Gesamtwertung88%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Machte im ersten Teil der True Crime-Reihe in den Streets of L.A. noch Kampfsportspezialist Nick Kang Jagd auf Verbrecher, so zieht ihr in True Crime: New York City, mit Undercover-Bulle Marcus Reed durch die virtuellen Straßen. Bevor es aber dazu kommt, müsst ihr im spielbaren Prolog zunächst einen Vergeltungsschlag gegen ein verräterisches Bandenmitglied starten und dessen Unterschlupf dem Erdboden gleich machen. Einen kurzen Story-Zeitsprung später hat das ehemalige Gang-Mitglied die Seiten gewechselt und arbeitet fortan für die New Yorker Polizei. Dummerweise wird euer Freund und Mentor Terrence Higgins, der euch den Sprung aus der Gosse ermöglichte, kurze Zeit später ermordet. Das Department hegt den Verdacht, dass ein Maulwurf innerhalb der von Korruption befallenen Polizeigesellschaft hinter all dem steckt. Um die Angelegenheit aufzuklären, wird Marcus Reed als Undercover-Cop auserkoren. Nur ihm, als ehemaligem Nachwuchsgangster ist es möglich, der Sache nachzugehen und einen gepflegten Umgang mit dem Abschaum der Gesellschaft zu pflegen. Marcus kommt dieser Auftrag natürlich sehr gelegen, denn ihm ist eigentlich jedes Mittel recht, um den Mörder seines Mentors dingfest zu machen. Und dabei ist im auch völlig egal, ob mit legalen oder illegalen Mitteln.
Das Tolle dabei ist auch, dass hier an jeder Ecke etwas los ist. Denn genau wie das reelle Vorbild, schläft auch das virtuelle New York nie. In regelmäßigen Abständen erhaltet ihr per Funk Meldungen über neue Verbrechen. Die einzelnen kleineren Nebenmissionen sind dabei sehr abwechslungsreich ausgefallen. Unter anderem gilt es, einen entführten Bus zu stoppen oder in einem Bürogebäude eine Bombe zu entschärfen.
Ob ihr den Nebenmissionen nachgeht, oder doch lieber dem eigentlichen Handlungsstrang folgt, ist dabei euch allein überlassen. Missachtet ihr die eingestreuten Verbrechen, so hat das jedoch für die Umgebung üble Folgen. Die Kriminalitätsrate im betroffenen Viertel steigt, die Häuser sehen heruntergekommener aus und ihr solltet euch dort besser nicht mehr unbewaffnet blicken lassen. Seid ihr allerdings ein gewissenhafter Cop und sorgt sofort für Recht und Ordnung, dämmt ihr die Kriminalität im Bezirk nach und nach ein. Hierbei könnt ihr vorgehen wie es euch beliebt. Die verdächtigen Personen und deren Fahrzeuge können auf Diebesgut hin inspiziert und beschlagnahmt werden. Was ihr mit den gefundenen Beweisstücken macht, bleibt dabei ebenfalls euch überlassen. Seid ihr ein guter Bulle und liefert die eben beschlagnahmte Ware beim Polizeirevier ab, bekommt Marcus ein höheres Ansehen unter seinen Kollegen und kassiert zudem einige Karrierepunkte, mit denen er später auf der Karriereleiter emporsteigen kann. Seid ihr ein böser Cop, vertickt ihr die heiße Ware auf dem nächsten Schwarzmarkt und kassiert so einige Dollar zusätzlich. Das fördert natürlich nicht das Ansehen bei euren Kollegen, dafür aber euren Geldbeutel, der selbstverständlich immer prall gefüllt sein sollte.
Wer an schmutzigen Geschäften und kriminellen Handlungen Gefallen findet, der kann seine böse Natur wahrlich ausleben. Hier könnt ihr Geschäftsinhaber erpressen, allerhand Autos klauen und unverschämterweise können sogar unschuldigen Bürgern Drogen untergeschoben werden, um sie anschließend im Namen des Gesetzes zu verhaften.
Wer nicht hören will, der muss eben fühlen und bekommt dann auch einmal eins mit einem Stuhl, einer Eisenstange oder sonstigen herumliegenden Utensilien übergebraten. Ja, Polizeiarbeit ist manchmal schmutzig und nicht ganz fair, aber was macht man nicht alles, um sich einen Namen in der heutigen Gesellschaft zu machen.
Erledigte Aufträge werden mit Gehalt honoriert, das ihr natürlich von Zeit zu Zeit an einer Polizeistation abholen solltet. Mit dem verdienten Geld könnt ihr dann erst einmal ordentlich amerikanisch Shoppen gehen. Ob ihr die sauer verdiente Kohle in neue Musiktracks, Klamotten, Autos und Waffen steckt, oder euch doch lieber beim Friseur einen schicken Haarschnitt verpassen lasst, liegt an euch. Im Dojo um die Ecke könnt ihr obendrein einige neue Angriffsmanöver kaufen und erlernen, was euch im gewalttätigen New York selbstverständlich zu gute kommt. Unerfahren und untrainiert solltet ihr euch auf keinen Fall ins Getümmel stürzen, denn im späteren Spielverlauf wird Marcus immer mehr an Können abverlangt. Kommt es zum Kampf- oder Schießduell, mutiert der Titel nämlich zum reinsten Actionfeuerwerk. Auf Knopfdruck prügelt ihr auf euren Widersacher ein, verteilt beidhändig mit geladenen Wummen bleihaltige Geschosse oder setzt ganz im Matrix-Stil zu coolen Sprüngen an. Leider lässt gerade hier, die eigentlich gute Steuerung etwas zu wünschen übrig. Trotz Zeitlupeneffekt lässt das Zielsystem nämlich die nötige Präzision vermissen, um auf Anhieb punktgenaue Treffer zu verteilen. Auch die Kollisionsabfrage hätte etwas besser ausfallen dürfen, denn bestimmte Aktionen werden nur ausgeführt, wenn ihr euch genau an der entsprechenden Stelle befindet. So mutiert das Kofferraumöffnen, in dem sich eure bislang erworbenen Waffen befinden, zum reinen Geduldsspiel, da euer Held bei falscher Position ins Auto steigt und nicht wie gewollt, den Kofferraumdeckel öffnet. Hier hätten die Entwickler von Luxoflux ruhig etwas mehr Sorgfalt walten lassen können.
Die musikalische Spieluntermalung ist hingegen sehr positiv ausgefallen und dürfte sehr vielen zusagen. Mit Nas, Wu-Tang Clan, LL Cool J, Grandmaster Flash, Public Enemy und Run D.M.C. sind hier zahlreiche hochkarätige Interpreten vertreten, die eure Ohren mit Hip-Hop, Rap, Rock, Metal, Punk und anderen Musikstücken verwöhnen. Die englische Sprachausgabe mit ihren deutschen Texten überzeugt darüber hinaus ebenfalls und wartet mit ziemlich derben Sprüchen auf. Die Pro Logic II-Unterstützung sowie der 16:9 taugliche Progressive Scan-Modus sind ebenfalls gelungen und können zumindest über die kleineren Mängel etwas hinwegtrösten.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
True Crime: New York City im Test.
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