Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Tage wie dieser
Was für ein beschissener Tag. Da wacht man mit unglaublichen Migräneattacken am Strand auf und weiß noch nicht einmal, wie man dahin kam. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn eine nette Rettungsschwimmerin kommt und ist uns behilflich. Noch schnell einen Schwächeanfall vorgetäuscht und sie nimmt uns in ihre Arme. Der Tag scheint gerettet! Wäre da nur nicht dieser kleine Zwischenfall im Rettungsturm. Da läuft die hübsche Frau doch tatsächlich in eine Salve Blei und fällt tot um. Irgendetwas stimmt hier nicht! Wir müssen schnellstens unsere Amnesie loswerden und herausfinden wer uns umbringen möchte. Weshalb ist XIII auf unserer Brust eintätowiert? Was? Ein Schlüssel der Winslow Bank in New York? Immerhin eine kleine Spur
I shot the president?
Ubi Softs Ego-Shooter XIII führt uns auf diese Art in die Story ein. Wer sind wir? Weshalb versucht man uns umzubringen? Anfangs erhält man mehr Fragen als Antworten und ist sehr gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Haben wir wirklich den amerikanischen Präsidenten umgebracht? Wer ist die mysteriöse Frau, die uns aus den Händen des FBI rettet? Die Verschwörungsgeschichte ist sehr spannend inszeniert und motiviert jederzeit zum Weiterspielen. Man wird nahezu in jedem Level von neuen Ereignissen überrascht. Interessant sind auch die Rückblicke, die dem Protagonisten an Schlüsselstellen wieder in Erinnerung gerufen werden. Um zu verdeutlichen, dass sie in der Vergangenheit spielen, wurden sie in einer verschwommenen schwarz-weiß Ansicht gehalten. Ihr bewegt euch in den Rückblicken frei, ohne dabei aber in Gefahr geraten können, zu sterben. Diese Sequenzen bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern erwecken in eurem Alter Ego auch nach und nach spezielle Fähigkeiten. So erlernt ihr im Laufe der Zeit das Anschleichen an Gegner um sie dann leise niederzustrecken oder ihr erlernt den Umgang mit bestimmten Waffen wie dem Scharfschützengewehr.
So ungewöhnlich die Cel-Shading-Optik von XIII, so gewöhnlich ist doch das Gameplay. XIII ist im positivsten Sinne ein normaler Ego-Shooter. Keine besonderen Innovationen, sondern ein Spiel, das die besten Seiten des Genres in sich vereint. Der Verlauf der übersichtlichen Levels ist strikt linear gehalten, was aber keineswegs einen Nachteil darstellt. Ihr könnt entweder in Rambo-Manier durch die Levels jagen und dabei Gebrauch der 15 Waffen wie Colt, MG oder Messer machen, oder ihr versucht durch die Levels zu schleichen. Speziell die Stealth-Einlagen wirken aber etwas aufgesetzt und wollen nicht so richtig zu XIII passen. Merklicher Schwachpunkt ist allerdings die künstliche Intelligenz der Gegner. Zwar gehen sie zumindest ab und zu in Deckung, meist verhalten sie sich aber strohdumm. Da kann neben ihnen ein Kamerad erschossen werden, stören tut die Schurken dies nur sehr selten und wenn dann nur für einige Sekunden, in denen dann alibimäßig die Umgebung abgesucht wird. Dennoch sind die Kampfeinlagen teilweise sehr schwierig, denn was man nicht im Köpfchen hat, hat man im Falle von XIII an Schusskraft zumindest jedenfalls die Gegner. Manchmal können die Gegner wirklich frustrierend viel Blei einstecken, da spendet auch die gute Steuerung auf allen Konsolen wenig Trost.
3 für 3
Grafisch gleichen sich die PS2, Xbox und GameCube-Versionen von XIII nahezu wie ein Ei dem anderen. Dennoch hat man bei Ubi Soft wert darauf gelegt, die unterschiedlichen Stärken der Konsolen im Mehrspieler-Bereich entsprechend auszunutzen. Xbox und PS2 Benutzer können sich mit XIII zu acht beziehungsweise zu viert online vergnügen, wohingegen GameCube-Spieler auf den guten alten Splitscreen oder auf den Netzwerk-Support, der auch für die Xbox integriert wurde, angewiesen sind. Neben diesen technisch bedingten Unterschieden wurde neben den Standardmodi wie Deathmatch oder Capture The Flag auch den verschiedenen Konsolen jeweils ein individueller Spielmodus spendiert. Xbox-Spieler legen in Sabotage möglichst schnell drei Bomben, auf dem GameCube geht man in The Hunt auf Geisterjagd und auf der PS2 kommt man im Modus Power Up zu Ehren.
Mittendrin im Comic
Cel-Shading und Ego-Shooter? Geht das denn? Und wie das geht! Der Comic-Look macht aus XIII ein Spiel der besonderen Art. Nur wenige Spiele auf dem Markt können mit einem solch gelungenen optischen Auftritt glänzen. Vom stylischen Menü, das wie ein Comic aufgebaut wurde, bis hin zu der sehr gelungenen Art, die Story zu erzählen, man fühlt sich jederzeit wie in einem echten Comic. Natürlich wartet XIII aufgrund der Cel-Shading-Optik nicht mit detaillierten Texturen auf und alles wirkt etwas kantig dies gehört aber zu diesem Grafikstil. Als Nachteil fällt einem dies nicht auf, denn man hat stets den Eindruck, dass alles sehr passend ist. Zudem sind die Animationen Figuren sehr gut gelungen und wirken sehr realistisch, zumindest soweit dies im Comic-Universum möglich ist. XIII ist allerdings nicht für Kinderhände gedacht, denn auch wenn sich der Blutverlust der Gegner in Grenzen hält, werden beispielsweise Kopfschüsse in kleinen Animationen besonders zelebriert. Hübsch anzusehen, aber nichts für Kinder.
Knuff und Puff
Kennt ihr noch die alte Batman-Serie aus den 60er Jahren, in der Kampfgeräusche mittel Knuff und Puff dargestellt wurden? Zum Glück verschonten uns die Entwickler damit. Dennoch werden aber beispielsweise Sounds wie das Hallen auf dem Fußboden mittels TapTapTap sowohl sehr gut akustisch, als auch visuell dargestellt. Dadurch erhält der Spieler die Möglichkeit nahende Wachposten zu sehen, auch wenn sein Blickfeld gerade blockiert ist. Neben der gelungenen visualisierten Darstellung sind die Soundeffekte aber auch akustisch sehr gut gelungen. Sämtliche Geräusche wirken sehr authentisch und speziell die professionellen Sprecher wissen zu überzeugen. So leiht Beispielsweise Ben Becker Agent XIII seine Stimme.
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XIII im Test.
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