung deutlich gebremst. Das Spiel wurde so gestaltet, dass es für Einsteiger leicht zu erlernen ist denn der Schwierigkeitsgrad ist variabel, der für Anfänger wie absolute Profis eine Herausforderung bietet.
Detaillierte Optik
In Sachen Spielspaß ist Tekken 4 unübertroffen, denn es fesselt von der ersten Minute an. Die Kämpfe sind schnell und stylisch und weisen einen hohen Realitätswert auf. Die große Anzahl an Kämpfern, von denen man die meistens erst Freispielen muss, bietet dem Spieler eine große Abwechslung, denn jeder Fighter hat seinen eigenen Kampfstil und bis man jeden Charakter auf Herz und Nieren geprüft und ausprobiert hat vergehen etliche Spielstunden. Leider gibt es nur 3 neue Fighter, darunter ist der Boxer Steve Fox, der nur Schläge austeilen kann und zum Ausgleich Ausweichbewegungen einsetzen kann. Christie Monteiro übernimmt die Rolle der Eddie Gordo, die fast die selben Moves wie er kann. Ein Schwergewicht ist der Kämpfer Craig Marduk der den Vale-Tudo Kampfstil bevorzugt und sich somit auf den Bodenkampf spezialisiert hat. Bis man seinen Charakter derart gut beherrscht, damit man auf der höchsten Schwierigkeitsstufe bestehen kann, benötigt man viel Übung.
Und wenn der Computer keine Herausforderung mehr bietet, so kann man einen Freund zu einem schweißtreibenden Duell herausfordern. Die Grafik wurde überarbeitet und wirkt jetzt noch schöner als im Vorgänger. So reichen die Details von Haaren, die sich mit dem Wind mitbewegen, bis zu sehr realistisch gestalteten Muskelpartien der Kämpfer. Die Hintergründe können sich durchaus sehen lassen auf den Straßen oder im Untergrund versammeln sich wild grölende Menschenmengen, die die Kämpfer anfeuern.
Auch die Wassereffekte, die man in dem einen oder anderen Level bewundern kann, wurden sehr realistisch dargestellt, denn wenn ein Fighter niedergeschlagen wird und hinfällt, spritzt das Wasser weg. Passend zur Actionatmosphäre wurde der Sound gestaltet, denn die Musikstücke reichen von Techno- bis zu aufheizende Trommelsounds.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Tekken 4 im Test.
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