Gesamtwertung92%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Bizarr schöne Unterwasserwelt
Grafisch betrachtet ist Bioshock auch über ein Jahr nach der Xbox 360-Veröffentlichung, noch immer richtig schön anzusehen. Dafür sorgt vor allem die bizarre Unterwasserstadt Rapture, die mit einem ordentlichen Leveldesign sowie einem wirklich großartigen Art-Déco-Stil daherkommt. Die durchgeknallten Charaktere, die sagenhaft animierten Lichteffekte und realistischen Wasserspielereien untermauern die dichte Atmosphäre des Spiels perfekt und gehören auch heute noch, mit zum Besten was das Shootergenre je hervorgebracht hat. Unterschiede zur Xbox 360-Fassung muss man glücklicherweise mit der Lupe suchen, aber trotzdem gibt es kleine, jedoch keine gravierenden Unterschiede. Lediglich in Bezug auf den Kontrast und die Farbgebung unterscheiden sich beide Versionen voneinander. Dies ist aber kein wirkliches Manko und kann von denen die dies stört, größtenteils durch Einstellungen im Menü angepasst werden.
Perfekte Unterhaltung
Bioshock ist was den Sound angeht, ein echtes Brett! Genau wie einst die Xbox 360-Pendant katapultiert euch der Sound mitten ins Spielgeschehen und lässt die bereits dichte Atmosphäre noch bedrohlicher wirken. Dazu gesellt sich eine passend gruselige Musikuntermalung die ganz klar auf Filmniveau ist und den Vergleich mit aktuellen Kinoproduktionen keinesfalls scheuen braucht. Hut ab auch vor der grandiosen deutschen Synchronisation und den exzellenten Soundeffekten, die hier wirklich wie die Faust auf Auge passen und dem Titel abschließend die richtige Würze verleihen. Für die perfekte tonale Unterhaltung, gibt es hier ganz klar auch die volle Punktzahl.
Ein wenig überladen
Die Steuerung in Bioshock, oder besagt des Hauptcharakters Jack, ist zu Spielbeginn noch recht überschaubar und leicht erlernbar, wird im weiteren Verlauf des Spiels jedoch immer anspruchsvoller. Das liegt ganz klar an den vielen auswählbaren Waffen, Plasmiden und Toniken, die eurem Protagonisten zur Verfügung stehen. Der Wechsel der einzelnen Waffen oder übernatürlichen Fähigkeiten gestaltet sich daher nicht immer einfach und im Eifer des Gefechts kann auch schon mal schnell die Übersicht verloren gehen. Habt ihr euch aber erst einmal mit dem tiefgründigen, mit zahlreichen Upgrades versehenen Möglichkeiten eurer Selbstverteidigung angefreundet, macht das Kämpfen mit den vielen unterschiedlichen Gegnertypen sowie das Hacken feindlicher Selbstschussanlagen oder Automaten wirklich eine Menge Spaß.
Packendes Spielerlebnis
Bioshock bietet mit seiner sehr düster angelegten und kinoreifen Story ein unglaublich fesselndes Spielerlebnis, das einen schon nach wenigen Spielminuten nicht mehr loslässt. Die Unterwasserstadt Rapture, deren Genversuche gleichzeitig auch ihren Untergang besiegelte, ist malerisch gestaltet und angereichert mit zahlreichen innovativen Spielideen, die garantiert so schnell keine Langeweile aufkommen lassen. Zudem erschließen sich durch die vielen käuflich erwerblichen Toniken und Plasmide unterschiedliche Herangehensweisen zum bekämpfen der durchgeknallten Gegner und besiegen der mächtigen Big Daddys. Entweder setzt ihr diesen mit geballter Waffenpower entgegen oder benutzt eure übernatürlichen Fähigkeiten. Feinde im Wasser unter Strom setzen, einfrieren und anschließend zerhauen, verbrennen oder einen aggressiven Wespenschwarm auf diese hetzen, alles kein Problem die einzelnen Plasmide machen es möglich. Durch diese innovativen Gen-Upgrades erschließen sich unzählige Taktiken, die nicht nur für ein abwechslungsreiche Gameplay sorgen, sondern obendrein zum mehrmaligen durchspielen anregen. Alleine die Tatsache, dass es zwei verschiedene Enden im Spiel gibt, motiviert ungemein. Seid ihr gut und rettet die Little Sisters, oder seid ihr böse und beutet diese nach dem rar gesäten, wertvollen Adam aus? Die Wahl liegt allein bei euch!
Problemlose Angelegenheit
Wie bereits bei der Bedienung erwähnt, gestaltet sich der Einstieg recht problemlos, da es zu Spielbeginn in Bezug auf die Waffenauswahl und die verfügbaren Toniken sowie Plasmide noch recht überschaubar bleibt. Hinzu kommt, dass das Hacken von Sicherheitskamera, Selbstschussanlagen und Kaufautomaten noch ziemlich einfach ist, aber auch dies bleibt nicht über das gesamte Spiel so. Desto tiefer ihr in die Welt von Rapture eintaucht, desto härter und gerissener werden die vielen Gegnertypen und auch die Big Daddys werden immer härtere Brocken. Trotz alledem ist Bioshock für einen Shooter was den Schwierigkeitsgrad angeht, recht einfach ausgefallen. Zwar könnt ihr verschiedene Härtegrade im Optionsmenü einstellen, wirklich schwer wird das Spiel dadurch aber eigentlich nie. Lediglich in Bezug auf die fordernden Kämpfe mit den Big Daddys geht es immer ordentlich zu, der Rest sollte aber für alle, die mit ihrer Munition oder den Eve-Spritzen sparsam haushalten, eigentlich kein Problem darstellen.
Ein Update soll bald kommen
Einen Mehrspielermodus bietet Bioshock leider nicht. Dafür soll es aber in absehbarer Zeit exklusive Inhalte in Form eines Updates geben. Dieses soll laut Angaben des Entwicklers am 20. November zum Download bereitstehen und wird dann unter anderem die so genannten Challenge Rooms mit an Bord haben. In diesem neuen Spielmodus müsst ihr dann mit euren erworbenen Plasmid-Fähigkeiten knifflige Rätsel lösen. Wie viel dieser PS3-exklusive Spaß allerdings kosten wird, oder gar umsonst ist und ob die Challenge Rooms auch eine Onlineanbindung unterstützen werden, ist bislang leider noch nicht bekannt.
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