Gesamtwertung67%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Eigentlich ganz schick
Die visuelle Seite von Faceer kann überzeugen und bietet einen soliden Comiclook. Grafisch erinnert der Titel am ehesten an Ready 2 Rumble und geht auch überwiegend genauso spaßig zu Werke. Dabei wird einem schnell deutlich, dass sich der Titel selbst nicht allzu ernst nimmt. Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Kämpfer, die allesamt sehr ordentlich animiert worden sind und die es so garantiert noch nirgends zu sehen gegeben hat. Genauso exotisch wie die Kämpfer, kommen auch die jeweiligen Kampfarenen daher. In Faceer boxt ihr nämlich nicht ausschließlich in einem konventionellen Boxring mit überfüllten Zuschauerrängen, sondern prügelt Euch unter anderem in einem Zoo, einem Piratenversteck oder einer Irrenanstalt. Wer möchte hat zudem die Möglichkeit mittels PlayStation Eye sein eigenes Gesicht ins Spiel mit einzubinden und so quasi selbst in den virtuellen Ring zu steigen. Dabei ist es erfreulich mit anzusehen, dass die Framerate stets stabil bleibt und zu keiner Zeit in die Knie gezwungen wird.
Nicht viel zu meckern
Aus akustischer Sicht heraus betrachtet gibt es eigentlich nicht viel zu nörgeln. Die deutsche Sprachausgabe ist gut gelungen, jedoch nicht Lippensynchron. Die Musikuntermalung und die Soundeffekte können sich ebenfalls hören lassen und klingen sehr druckvoll. Ärgerlich ist hier nur, dass sich die Soundeffekte größtenteils wiederholen und die Protagonisten fast nur dümmliche Sprüche loslassen. Etwas mehr Geräusche und witzigere Sprachsamples hätten hier sicherlich für mehr Abwechslung gesorgt.
Immer feste druff
Die Steuerung von Faceer ist zugänglich und dürfte überwiegend für jeden geeignet sein, vorausgesetzt natürlich, Ihr habt mit dem zügigen Gameplay und den superschnellem Schlagabtausch keine Probleme. Wer sich auf Faceer einlässt sollte zudem bedenken, dass es der Titel mit den Regeln des Boxkampfes nicht so streng nimmt. Folglich könnt ihr hier auch Tritte und Kopfnüsse erteilen, und das sogar, ohne das ihr dafür disqualifiziert werdet. Dabei hat jeder Charakter seinen eigenen Kampfstil und auch seine speziellen Angriffsmanöver. Taktiker werden mit dem Spielprinzip allerdings sicherlich ein Problem haben, da auch reine Buttonsmasherei zeitweise zum Sieg führen kann. Erfreulicherweise hat man aber auch ein sogenanntes er-Meter mit eingebaut, dessen Leiste in vier Segmente aufgeteilt ist und sich durch erfolgreich platzierte Treffer aufladen lässt. Mit diesem könnt ihr dann leichtere Special-Moves wie Grounder oder Boneer ausführen. Ist die Leiste richtig aufgeladen könnt ihr sogar zu einem verheerenden Skyer oder dem ultimativen Faceer ansetzen. Diese sind nicht nur herausragend in Szene gesetzt worden, sondern ermöglichen es euch zudem, einen Kampf sofort durch einen K.O. für euch zu entscheiden.
Der Schwachpunkt
Dies ist die einzig wirkliche Schwachstelle von Faceer. Offline macht der Titel nämlich deutlich weniger Laune als im gut gelungenen Onlinemodus. Das liegt hauptsächlich daran, dass dem Spiel kein wirklicher Storymodus spendiert wurde und der Karrieremodus zwar gut umgesetzt, jedoch nicht umfangreich genug ausgefallen ist, um für längere Zeit an das Gamepad zu fesseln. Online hat das Game weitaus mehr auf der Pfanne, aber hierzu kommen wir später.
Schwer, sehr schwer
Faceer ist schnell, verdammt schnell. Wer also keine gute Reaktion hat, der wird es hier nicht weit bringen. Zudem ist im Offlinemodus der Schwierigkeitsgrad recht happig ausgefallen, was ihr bereits an den ersten Gegnern zu spüren bekommt. Mir ist nach mehrmaligen Niederlagen an immer wieder dem gleichen Gegner schon fast der Geduldsfaden gerissen, weshalb ich mich auch gleich in den Onlinemodus begeben habe. Dort werdet ihr, genau wie ich, deutlich weniger Probleme haben, da hier einfach mehr unterschiedlich begabte Spieler auf euch warten. Und dort kommt auch gleich viel mehr Spielspaß auf, denn Online ist es sogar möglich gegen prominente Visagen anzutreten. Wer also schon immer einmal Schwarzenegger, Seagal, Bush, Clinton und Co. eine verpassen wollte, wird hier garantiert eine Menge Spaß haben.
Das Herzstück des Spiels
Seine Muskeln lässt Faceer erst so richtig im Onlinemodus spielen. Der macht nämlich deutlich mehr Spaß als der Singleplayermodus mit seinem viel zu hohem Schwierigkeitsgrad. Hier könnt ihr euch entweder online und zudem auch offline im Couch-Royal-Modus auf Teufel komm raus in einer Art Turniermodus prügeln und das sogar mit bis zu sechs Spielern. Das Ganze funktioniert dann wie bei einem Survivalmodus. Habt ihr den Kampf gewonnen kommt ihr automatisch in die nächste Runde, eure Lebensenergie wird dabei jedoch nicht aufgefrischt. Verliert ihr den Kampf, bleibt euer Herausforderer fortan im Ring. Ein cooles Onlinefeature ist außerdem, das ihr mit dem PlayStation Eye euer eigenes Gesicht fotografieren und quasi selbst in den Ring steigen könnt. Dass mit dieser Funktion natürlich allerhand Schabernack getrieben wird, versteht sich dabei schon fast von selbst und so kommt es, dass ihr euch Online auch Fights mit prominenten Kontrahenten wie beispielsweise Arnold Schwarzenegger, George W. Bush, Steven Seagal, Angela Merkel oder Hillary Clinton stellen müsst. Saubere Sache!
Dieses Feature ist besonders dann sinnvoll, wenn man selbst keine eigene USB-Kamera hat. Kurzum gesagt: Faceer ist kein schlechtes Spiel, eine höhere Wertung kann aber aufgrund der genannten Mängel nicht erfolgen. Ich persönlich finde dass sehr schade, denn mit etwas mehr Entwicklungszeit hätte man den Singleplayermodus sicherlich deutlich unterhaltsamer gestalten können. Wer Box-Spiele mag, kann beherzt einen Blick riskieren, wer allerdings so gut wie nie online spielt und nicht auf Buttonsmasherei sowie ständige Niederlagen steht, sollte besser einen Bogen um den Titel machen.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
FaceBreaker im Test.
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