Gesamtwertung75%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Neben dem Christkind kommt auch Tony Hawk wieder pünktlich zum Jahresende und sorgt bei einigen für leere Portemonnaies und große Augen. Ob es sich nun aber wirklich lohnt, den sechsten Aufguss des beliebtesten Trendsportspiels zu kaufen, respektive sich schenken zu lassen, wollen wir in unserem Review der Xbox-Version beleuchten.
Nun gilt es, gemeinsam in sechs verschiedenen Städten gegen Margeras Truppe zu gewinnen. Sollte euch dies nicht gelingen, übernehmt ihr als Verlierer sämtliche für die Reise angefallenen Kosten.
Wer den Namen Bam Magera liest, wird unfreiwillig auch an die MTV Serie Jackass denken müssen. Tatsächlich wurden viele Mitglieder der Jackass Crew ins Spiel implementiert. Dies hat zur Folge, dass sich der Humor dieser Sendung im ganzen Story-Modus wiederfindet. Ob man das nun begrüßt oder nicht, ist freilich jedem selbst überlassen.
Konkret sieht das Spielen im Storymodus so aus, dass ihr euch in einer von sechs Städten befindet und gleich zu Beginn zahlreiche Ziele vorgegeben bekommt. In jedem Skatepark sind dabei NPCs versteckt, die ihr finden müsst und mit denen ihr dann spielen könnt. So könnt ihr gleich in Boston, dem ersten Austragungsort, als Benjamin Franklin die Fußgängerzone unsicher machen.
Weiterhin befindet sich auch immer noch ein Profiskater aus eurem Team, der ebenfalls spielbar ist, in der Stadt. Wechselt Ihr zu einer dieser Figuren, so erhaltet ihr weitere Ziele, die Ihr nur mit diesem Charakter erfüllen könnt.
Zum Teil verfügen diese auch über ein Fahrzeug wie z.B. einen Einkaufswagen oder ein Quad. Diese sind schon aus THUG bekannt und leider eher Enttäuschung als Segen. Grund dafür ist wohl, dass sich die Fahrzeuge genauso verhalten wie euer Skateboard, dafür aber viel schneller sind - viel schneller, als dass sie sich in den eher kleinen Skateparks vernünftig steuern ließen.
Scheinbar hat man sich nun dem Willen der Kundschaft gebeugt und dem Nachfolger einen 'Classic-Modus', bei dem eben dies möglich ist, spendiert. Hierbei gilt es - wie auch schon in Tony Hawk 1-4, in einem Skatepark verschiedene Ziele zu erfüllen.
Somit wird das Spiel nicht nur zu einem Spin-Off der Originalserie, sondern praktisch auch zu einem waschechten Nachfolger, der Bewährtes (der Classic-Modus) und Neues (die Story) bieten kann.
Neben Story und klassischem Spiel gibt es auch noch die Möglichkeit, im Skate For Fun-Modus ohne Zeitbeschränkung und sonstige Limits zu fahren bzw. zu üben. Hier gilt allerdings auch, dass ihr nur die Parks befahren könnt, die Ihr schon freigespielt habt.
Zum einen habt Ihr nun die Möglichkeit, Graffitis an Wände zu sprühen und so eure ganz persönliche Note in den Level einzubringen. Aus diesem, wohl bei Jet Set Radio Future abgeschauten Feature entspringt dann auch gleich ein neuer Multiplayer-Modus: Graffiti. Hier besteht das Ziel vor allem darin, als erster möglichst viele Graffitis an vorher festgelegte Punkte anzubringen. Diese sind natürlich durchweg nur mit Hilfe der Tricks zu erreichen und erfordern gekonnten Umgang mit eurem digitalen Board und dem Controller.
Weiterhin ist es nun möglich, mit vorher aufgesammelten Tomaten oder Äpfeln auf ahnungslose Passanten zu schießen. Hierbei bleibt besonders für mich nur zu hoffen, dass die Knaben mit den tiefergelegten Hosen, die täglich vor der Leipziger Uni herumstreunen, demnächst nicht auf dumme Gedanken kommen und den nächstbesten Obst- und Gemüsestand plündern.Außerdem neu ist Freak Out.
Nach einem Sturz könnt ihr durch schnelles und wiederholtes Drücken der Y/Dreieck-Taste einen Wutanfall provozieren, der euch je nach Intensität Punkte bringen kann. Ob dieses Feature aber die Anzahl der auf dem Boden oder an der Wand verstorbenen Controller mindern kann, bleibt fraglich. Zumindest hat man somit aber einen Grund, den Controller nach einem Sturz in der Hand zu behalten.
Mittels 'MACH-DEN-MODI' kann man nicht nur seinen Skater verändern und einen eigenen Park bauen, sondern auch Tricks selbst entwerfen und Grafiken erstellen, die dann in Form von Graffitis an die Wand gesprüht werden können oder als Aufnäher auf den Kleidungsstücken eurer Spielfigur hängen.
Zu allem Übel könnt Ihr nicht einmal das System-Link-Feature nutzen, sondern müsst auf einen Splitscreen zurückgreifen.
Da mittlerweile jeder größere Titel auch das gemeinsame Spielen über Xbox Live ermöglicht, wäre das auch bei diesem Titel wünschenswert gewesen. Dass Neversoft dem Multiplayerspiel über das Internet durchaus zugeneigt ist, zeigt die PlayStation 2 Version des Spiels. Diese unterstützt - genauso wie der Vorgänger auch - Sonys Online Feature.
Wer meint, er könne unter dem musikalischen Einfluss von Helmut Lotti oder De Randfichten besser fahren, kann sich diese auch auf die Xbox Festplatte kopieren und während des Spielens anhören.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Tony Hawk's Underground 2 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Neversoft?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.