Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Hätte ausgereifter sein dürfen
Natürlich hat Electronic Arts versucht, auch dem Singleplayer genügend Inhalt mit auf den Weg zu geben, um den Titel für all diejenigen interessant zu machen, die weder Freunde, noch Internet besitzen. Können wir für EA nur hoffen, dass es von Denen nicht so viele gibt, denn der Einzelspieler kann auf Grund der bescheidenen KI eures jeweiligen Kampfkameraden nicht besonders glänzen. Viel zu oft verliert man sich in wilder Ballerei, anstatt die taktischen Möglichkeiten des Spiels nutzen zu können. Da können auch die verschiedenen Aufrüstoptionen den Spielspaß nicht steigern. Glücklicherweise stellen sich auch die KI-Feinde nicht viel besser an und scheinen nur darauf zu warten, endlich ins Sperrfeuer laufen zu dürfen. Im COOP-Modus off- oder online sieht die Sache dann schon ganz anders aus. Zwei menschliche Spieler rocken die Gegnerhorden deutlich effektiver und gerade durch den dadurch entstehenden Handlungsfreiraum kommt ein Gefühl der Freiheit zum Ausdruck, dass sich zügig in Spielspaß und Langzeitmotivation umwandelt. Letztere wird leider früh gedämpft, da der Titel nicht wirklich die Länge bietet, die man erwarten könnte. Abwechslung bietet dann der ebenfalls eher halbgare Duellmodus. Dieser kann zwar durch seine Originalität überzeugen, nicht aber durch den Umfang, den er bietet. Natürlich wird EA in Zukunft noch einige Maps nachlegen. Dass die Geld kosten, dürfte jedoch klar sein.
Nicht durchgestylt
Man mag es kaum glauben, doch auch die PlayStation 3-Version läuft durchweg ruckelfrei, ganz gleich wie viele Gegner auch auf die beiden Helden Rios und Salem einstürmen. Genau, wie Framerate-Einbrüche, sucht man auch Clippingfehler oder übermäßiges Kantenflimmern vergebens. Betrachtet man dann noch die ausgefeilten Zwischensequenzen und die Charaktermodelle, die zwar nicht besonders originell, im grafischen Sinne aber ohne Makel daher kommen, könnte man schon fast von einem ausgereiften Next-Generation-Titel sprechen. Wäre da nicht das unsägliche Landschafts- und Umgebungsdesign. Weder die Texturen, noch die eigentliche Gestaltung der Orte können überzeugen. Meist wirkt alles trist und lieblos dahin geklatscht. Das ist insofern wirklich schade, da sich die ansonsten gute Inszenierung daran leider ziemlich stört und dem Spiel ein wenig an Atmosphäre nimmt. Übrigens spielt da auch der Fakt mit rein, dass die Umgebung nicht zerstörbar ist. Dieser Umstand verwehrt dem Titel auch das Prädikat: Taktik-Shooter.
Schönes Klangbild
Es ist selten genug, dass prominente deutsche Synchronsprecher sich den Charakteren von Shootern verbunden fühlen. Rios und Salem hingegen dürfen auf diesen Support vertrauen, was ihre Gespräche deutlich interessanter klingen lässt und den Spieler erfreut. Auch die musikalische Untermalung reiht sich in die hochkarätige Soundseite ein. Wohlklingende Explosionen und Waffensounds, von denen man allerdings doch etwas mehr hätte erwarten dürfen, runden das gute Gesamtpaket der Soundeffekte ab. Einzig, die in Videos, viel zu leise Sprachausgabe trübt das Klangbild etwas.
Gewöhnungsbedürftig, aber gut
Auch mit dem PS3-Controller steuert sich das Geschehen leider etwas mühsam. Zumindest zu Beginn. Hat man sich an die etwas träg ansprechende Bedienung erst einmal gewöhnt, wird man schnell deren sonstige Vorzüge zu schätzen wissen. So gibt es verschiedene Arten aus Deckungen herauszuschießen. Auch die Möglichkeit schnell hinter eine Deckung zu rutschen oder zu schießen, während man seinen verletzten Kameraden in Sicherheit bringen will, stellen sich als nützlich heraus. Nervig ist hingegen, dass es so viele Befehle gibt, dass man sich erst eine Reihe von Button-Kommandos einprägen muss, um den Titel ordentlich spielen zu können. Entfällt einem dann einmal der Notwendige, wenn es gerade hitzig wird, geht man schneller in die Knie, als der Chef der Post.
Nicht der Leichteste
Ein kleines Tutorial, dass eigentlich zu kurz ist, um alle notwendigen Begrifflichkeiten so zu erklären und den Abläufe zu demonstrieren, um sich für den missionsbasierten Kampf voll vorbereitet zu fühlen, aber einem wegen der schwachen Inszenierung viel zu lang vorkommt, führt in die Materie ein. Zunächst stellen sich die Gegner noch eine Ecke dümmer, als sonst an, weswegen der Einstieg verhältnismäßig leicht ausfällt. Alles andere wäre auch fatal, da die Gewöhnungsphase durch die voll gepackte Steuerung beträchtlich andauert.
Ein fast perfektes Spielerlebnis
Der Multiplayer ist natürlich das Herzstück des Spiels und präsentiert sich dementsprechend stark. Die taktische Vielfalt, die der Titel einem eingespielten Team bietet, ist schier unglaublich. Lediglich die schwache KI der Gegner und der Fakt, dass die Level nicht zerlegt werden können, verhindert hier eine Topwertung. Zumal auch die anderen Modi, wie schon angesprochen, durchaus zu glänzen wissen.
Army of Two im Test.
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