Gesamtwertung60%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Hellboy Wer kennt ihn nicht oder zumindest schon einmal etwas von ihm gehört!? Für alle die den feschen Burschen noch nicht kennen sollten: Hellboy ist eine von Mike Mignola geschaffene Comic-Figur, die erstmals im Jahr 1993 in einem Comic-Heft erschienen ist. Hellboy ist kein richtiger Superheld wie beispielsweise Superman, vielmehr ist er eigentlich ein rothäutiger Dämon, der im Jahre 1944 von Grigori Rasputin im Auftrag der Nazis heraufbeschworen wurde, allerdings nicht für die Böse sondern für die Gute Seite arbeitet. Genauer genommen ist er für das B.P.R.D. Bureau for Paranormal Research and Defence tätig.
Anung Un Rama
Dort, in der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen, macht er zusammen mit seinen Teamkameraden Liz Sherman und Abe Sapien jagt auf Nazis, Vampire und alle anderen Arten von Monstern. Im Jahr 2004 bekam Hellboy von Regisseur Guillermo del Toro erstmals seinen Kinoauftritt spendiert, in dem der charismatische Schauspieler Ron Perlman die Rolle des rothäutigen Dämons übernahm. Nun, knapp vier Jahre später steht mit Hellboy 2 Die goldene Armee am 16. Oktober 2008 die Kino-Fortsetzung an und was liegt da näher, als fast zeitgleich ein Videospiel für die aktuelle Konsolengeneration zu veröffentlichen.
Im Spiel, das den Namen Hellboy: The Science of Evil trägt, schlüpft ihr wie könnte es anders sein in die virtuelle Polygonhaut der stämmigen Rothaut und macht jagt auf alle typischen Monsterarten. Eine richtige Story ist leider nicht vorhanden und so kommt es, dass ihr im Laufe des Spiels größtenteils zusammenhanglose Levels bewältigen müsst. Das düster angelegte Abenteuer startet auf einem noch düsterer angelegen Friedhof, bei dem es sofort gilt, mehrere Gegnerhorden wie zum Beispiel Werwölfe, Skelette und kleine Gnome zu plätten. Behilflich dabei ist das wenig anspruchsvolle Kampfsystem, das einfach gestrickt ist und typischen Hack & Slay-Spielen sehr ähnelt. Eine Schlagtaste ist für normale Angriffe und eine zweite Taste für schwere Angriffe reserviert. Kombiniert durch wildes Tastengedrücke erzielt ihr einfache aber verheerende Comboattacken, die den Gegnermassen, die an manchen Passagen sogar bis zu zehnt auf euch losgehen, kräftig entgegensetzen. Wirklich schwer wird das Spiel aber selbst bei hohem Gegneraufkommen nicht, da die Feinde meinst nur einzeln angreifen und die übrigen Gegner hübsch wartend neben dran stehen bleiben. Würde die künstliche Intelligenz der CPU-Gegner etwas her machen, würden diese mit Sicherheit zusammen im Team angreifen, dies ist aber leider nicht der Fall.
Ein guter Comic ist noch lange kein gutes Spiel
Besonders viele unterschiedliche Gegnerarten gibt es leider auch nicht, pro Kapitel sind es lediglich 2-3 verschiedene Typen. Und da es insgesamt nur 6 Kapitel zu bewältigen gilt, kann das nicht gerade als Abwechslungsreich bezeichnet werden. Hinzu kommt, das die einzelnen Kapitel zwar recht düster angelegt worden sind, jedoch kaum intuitives mit sich bringen. So zieht ihr von Spielabschnitt zu Spielabschnitt, vermöbelt oder erschießt dort alle sich euch in den Weg stellenden Kreaturen und wartet anschließend darauf, das sich ein Kraftfeld öffnet, welches euch den Weg zum nächsten Areal ebnet, wo ihr dann diesen Vorgang wiederholen dürft. Zwischendrin gibt es aber auch noch das ein oder andere Rätsel zu lösen. Da diese aber meistens darin bestehen, diverse Laternen anzuzünden, welche dann wiederum ein verschlossenes Tor öffnen, sind diese kaum erwähnenswert.
Folglich gibt es hier ausschließlich typische Hack & Slay-Elemente, die obendrein auch nur eine geringe Menge von Hirnschmalz erfordern, um das Ende des Levels zu erreichen.Auch von der audiovisuellen Seite her betrachtet vermag Hellboy: The Science of Evil nicht zu überzeugen. Zwar vermitteln die einzelnen Kapitel mit ihren schicken Nebeleffekten und schummrig ausgeleuchteten Ecken durchaus eine düstere Atmosphäre, das übrige Grafikpaket kommt jedoch etwas zu einfach und somit zu unspektakulär daher. Darüber trösten dann auch nicht mehr die eigentlich hübschen Wassereffekte, die stellenweise nette Physikengine, die es erlaubt bestimmte Waldstücke abzuholzen oder Felsen zu zertrümmern, hinweg. Hinzu kommt, dass das gesamte Spiel noch nicht einmal hundertprozentig ruckelfrei läuft, sondern stets von leichten Framerateeinbußen begleitet wird. Am Ton gibt es hingegen kaum etwas auszusetzen, dieser reiht sich jedoch trotzdem nur im durchschnittlichen Mittelfeld ein. Die englische Sprachausgabe klingt stimmig und ist professionell gesprochen und die Musikauswahl sowie die Soundeffekte gehen größtenteils ebenfalls in Ordnung.
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Hellboy: Science of Evil im Test.
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