Gesamtwertung83%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Was bisher geschah...
Nach einem eher durchschnittlichen PS2-Wrestling-Spiel namens WWF Smackdown! Just Bring It melden sich THQ nun mit einem in fast allen Bereichen nachgebesserten Nachfolger namens WWE Smackdown! Shut Your Mouth zurück, um sich in die Herzen der Wrestlingfans zu katapultieren. Nein, das ist kein Schreibfehler. Die WWF heißt inzwischen WWE (World Wrestling Entertainment). Der Grund für diese Namensänderung ist ganz einfach der, dass die WWF die WCW, die zweitgrößte amerikanische Liga, aufgekauft hat. Dies hat natürlich den Vorteil, dass ihr nun die Wrestler beider Liegen in einer Einzigen vereint habt, und welcher Wrestlingfan wollte nicht schon einmal ein Duell zwischen Hollywood Hulk Hogan und dem Peoples Champion The Rock bestreiten. Smackdown! SYM bietet euch nun die Möglichkeit und noch unzählbare Andere dazu.
Aber zurück zu den Spielmodi. Ihr könnt neben den Grundtypen auch noch zwischen Speziatypen wählen. Die Möglichkeiten reichen hier von Ladder- und Table-Matches über Street Fights bis hin zu Last Man Standing oder Hardcore-Matches. Allein hier ist schon ein wenig Zeit zu investieren, um wirklich alles ausprobiert zu haben. All diese Matches könnt ihr auch mit mehreren menschlichen Mitspielern gegeneinander Spielen. Bei manchen Spielmodi kann man nur zu zweit, bei anderen wiederum mit bis zu sechs Spielern gegeneinander antreten, was natürlich mindestens zwei Multitaps, sechs Controller und sechs willige Spieler erfordert. Sind diese Vorraussetzungen aber erst einmal erbracht, so kann man sich kaum noch vom Spielgeschehen losreißen und ich kann versprechen: Es macht sowohl höllisch Spaß als auch süchtig.
Das Herz des Spieles jedoch ist der im Vergleich zum Vorgänger riesige Season-Modus. Ihr beginnt mit einem Wrestler eurer Wahl als ein Nobody als Mitglied von einer der beiden wöchentlichen, rivalisierenden Shows Smackdown und RAW. Hier könnt ihr mit gewonnenen Kämpfen und spektakulären Moves euer Ansehen verbessern. Dieses wiederum ist wichtig, denn je höher euer Ansehen beim Publikum ist, um so besser sind die Chancen auf ein Titel-Match. In den monatlich stattfindenden PayPerViews, habt ihr dann die Chance, neue Moves, Klamotten oder Arenen freizuschalten. Vor den Matches befindet ihr euch in der Eingangshalle der Arena, die ihr vollkommen frei aus der Ego-Perspektive erkunden könnt. Ihr könnt also entweder gleich in die Arena stürmen, um euer Match zu bestreiten, oder aber ihr lauft einfach ein bisschen herum und unterhaltet euch mit euren Kollegen. Zwischen den Kämpfen sorgen die immer wieder eingestreuten Zwischensequenzen dafür, dass die Story spannend bleibt. Im Laufe der Zeit spitzt sich die Situation zwischen den beiden Shows immer weiter zu, bis es zum großen Knall kommt. Ich will aber nicht zu viel von der intrigenreichen Story preisgeben, denn ihr wollt ja auch noch etwas davon haben. Ihr kämpft euch also durch die Shows und PPVs, wobei ihr nicht nur in Single-Matches sondern auch in jeglichen anderen verfügbaren Arten von Matches um die Gunst des Publikums kämpft. Habt ihr erst mal den Undisputet Champion Titel errungen, so gilt es, diesen zu verteidigen. Dabei ist aber nicht jedes Match, welches ihr ab diesem Zeitpunkt bestreitet, ein Titel-Match und Niederlagen gehören ebenso zur Karriere wie Siege. Eine weitere Möglichkeit des Spiels besteht darin, sich seinen eigenen Kämpfer zusammen zu bauen. Unglaublich viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten gibt es hier, sowohl von der Kleidung als auch vom Aussehen. Gesichtsform, Körperumfang, Nasenlänge... ihr könnt einfach alles selbst einstellen. Einen umfangreicheren Create-A-Player Modus hatte noch kein Wrestlingspiel vorher. Ebenso wie die Möglichkeit, einen Kämpfer zu kreieren, steht es euch auch frei, ihm eigene Moves zu verpassen. Und ich rede hier nicht von Moves, die die fertigen Wrestler benutzen. Vielmehr könnt ihr hier eure eigenen Moves bis ins kleinste Detail ausarbeiten, und so bietet das Spiel unendlich viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib.
Energieleisten der Wrestler sind nicht vorhanden, man muss lernen selbst abzuschätzen wann ein Gegner fertig genug für einen Pin-Versuch ist. Nur eine kleine Leiste unterhalb des Namens weist auf den Zuspruch des Publikums hin. Ist diese Leiste gefüllt, so erscheint ein S. Nur mit diesem Symbol ist es möglich, die charakteristischen Finishing-Moves auszuführen. Betätigt man, während das Smackdown-Symbol über der eigenen Leiste erscheint, den L1-Button, wird der Gegner gnadenlos niedergemacht. Meistens ist er danach so benommen, dass man ich in aller Ruhe Pinnen kann. Auch Gegenstände sind wieder mit von der Partie, wenn auch nicht in allen Matches erlaubt. Aufheben kann man sie mit dem R1-Button, sie benutzen mit dem X- und dem O-Button. Es ist ebenfalls möglich, eben genannte Smackdown-Moves mit Gegenständen zu vollführen.
Ein besonderes Feature, welches viele Firmen in letzter Zeit häufiger verwenden, ist auch hier vertreten: Auf Knopfdruck kann man während der Smackdown-Moves einen Motion-Blur-Effekt erzeugen. Zusätzlich stoppt dabei die Zeit und die Kamera fährt einmal um die beiden Kontrahenten herum. Leider hinkt die Darstellung der Arenen, der, der Wrestler weit hinterher. Allenfalls die Tore, durch die die Wrestler die Arena betreten , und die gespickt sind mit gigantischen Monitoren und vielen Details, mögen im Ansatz überzeugen, der Rest der Schauplätze tut es jedenfalls nicht. Nur in den ersten Reihen der Zuschauer findet man Polygonen, wenn auch nicht viele. Der große Rest der Menge besteht aus Pappkameraden.
Auch kann man sich nicht mehr durch das Publikum prügeln. Bei den Begrenzungsmauern ist Schluss. Die Framerate wiederum ist auf einem durchweg hohen Niveau, wobei man selbst bei sechs Kämpfern gleichzeitig im Ring von all zu schlimmen Rucklern verschont bleibt. Die PAL-Balken sind verschwindend gering bis gar nicht vorhanden, so lob ich mir das! Die Einläufe der Kämpfer sind sehr gelungen und ähneln den originalen Vorbildern bis ins kleinste Detail. Hat man sie jedoch des öfteren gesehen besteht immer die Möglichkeit, sie per Druck auf die Start-Taste abzubrechen. Mindestens einmal sollte man sie sich jedoch angesehen haben, sei es nur wegen der Musikuntermalung. Womit wir beim nächsten Thema wären:
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