Gesamtwertung49%/10 |
GrafikMangelhaft SoundGut |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungGut |
Ganz schwach
Wir sprechen zwar immer von den Next-Generation-Konsolen, aber Enemy Territory: Quake Wars zeigt einmal mehr, dass es einfach noch immer Titel gibt, die auf dem PC deutlich besser aussehen. Trotz der 6-monatigen Portierungszeit haben es die Entwickler nicht geschafft, die recht lebendige Welt des Originalspiels auf die PlayStation 3 zu übertragen. Stattdessen erwarten den Spieler karge Landschaften, die keinerlei Glanzpunkte setzen können, interessante und spektakuläre Spezialeffekte sucht man durchgehend vergebens. Am Schlimmsten präsentiert sich die Optik, wenn man sich ein Vehikel schnappt. Das Spiel wirkt dann, als wäre es bereits 5 Jahre alt. Hinzu kommt das mit Abstand größte Manko des Ports, nämlich dass das Gameplay vor allem, aber nicht nur, im Multiplayer extrem laggt und ruckelt. Bei einem eigentlich reinrassigen Mehrspieler-Shooter nicht verzeihbar.
1 zu 1
Der Soundbereich wurde so gut wie nicht angetastet, musikalisch spielt der Titel daher noch weit oben mit. Auch die Waffensounds können sich hören lassen. Einzig die deutschen Kommentare a la Helft mir. wirken eher lächerlich, als das man sie ernst nimmt.
Gewöhnungsbedürftig...
Während sich Enemy Territory: Quake Wars auf dem PC durchweg einfach und ausgeklügelt steuern ließ, macht das Zielen auf der PlayStation 3 einige Probleme. Man kann zwar die Empfindlichkeit des Sticks einstellen, dies aber nur in unzureichendem Rahmen. Ansonsten steuert sich das Spiel, wie jeder andere Ego-Shooter auf Konsole, mal von der Bedienung der Vehikel abgesehen. Diese steuern sich nämlich so schwammig, dass es keinen Spaß macht, mit den Panzern, den Jetpacks und so weiter herum zu fahren bzw. zu sausen.
Unverschämt!
Die PC-Version des Titels hatte so ziemlich alles, was ein gutes Multiplayer-Game im Shooter-Genre in seinen Grundelementen ausmacht. Ein cleveres Rankingsystem, die Möglichkeit gegen bis zu 63 andere Spieler zu daddeln und ein tolles Missionssystem für jede Karte, sowie die passenden Belohnungen. Bis auf die Aufträge und die exakt umgesetzten Maps ist davon nichts mehr übrig geblieben. Dass damit sowohl der Motivationsfaktor, als auch der Spielspaß verloren gehen, dürfte klar werden. Hinzukommt, dass der Singleplayer noch immer kein wirklicher Einzelspielermodus ist, sondern nur die Adaption des Multiplayers nur eben mit Bots. Da das Geschehen dann noch ruckelt, kann man den Titel eigentlich nur als überflüssig bezeichnen. Es gibt nichts außer das pure Spielen der Maps und das sinnlose Erfüllen der Aufgaben. Einzig der Sieg am Ende der Runde und vielleicht die Dominanz, die ihr währenddessen ausstrahlt, können motivieren. Tun sie aber leider nicht.
Hilfe? Gibts nicht!
Natürlich gibt es auch kein Tutorial. Wer lernen will, muss sich die Steuerungsbefehle in der Optionen-Rubrik ansehen und selbige dann per Learning-by-doing im Singleplayer begreifen. Dabei sind die Bots ziemlich dumm, so dass man es nicht wirklich schwer haben wird, die Kampagne durchzuspielen. Im Netz warten natürlich die verschiedensten Spielertypen. Aber wenn man total abloost, ist das auch egal. Die Stats sind ja eh die Runde drauf wieder gelöscht.
Zu wenig für ein MP-Game
Die größte Frechheit des Spiels ist die deutlich minimierte Anzahl der Spieler, die auf einem Server gleichzeitig daddeln können. Zwar sind die Maps originalgetreu übernommen worden, aber genau deshalb auch extrem riesig. Da aber gerade einmal 16 Spieler gegeneinander bzw. miteinander zocken können, sind die zu bewältigenden Aufgaben kinderleicht, weil die Herausforderung gleich 0 ist. Der Grund liegt auf der Hand: Zu große Spielwelt, so wenig Gegner. Lächerlich. Hinzu kommt, dass trotz des großen Map-Umfangs, der vielen coolen Vehikel und Waffen keine Motivation aufkommen kann, da einfach elementare Dinge, wie das Rankingsystem, fehlen. Die Ruckler tun den Rest.
Enemy Territory: Quake Wars im Test.
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