Gesamtwertung88%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Hallo liebe Fans von World Wrestling Entertainment und herzlich willkommen zum ausführlichen Test zu WWE SmackDown! VS. RAW 2006 für die PlayStation 2. So. Nachdem wir diese stilechte Begrüßung hinter uns gebracht haben, fragt sich ein jeder Fan auf Gottes grüner Erde, ob Yukes Wrestling-Titel auch in diesem Jahr den Genrethron mühelos erklimmt oder ob uns in bester Tradition jährlich wiederkehrender Sportspiele ein lauwarmer Aufguss der Vorjahresversion erwartet, die Kollege Hinghaus seinerzeit immerhin mit stolzen 86 % würdigte.
Die Wrestler wirken noch geschmeidiger, noch runder und noch echter als im Jahr zuvor. Dafür sorgen aber nicht nur die Grafik, sondern auch die Bewegungen, die erstmals auf der PS2 durch Motion Capturing erstellt wurden. Der digitale Batista läuft also haargenau so zum Ring wie sein Pendant aus Fleisch und Blut. Auch die Gesichter der Wrestler sind noch einmal eine Stufe besser geworden. Sind einige WWE-Stars im Vorjahr noch recht verunglückt im Spiel gelandet, sehen diesmal sogar Problemfälle wie Randy Orton oder Kurt Angle endlich aus, wie im TV.
Die übrige grafische Präsentation glänzt mit einem verbesserten Publikum und schöneren Lichteffekten. Nur das Feuerwerk wirkt an manchen Stellen etwas schwachbrüstig.
Eine auf Knopfdruck sichtbare Ausdaueranzeige hält den Spieler darüber auf dem Laufenden, wie viel Sprit der digitale Wrestler noch im Tank hat. Zusätzlich ändert sich die Körperhaltung der Kämpfer, wenn ihnen langsam die Puste ausgeht. Besonders starke Griffe, Wurfattacken und kurze Sprints rauben den Protagonisten die Ausdauer. Ist die Anzeige im Keller, knickt der Wrestler im Ring kurz weg und schnappt nach Luft. Damit das nicht passiert, sollte man in den wenigen ruhigen Momenten des Kampfes die Ausdaueranzeige durch Gedrückthalten der Select-Taste wieder auffrischen. Doch Vorsicht, in dieser Zeit ist der Kämpfer völlig schutzlos. Ignoriert der Spieler die Ausdaueranzeige, klappt der Wrestler früher oder später k.o. im Ring zusammen wer dann durch ein Minispiel nicht schnell wieder auf die Beine kommt, wird vom Unparteiischen gnadenlos ausgezählt.
Auch die Handhabe der Finishing Moves hat sich leicht geändert. Konnte man im Vorgänger noch bis zu drei vernichtende Manöver sammeln und bei Gelegenheit vom Stapel lassen, kann jetzt nur noch maximal ein Finisher gespeichert werden. Ist die Momentum-Anzeige des Wrestlers durch gute Aktionen oder die von Fans geliebten Spottgesten bis zum Anschlag voll, kann er in der richtigen Situation seinen persönlichen Finishing Move auslösen, der dann in Zeitlupe gezeigt wird. Meist sind das die kampfentscheidenden Manöver. Löst der Wrestler seinen Finisher aber nicht aus, kann er gespeichert werden und später zum Einsatz kommen. Dann aber ist die Wirkung der Aktion nicht mehr so verheerend.
Doch auch an anderer Stelle tauchen immer wieder kleine Bugs auf. Die ansprechende und stark verbesserte Soundkulisse setzt leider ab und zu aus und im Ring vergisst so manch ein Wrestler seine Laufanimation, wenn er in die Ecke gedrängt wird. Den Spielspaß trübt das zwar nur geringfügig, mit etwas Detailarbeit hätten die Entwickler das jedoch ausmerzen können.
Wer sich dieses Jahr in den Karrieremodus stürzt, den erwarten, je nach Auswahl des Protagonisten, zwei völlig verschiedene Storylines einmal rund um die TV-Show RAW und einmal rund um die konkurrierende Marke Smackdown. Beide Geschichten sind völlig hirnrissig und aus der Luft gegriffen und somit genauso, wie sie echte WWE-Fans aus dem TV-Vorbild kennen. Die Zwischensequenzen sind erstklassig animiert und wurden von allen Wrestlern nachträglich vertont. Der englischen Sprache sollte man aber mächtig sein, da auf eine Übersetzung verzichtet wurde. Die Voice Overs sind dabei wirklich erstklassig gelungen, die WWE-Stars scheinen sich diesmal etwas wohler hinter dem Mikrofon gefühlt zu haben.
WWE SmackDown! vs. Raw 2006 (28 Bilder)
Leider sind beide Seasons, die sich jeweils über den Zeitraum von knapp neun Monaten erstrecken, in wenigen Stunden durchgespielt und laden aufgrund der Geradlinigkeit auch nur äußerst bedingt zu einem zweiten Durchlauf ein.
Dafür warten im Exibition-Modus wieder gewohnt viele und abwechslungsreiche Matcharten; das Line-Up des Vorjahres wurde durch einige Highlights wie dem Buried-Alive-Match noch einmal aufgewertet. Auch die Arenen der vergangenen Saison sind 1:1 ins Spiel eingebaut worden, erstmals dürfen PS2-Wrestler also auch vor der Great American Bash-Kulisse, in der Taboo Tuesday-Halle oder auf der Wrestlemania 21-Bühne kämpfen. Hinzu gesellt sich außerdem noch eine Classic-Wrestlemania-Arena, die aber erst einmal freigespielt werden will.
Und wem das alles noch nicht reicht, der kann mit dem brandneuen General Manager-Modus einmal die geschäftliche Seite der WWE kennen lernen, Shows organisieren und aufpassen, dass die Quoten stimmen. Mehrspielerfans schlagen sich im erweiterten Onlinemodus um ihre selbst erstellten Champion-Titel.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
WWE SmackDown! vs. RAW 2006 im Test.
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