We love Katamari

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Namco
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
We love Katamari [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

86%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

We love Katamari

Simples Gameplay

Die Geschichten, sofern man sie als solche bezeichnen kann, von Katamari Damacy und We Love Katamari bedingen einander. Im ersten Teil zerstörte der König aller Sterne versehentlich alle Sterne am Firmament. Um diesen Fehler wieder gutzumachen und die Menschen zu beruhigen, sendete der König seinen Sohn zur Erde, bewaffnet mit einem Katamari und dem Willen, den Himmel wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Ein Katamari ist eine Art Kugel, die in verschiedenen Größen herstellbar ist. Diese Kugel übt eine gigantische Anziehungskraft auf die Objekte in ihrer Umgebung aus. Je mehr Objekte der Prinz einsammelt, desto größer wird die Kugel und desto größere Gegenstände oder Lebewesen können aufgerollt werden. In We Love Katamari hat der Prinz die Katastrophe bereits abgewendet und das Firmament zeigt sich wieder hell und schimmernd. Doch die Menschen sind begeistert von den rollenden Katamaris.

Der König aller Sterne hat viele Fans bekommen, die nun mehr von seinen Katamaris sehen wollen. Und so versucht der Spieler in We Love Katamari die Fans zufrieden zu stellen. Das stellt sich allerdings als relativ umständlich heraus. Denn zwar bleibt das Gameplay durchgehend das gleiche, man beginnt als kleine Kugel und versucht dann, alles aufzurollen, was für die Mission wichtig ist oder einem einfach nur im Weg steht, dafür gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, die allesamt erst einmal begriffen werden wollen. Auch in der deutschen Version spricht der König nämlich Englisch. Das komplette Spiel ist in englischer Sprache und die ist nicht auf einfachstem Niveau gehalten, deutsche Untertitel gibt es nicht. Hinzu kommt, dass der König liebend gern über alle möglichen Dinge philosophiert, nur nicht über die Aufgaben, die man als nächstes zu erledigen hat.

Wie dem auch sei, auf einer Art Weltkarte sucht man sich einen herumstehenden Menschen, spricht ihn an und erfährt seinen Wunsch. Will man ihm diesen erfüllen, so muss man mit dem König aller Sterne sprechen, der einen dann auf die Erde beamt. Meist erhält man dann eine Zeitvorgabe und ein Ziel, welches erreicht werden muss. So kann es passieren, dass man als fünf Zentimeter kleine Kugel in ein Haus gesteckt wird und in zwölf Minuten eine Größe von drei Metern erreicht haben muss. Man beginnt nun zunächst, das völlig überladene Zimmer leer zu räumen. Alles, was man nicht überrollen kann, weil es zu groß ist, stellt sich auch gleich als Hindernis heraus. Rollt man aber viele kleine Gegenstände ein, so wächst man schnell heran und kann sich schon bald die einstigen Hindernisse einverleiben.

Hat man eine bestimmte Größe erreicht, werden die nächsten Locations geladen. In unserem Beispiel geht es dann ab auf die Straße. Dort muss der Prinz auf Hunde, Katzen und andere Tiere achten, die ihm an die Gurgel wollen. Brav sammelt er alte Flaschen, Zeitungen und so weiter ein und wird immer größer. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man die ersten Menschen einsammelt. Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie man durch eine Gasse rollt und einfach alles aufsaugt, obwohl man vor drei Minuten genau die selbe Gasse schon einmal besucht hat und deren Gegenstände so riesig und unerreichbar erschienen, dass man nicht mehr daran glaubte, sie jemals einsammeln zu können.

In späteren Missionen wird das Katamari auch schon mal 300 Meter groß. Dann sammelt man ganz nebenbei komplette Städte ein, durch die man wenige Minuten zuvor noch ziellos hindurch gerollt war.

Es gibt jedoch auch noch einige andere Missionsziele. Einmal muss man in einem Teich Fische für einen Fischliebhaber sammeln, ein anderes Mal rollt man im Schnee einen riesigen Schneemann zusammen oder sammelt Blumen oder Süßigkeiten für Kinder ein. Wenn man nun aber einmal ehrlich ist, so scheint dieses Gameplay rein gar nichts mit dem angepriesenen Innovationsmonster gemein zu haben. Auch wir waren skeptisch, aber sobald man sich vor den Bildschirm gesetzt und die erste Mission angenommen hat, scheint die Realität zu verschwimmen. Stundenlang sitzt man in meditativer Ruhe vor der Glotze, vergisst die Zeit und rollt, rollt einfach vor sich hin.

Das Gameplay der Katamari Damacy-Reihe bietet ganz einfach das, was Spiele ausmacht, unheimlichen Spaß und Motivation. Und dass das Game sinnlos erscheint, ist kein Grund für Kritik, da Spiele nun mal nicht real sind und die künstlerische Freiheit somit unbegrenzt ist.

Simple Technik

Obwohl We Love Katamari, wie schon sein Vorgänger, absolut unzeitgemäße Grafik bietet, kann man den Entwicklern die Liebe zum Detail nicht absprechen, der Grafikstil ist aller Ehren wert und erfüllt seinen Zweck zur Genüge, die “berollbaren” Landschaften sind alle überlegt angelegt worden und strotzen nur so vor Detailtreue. Die Steuerung lässt dafür leider etwas zu wünschen übrig.

Zwar werden zum eigentlichen Spielen lediglich die Analogsticks benötigt, die Kameraführung, die vom Spieler selbst übernommen wird, stellt sich aber als unnötig umständlich heraus, da sie auch über die Analogsticks gesteuert wird. Nach einigen Stunden hat man sich aber an diesen kleinen Makel gewöhnt. Die musikalische Untermalung darf sich dafür zu den Originellsten zählen, die man seit langem in einem Spiel hören durfte. Alle Tracks wurden extra für das Spiel angefertigt und sind so verrückt, wie der Titel selbst. Eine Sprachausgabe gibt es nur bedingt, meistens muss der geneigte Spieler lesen.

Neben dem Spielen alleine, kann man auch zu zweit in die Welt von We Love Katamari eintauchen. Sobald ein zweiter Controller angesteckt wird, können zwei Spieler drauflos rollen. Im Großen und Ganzen kann man alle Missionen mit mehreren Zockern spielen. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten des Gameplays. Erstere nennt sich VS-Modus. Die beiden Spieler treten gegeneinander an, jeder besitzt ein Katamari und muss in kurzer Zeit so viele gesuchte Gegenstände, etwa Bleistifte oder Süßigkeiten, einrollen, wie möglich. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Dinge vorweisen kann, gewinnt.

Wer keine Lust hat gegeneinander zu zocken, der versucht es mit dem Kooperationsmodus. Jede Mission im Spiel kann wie gesagt auch zu zweit absolviert werden. Nur haben beide Spieler insgesamt lediglich ein Katamari zur Verfügung. Die Steuerung bleibt die Alte, nur reagiert das Katamari erst, wenn beide Spieler in die jeweils gleiche Richtung lenken. Dieser Modus funktioniert unerwartet gut und bereitet viele Stunden gemeinsamen Spaß.

Fazit

We Love Katamari bietet ein simples Gameplay und simple Technik, verbindet aber die wichtigsten Elemente des Spielens, den Spaß und die Langzeitmotivation, so genial, dass der geneigte Spieler stundenlang vor dem Bildschirm verharren kann, ohne dabei zu merken, dass die Zeit nicht still steht. Das Spiel fesselt von der ersten Sekunde an, ob nun allein oder zu zweit, die perfekt designten Landschaften, die geniale und einfallsreiche musikalische Untermalung und die durch alle diese Faktoren erzeugte, heitere Atmosphäre lassen zu Recht den Schluss zu, dass die ##Katamari Damacy##zitat|-Reihe eine der “vollendetsten” und lustigsten Spielerserien aller Zeiten ist und We Love Katamari ist ein sehr guter, wenn auch nicht der beste, Vertreter dieser Franchise. Alle Zocker, die den eigentlichen Sinn des Spielens nicht vergessen haben, können getrost zugreifen!

We love Katamari [PS2 , looki.de]

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