E3 09: Heavy Rain - First Facts
Nicht das erste Mal stellen Quantic Dream Ihren neuen Blockbuster Heavy Rain auf der E3 vor. Doch dieses Jahr zeigten sie erstmals spielbare Szenen abseits von Technikdemos und Bildern. Ob der Nachfolger im Geiste von Fahrenheit uns überzeugt hat? Das erfahrt Ihr von uns in den First Facts.
Nicht ganz koscher
Hier ist der Name Programm. Schon in den meisten Trailern war der Himmel verhangen und die Straßen klatschnass vom Regen. Heavy Rain ist ein Thriller, in dem Ihr die Kontrolle über vier verschiedene Charaktere nacheinander übernehmen könnt. Über die Geschichte ist noch nicht viel bekannt, außer dass Ihr durch die Spielweise einer jeden Figur die Story tatkräftig beeinflussen könnt. Zudem werdet Ihr durch die Möglichkeit Euren Charakter beliebig zu verändern, regelrecht selbst zu dieser Persönlichkeit und fühlt Euch so eher in diesen Thriller hineinversetzt. Da die Story sich häufig durch Kleinigkeiten verändert, ist zudem der Reiz absolut hoch, öfter in die Welt von Heavy Rain abzutauchen. Ihr könnt nämlich nie wissen, was Ihr in welcher Situation getan habt, dass das Spiel sich verändert hat.
Das ist aber natürlich nicht alles was das Spiel von Quantic Dream gegenüber anderen Adventures abhebt. Die einzigen bekannten Details über die Story, drehen sich um den berüchtigten "Origami-Killer". Ein Mörder, der Origami - künstlerisch gefaltete Papier-Tiere - in den Händen seiner Opfer hinterlässt. Ein FBI-Agent sucht nach diesem Killer und begibt sich dabei regelmäßig in Gefahr. Im Gegensatz zu anderen Third-Person-Adventures, übernehmt Ihr aber fast nie die direkte Kontrolle über den Charakter, außer Ihr bewegt Ihn durch ein Szenario.
Stattdessen tauchen Schlagwörter in Mind-Map-Manier um den Kopf des Charakters auf. Sie spiegeln seine Gedanken wieder, die Euch eventuell einen Hinweis offenbaren, wo Ihr als nächstes hin müsst, oder führt sogar bestimmte Aktionen aus. Beispielsweise könnt Ihr eine feindlich gesinnte Person in die Mangel nehmen und nachfolgend auswählen, ob Ihr sie direkt erschießt, sie erpresst oder einfach laufen lasst. Wie Ihr Euch auch entscheidet, es verändert oftmals die Story in eine andere Richtung.
Quick-Time-Event Galoré
Wie schon erwähnt, übernehmt Ihr nur selten die Steuerung der Protagonisten selbst in die Hand. Das lässt Heavy Rain aber dennoch nicht zu einem Film verkommen, bei dem man sich entspannt zurücklehnen kann. Die meiste Zeit des Spiels müsst Ihr nämlich zig Quick-Time-Events nachkommen. Es gibt zwar keinen Game Over-Screen, denn jeder Charakter ist sterblich und verändert somit wieder einmal die Geschichte des Spiels, aber wer am meisten von Heavy Rain zu Gesicht bekommen möchte, sollte natürlich versuchen jeden der vier Charaktere lebendig durch das Adventure zu schleusen. Alle paar Sekunden werden Buttons eingeblendet, die Ihr im richtigen Augenblick oder so schnell wie möglich drücken müsst. Quantic Dream sind Meister im Einbinden solcher Action-Sequenzen, das haben sie bereits in Fahrenheit bewiesen. Ähnlich anspruchsvoll fallen im Nachfolger die Abschnitte aus, in denen Ihr vor lauter Knöpfchendrücken schon einen schwirrenden Kopf habt.
Da Heavy Rain in seiner unendlichen Storyvielfalt dennoch ein relativ eingeschränktes Gameplay besitzt, konnte wenigstens an der Technikschraube gedreht werden. Bereits lang bevor spielbare Abschnitte gezeigt wurden, hatte das Adventure seinen Ruf weg eine Technikdemo für die PS3 zu sein. Und man muss zugeben, die Grafik von Heavy Rain ist sehr schön anzuschauen. Dabei sind es nicht einmal die Umgebungen, die alle Blicke auf sich ziehen, sondern die extrem detaillierten Charaktermodelle. Jede Gefühlsregung ist fotorealistisch im Spiel zu finden. Fältchen zeichnen sich um die Augen der Figur ab, egal ob sie lächelt oder feindselig umher blickt, die Bewegungen sehen einfach echt aus. Da fällt auch kaum auf, dass die Umgebungen etwas belebter ausfallen dürften. Aber auch die teils sterilen Settings kann man Heavy Rain nicht übel nehmen, da durch die schönen Wettereffekte oder andere Details eine sehr dichte Atmosphäre aufkommt. So können wir nur hoffen, dass bis zum angestrebten Release Anfang 2010 dieses Projekt unter einem guten Stern steht und keine große Pannen auftreten, die uns den Spielspaß verderben könnten. Denn Quantic Dreams neues Adventure hat das Potenzial zu einem ganz großen Blockbuster.
Ersteindruck
Lange Zeit ging der Titel Heavy Rain an mir vorbei. Immerhin hatte man auch etwas länger nichts davon gehört und somit den Titel als reine Technikdemo zum PS3-Release abgehakt. Aber je mehr man zu dem Spiel sieht, umso mehr zieht es mich in seinen Bann. Vier unterschiedliche Charaktere werden begleitet, auf der Suche nach dem Origami-Killer, und es gibt einerseits zwar nur wenig Gameplay abseits der Quick-Time-Events, aber andererseits doch so viele Möglichkeiten die Geschichte zu verändern, dass man Heavy Rain sicher nicht nur einmal durchspielen wird. Hoffentlich ist trotzdem die Spielzeit nicht zu kurz geraten und die Story in sich sinnig. Dann haben wir sicher keinen Grund zu bezweifeln, dass da etwas ganz Großes auf uns zukommt.









