Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Paradiesisch schön!
Auf den ersten Blick haut euch Burnout: Paradise einfach um. Zwar sah die aufgemotze HD-Version von Burnout: Revenge auf der Xbox 360 schon ordentlich aus, aber was die Entwickler von Criterion hier für ein Grafikfeuerwerk auf euch loslassen, ist schier der Wahnsinn. Alleine schon das Schadensmodell des Next-Generation-Racers sorgt regelmäßig dafür, dass euch immer wieder aufs Neue die Kinnlade nach unten fällt. Erstaunlich ist auch, das ihr stets mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde auf den Straßen von Paradise City unterwegs seid, was in Anbetracht der Materialschlacht die dort stattfindet beeindruckend ist. Hier macht die Serie eindeutig klar, dass sie auf der nächsten Konsolengeneration angekommen ist und noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Bass, Bass, wir brauchen Bass!
Die Burnout-Serie war schon immer ein Garant für fetten Sound und erfreulicherweise hat sich dies auch beim aktuellen Teil nicht geändert. Nach wie vor erfreuen stimmige Motorensounds und geniale Crashgeräusche das spielerische Ohr und währenddessen wird das gesamte Spielgeschehen auch wieder von einem ordentlichen Soundtrack begleitet. Angefangen von Avril Lavigne über Depeche Mode, Faith No More, N.E.R.D., Jupiter One bis hin zu Guns N Roses, die übrigens mit Paradise City den Titelsong zum Spiel beisteuern, ist so ziemlich alles in der Musikszene vertreten was Rang und Namen hat. Insgesamt erwarten euch hier 70 Tracks, die eigentlich für jeden Geschmack etwas bieten dürften.
Egal ob Pad oder Lenkrad, hier passt einfach alles!
Wie für die Burnout-Serie typisch, spielt es auch in diesem Teil keine Rolle ob ihr das Spiel mit dem Gamepad oder doch lieber einem Lenkrad startet. In gewohnter Manier steuert ihr euer Vehikel zielgenau und eingängig über den Bildschirm. Wenn es trotzdem zu einem Unfall kommen sollte, hat dies meist weniger etwas mit eurem fahrerischen Können sondern eher etwas mit eurem Reaktionsvermögen zu tun.
Immer noch spaßig!
Grundsätzlich ist fast alles beim Alten geblieben, zumindest wenn man den eigentlichen Spielablauf ins Auge fasst. Nach wie vor gibt es jede Menge verschiedene Rennmodi, die nun allerdings nicht mehr auf abgesteckten Kursen, sondern in der bereits zu Beginn komplett frei befahrbaren Stadt namens Paradise City stattfinden. Neu hinzugekommen sind Marked Man, Stuntrennen sowie die Burning Route. Zu unserem bedauern wurde allerdings leider der Crashmodus gestrichen, was zwar nicht wirklich an der Spielspaßkurve kratzt, aber trotzdem sehr ärgerlich ist. Der dafür eingesetzte neue Stuntmodus ist jedoch auch nicht verkehrt, hält aber bei weitem nicht so lange bei der Stange, wie der erstklassige Crashmodus des Vorgängers.
Erstklassig bedient, oder doch nicht?
Einsteiger sowie Racingexperten werden hier gleichermaßen gut bedient. Der ziemlich aufgedrehte Crash FM-DJ führt euch informativ in das Gameplay ein und erklärt aufschlussreich die einzelnen Events sowie die verschiedenen Locations in Paradise City. Zu Spielbeginn werden euch jedoch die ersten Rennen etwas schwer fallen, da die Rennroute nicht festgelegt ist. Dies sorgt zunächst für etwas Verwirrung, stellt sich aber nach einigen Spielstunden wieder ein und offenbart, dass das neue Konzept gar nicht mal so verkehrt ist.
Eine Perle für Mehrspieler!
Wer von den Computergegnern genug hat, kann sich hier im Online-Modus ordentlich austoben. Ein Druck auf die rechte Richtungstaste genügt und schon seid ihr im Easy Drive-Menü, von dem aus ihr verschiedene Rennevents zusammenstellen und sofort starten könnt. Maximal acht Spieler können an einem Onlinerennen teilnehmen, in seltenen Ausnahmefällen sind es zwei Teilnehmer weniger. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle die Einbindung der Eye Toy-Kamera und dem neuen PlayStation Eye. Mit diesen könnt ihr nämlich nicht nur ein Foto für euren virtuellen Führerschein und eure Fahrlizenzen knipsen, sondern auch während den Onlineduellen nach einem Takedown eurem Kontrahenten einen netten Bildergruß schicken. Das Fotografieren nach einem Crash erfolgt dabei automatisch und etwas zeitversetzt, was aber nicht weiter tragisch ist, da so noch genügend Zeit verbleibt, um beispielsweise den Stinkefinger zurechtzurücken.
Abgesehen von diesen Mankos hat mich das Spiel ansonsten aber restlos begeistert. Allerdings handelt es sich bei Burnout: Paradise um den ersten Next-Generation-Auftritt der Serie und da ist es doch auch verständlich, das da etwas am Spielsystem verändert wurde. Somit handelt es sich nämlich nicht um einen lauen Aufguss, sondern um eine Weiterentwicklung. Und genau das erwarten wir doch von Videospielen dass sie von kreativen Köpfen weiterentwickelt werden.
Burnout Paradise im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Criterion?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.