Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Seit dem ersten Titel auf der PlayStation, WWF Smackdown, dominiert THQ unangefochten das Wrestlinggenre. Dabei schafften es die Entwickler, den amerikanischen Schaukampf immer realistischer wirken zu lassen. Wieweit THQ mit WWE Smackdown! vs. Raw dem perfekten Wrestlingspiel näher kommt, verrät unser aktueller Bericht.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Prügelspielen müsst Ihr Euren Widersacher mit beiden Schultern solange auf den Boden drücken, bis der Schiedsrichter drei Mal auf den Boden geschlagen hat. Besonders günstig stehen die Sterne, wenn Ihr Eure Signalattacke, den so genannten Finisher, ausführt. Die Finisher sind vielfach stärker als jeder Tritt oder Schlag und unterscheiden die mehr als 40 Athleten. Doch bevor Ihr diese vernichtenden Angriffe ausführen könnt, müsst Ihr sie Euch erst erarbeiten.
Wie in den Vorgängern gibt es eine Leiste, die es durch spektakuläre Attacken aufzufüllen gilt. Für eine aufgefüllte Leiste gibt es ein Smackdown-Icon, mit welchem Ihr Finisher Eurer Gegner parieren oder eben einen eigenen ausführen könnt. Neben der Finisher-Leiste wird noch der gesundheitliche Status in einem Schadensmodell angezeigt. Wenn Ihr Euren Kontrahenten windelweich geschlagen habt, dann bleibt Ihm oft nichts anderes übrig, als aufzugeben. Auch dann habt Ihr natürlich gewonnen.
Allerdings war dies im Vorgänger nur unwesentlich anders. Die einzige nennenswerte Änderung stellt der Kampfstil dar. Zu Beginn kann zwischen variabel, clean und dirty gewählt werden. Habt Ihr Euch für dirty entschieden, dann behauptet sich Euer Kämpfer durch besonders unfaire Attacken, wie z.B. dem Würgen oder Treten in die Familienplanung.
Aber auch die beliebte Battle Royal, in der sich zunehmend Kämpfer versammeln und nur der gewinnt, der sich am längsten im Ring halten kann sowie der Käfig sind mit von der Partie. Für diejenigen, die sich an fast nackten PS2-Wrestlerinnen nicht satt sehen können, gibt es auch etwas - den Hot Panty-Mode. Hier müsst Ihr eine Wrestlerin gegen eine weitere antreten lassen und Ihr die Kleider vom Leib reißen. Wer am Ende nur noch in Unterwäsche präsent ist, hat verloren.
Für die Erfolge gibt es Fähigkeitspunkte, die Ihr auf die verschiedenen Attribute verteilen dürft. Weiterhin erhaltet Ihr Geld, mit welchem Ihr z.B. Dinge (Arenen, Wrestler, ) im Editor oder Einzelspielermodus freischalten könnt.
Fortan wächst Euer Nobody zu einem heißen Anwärter auf den WWE-Titel heran und sorgt für Aufsehen im World Wrestling Entertainment. Damit keine Langeweile aufkommt, wird das Geschehen durch aufwändige Zwischensequenzen in Spielgrafik dargestellt.
Damit Ihr Euch besser mit dem Charakter identifizieren könnt, dürft Ihr viele Entscheidungen selbst wählen. So wird Euch oftmals eine Auswahl gestellt, wie Ihr handeln wollt. Viel getan hat sich auch hier im Vergleich zum letzten Jahr nicht, lediglich die Tatsache, dass die Texte nun von den Stars synchronisiert wurden.
Neben dem Create-A-Wrestler Modus dürft Ihr endlich auch eigene PPVs erstellen. Ihr habt eine Art Kalender und dürft einstellen, welches Match wann und wo mit wem in welcher Art stattfindet. Hierbei kommt Euch zugute, dass die Anzahl an Matchvarianten wie erwähnt sehr groß ist.
Lediglich die Haare der Wrestler und Wrestlerinnen wirken sehr platt und unschön animiert. Ansonsten kann man praktisch kaum etwas kritisieren. Auch die Animationen mit ihren Übergängen begeistern immer noch, auch wenn es ab und an kleine Grafikfehler gibt. Die Arenen können sich ebenfalls sehr gut sehen lassen und die Zeiten, in denen pixelige Zuschauer die Sitze einnahmen, sind endgültig vorbei.
Einen großen Sprung hat WWE Smackdown! Vs. Raw in der Akustik hingelegt. Anstatt der hektischen und störenden Menümusik gibt es nun mehrere rockige Tracks, die dem Spiel mehr Flair vermitteln. Besonders zu gefallen weiß die Synchronisierung der Dialoge, die die Wrestler authentischer wirken lassen, zumal die Vorbilder selber dafür herhalten mussten.
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