Gesamtwertung86%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
In We Love Katamari hat der Prinz die Katastrophe bereits abgewendet und das Firmament zeigt sich wieder hell und schimmernd. Doch die Menschen sind begeistert von den rollenden Katamaris. Der König aller Sterne hat viele Fans bekommen, die nun mehr von seinen Katamaris sehen wollen. Und so versucht der Spieler in We Love Katamari die Fans zufrieden zu stellen. Das stellt sich allerdings als relativ umständlich heraus. Denn zwar bleibt das Gameplay durchgehend das gleiche, man beginnt als kleine Kugel und versucht dann, alles aufzurollen, was für die Mission wichtig ist oder einem einfach nur im Weg steht, dafür gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, die allesamt erst einmal begriffen werden wollen. Auch in der deutschen Version spricht der König nämlich Englisch. Das komplette Spiel ist in englischer Sprache und die ist nicht auf einfachstem Niveau gehalten, deutsche Untertitel gibt es nicht. Hinzu kommt, dass der König liebend gern über alle möglichen Dinge philosophiert, nur nicht über die Aufgaben, die man als nächstes zu erledigen hat.
Wie dem auch sei, auf einer Art Weltkarte sucht man sich einen herumstehenden Menschen, spricht ihn an und erfährt seinen Wunsch. Will man ihm diesen erfüllen, so muss man mit dem König aller Sterne sprechen, der einen dann auf die Erde beamt. Meist erhält man dann eine Zeitvorgabe und ein Ziel, welches erreicht werden muss. So kann es passieren, dass man als fünf Zentimeter kleine Kugel in ein Haus gesteckt wird und in zwölf Minuten eine Größe von drei Metern erreicht haben muss. Man beginnt nun zunächst, das völlig überladene Zimmer leer zu räumen. Alles, was man nicht überrollen kann, weil es zu groß ist, stellt sich auch gleich als Hindernis heraus. Rollt man aber viele kleine Gegenstände ein, so wächst man schnell heran und kann sich schon bald die einstigen Hindernisse einverleiben.
Hat man eine bestimmte Größe erreicht, werden die nächsten Locations geladen. In unserem Beispiel geht es dann ab auf die Straße. Dort muss der Prinz auf Hunde, Katzen und andere Tiere achten, die ihm an die Gurgel wollen. Brav sammelt er alte Flaschen, Zeitungen und so weiter ein und wird immer größer. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man die ersten Menschen einsammelt. Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie man durch eine Gasse rollt und einfach alles aufsaugt, obwohl man vor drei Minuten genau die selbe Gasse schon einmal besucht hat und deren Gegenstände so riesig und unerreichbar erschienen, dass man nicht mehr daran glaubte, sie jemals einsammeln zu können.
In späteren Missionen wird das Katamari auch schon mal 300 Meter groß. Dann sammelt man ganz nebenbei komplette Städte ein, durch die man wenige Minuten zuvor noch ziellos hindurch gerollt war.
Es gibt jedoch auch noch einige andere Missionsziele. Einmal muss man in einem Teich Fische für einen Fischliebhaber sammeln, ein anderes Mal rollt man im Schnee einen riesigen Schneemann zusammen oder sammelt Blumen oder Süßigkeiten für Kinder ein. Wenn man nun aber einmal ehrlich ist, so scheint dieses Gameplay rein gar nichts mit dem angepriesenen Innovationsmonster gemein zu haben. Auch wir waren skeptisch, aber sobald man sich vor den Bildschirm gesetzt und die erste Mission angenommen hat, scheint die Realität zu verschwimmen. Stundenlang sitzt man in meditativer Ruhe vor der Glotze, vergisst die Zeit und rollt, rollt einfach vor sich hin.
Das Gameplay der Katamari Damacy-Reihe bietet ganz einfach das, was Spiele ausmacht, unheimlichen Spaß und Motivation. Und dass das Game sinnlos erscheint, ist kein Grund für Kritik, da Spiele nun mal nicht real sind und die künstlerische Freiheit somit unbegrenzt ist.
Neben dem Spielen alleine, kann man auch zu zweit in die Welt von We Love Katamari eintauchen. Sobald ein zweiter Controller angesteckt wird, können zwei Spieler drauflos rollen. Im Großen und Ganzen kann man alle Missionen mit mehreren Zockern spielen. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten des Gameplays. Erstere nennt sich VS-Modus. Die beiden Spieler treten gegeneinander an, jeder besitzt ein Katamari und muss in kurzer Zeit so viele gesuchte Gegenstände, etwa Bleistifte oder Süßigkeiten, einrollen, wie möglich. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Dinge vorweisen kann, gewinnt.
Wer keine Lust hat gegeneinander zu zocken, der versucht es mit dem Kooperationsmodus. Jede Mission im Spiel kann wie gesagt auch zu zweit absolviert werden. Nur haben beide Spieler insgesamt lediglich ein Katamari zur Verfügung. Die Steuerung bleibt die Alte, nur reagiert das Katamari erst, wenn beide Spieler in die jeweils gleiche Richtung lenken. Dieser Modus funktioniert unerwartet gut und bereitet viele Stunden gemeinsamen Spaß.
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We love Katamari im Test.
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