Gesamtwertung32%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Zwar ist die Idee, Computer- und Konsolenspielern das bekannteste Brettspiel 'Schach' auch in digitaler Form zugänglich zu machen, nicht die neuste, doch dürfte das von uns getestete Play Station 2 Spiel War Chess ein ziemliches Unikum sein. Hoffen wir jedenfalls. Wie sich das Spiel macht und warum der König immer die Dame schlägt, erfahrt ihr in unserem Review.
Recht spärlich und sehr überschaubar kommt War Chess daher. Neben einem Einzelspielermodus, bei dem ihr die weißen Figuren über das Brett schieben müsst, gibt es noch einen Modus, bei dem ihr die Schwarzen steuern dürft, das war´s dann auch schon. Natürlich darf einem Spiel, das sich übrigens wie das Brettspiel-Pendant nur mit maximal zwei Spielern spielen lässt, auch ein Multiplayermodus nicht fehlen: Zug-um-Zug nennt sich das dann hier und ist, ohne das normale Schachspiel abwerten zu wollen, ähnlich spektakulär wie das althergebrachte Brettspiel in trauter Zweisamkeit.
Optisch erwartet den geneigten Schachfan kein grafisches Feuerwerk. Das Hauptaugenmerk lag bei der Entwicklung des Spiels wohl darin, das klassische Brettspiel mit dreidimensionalen Fantasy-Figuren und kurzen Kampfszenen grafisch aufzupeppen und - von der künstlichen Intelligenz mal abgesehen - das Spielprinzip 1:1 zu übernehmen.
Ausgetragen werden die nicht wirklich opulenten Kämpfe in elf verschiedenen Arenen. Darunter befinden sich ein Wald, fliegende Inseln, ein Friedhof, die Wüste und viele andere Orte, an denen ihr mit großer Wahrscheinlichkeit noch nie Schach gespielt habt.
Auch bei der Anzahl der Schwierigkeitsstufen setzte man auf die Zahl 11. So ist zwischen 0 und 10 alles dabei, was laut Adam Riese zwischen der 0 und der 10 liegt. Blutige Anfänger werden sicherlich an den höheren Schwierigkeitsgraden zu knabbern haben, sobald man sich aber zu den fortgeschrittenen Schachspielern zählt, stellt die KI keine sonderliche Herausforderung mehr dar.
Will man einen Zug ausführen, wählt man zunächst die Figur, mit der gezogen werden soll und bekommt dann all die Felder dargestellt, die mit der Spielfigur mit einem Zug erreichbar sind. Schachneulingen, die im Falle eines Schachs nicht gleich wissen, wohin sie noch mit ihrem König flüchten können, werden diese Funktion mit Sicherheit begrüßen. Special Moves wie beispielsweise die Rochade sind auch möglich. Erreicht einer eurer Bauern den anderen Rand des Brettes, kann er wie gewohnt auch gegen eine Dame, einen Läufer, Springer oder Turm eingetauscht werden.
Wer aufgrund der frei drehbaren Kamera nicht mit der 3D-Darstellung klarkommt, kann sich eine 2D-Ansicht des Spieles einblenden lassen und es in der zweiten Dimension fortführen. Leider verliert man aufgrund der überzogen-verschnörkelten Darstellung der Figuren auch hierbei schnell den Überblick.
Ist der Gegner, oder vielleicht auch ihr selbst, einmal besiegt, also Schachmatt gesetzt, werden alle übrig gebliebenen Figuren von einem Wirbelsturm vom Brett gesogen. Schöne Idee, aber wieso das Spiel danach nicht automatisch beendet wird, sondern manuell abgebrochen werden muss, habe ich leider nicht verstanden.
War Chess im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von SuperEmpire?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.